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2. VAL VENISWenn ein konservativer, republikanischer Sportler kein Problem damit hat, im Hauptberuf einen lüsternen Pornostar zu mimen, der vor einem Millionenpublikum von einer Horde böser Asiaten (fast) kastriert wird, dann sind wir – wie immer, wenn es ein bisschen bunt, seltsam und sexuell fragwürdig wird – in den 1990er-Jahren.Val Venis heißt der Mann, dessen Brotjob der Blowjob war – und zwar das Nehmen, nicht das Geben, wohlgemerkt. Das machte Ende der Neunzigerjahre aber auch einige Wrestler relativ wütend. Genaugenommen zog Venis (oder wie ich ihn nenne: der lautverschobene Penis) den Groll einer Truppe von relativ assigen Asiaten auf sich, allem voran des zornigen Yamagauchi, weil er dessen zirka 15-jährige Frau doch glatt für seinen neuesten Streifen "Land of The Rising Venis" besetzen musste. Deshalb entführte die Bande den Hünen mit der eichelglatten Schädelplatte in ihre Kastrierkammer in der Männerkabine, wo wir dank des unsichtbaren Kameramanns von hinten dabei zusehen konnten, wie Val zuerst von seinem Handtuch und dann beinahe auch von seinem Venis getrennt wurde.

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1. MR. PERFECTLangsam werde ich ganz schön müde von dem vielen Tippen, was vielleicht auch daran liegt, dass mein Vorsatz, in der Sommerzeit nur noch leichte Kost zu mir zu nehmen, in etwa gleichzeitig mit dem Schwein gestorben ist, aus dem meine Frühstücks- und meine Mittags-Knacker geformt wurden.Wie dem auch sei, meine unbestrittene und unbestreitbare Nummer eins der besten Handtuchträger im Wrestling ist und bleibt der große Curt Hennig alias Mr. Perfect, der wie kein zweiter jeden beliebigen Gegenstand werfen und wieder fangen konnte und noch dazu einer der saubersten und laut Bret Hart sichersten Wrestler war, den das Business je zu Gesicht bekam. Leider war er nicht lange genug da, um dieses manchmal fratzenhafte Gesicht der WWE nachhaltig zu verändern, denn wie fast alle, die zu Hogans Glanzzeiten mit den großen Fischen schwammen, hatte auch Hennig so seine Köder zu schlucken, bis er schließlich an einem besonders hartnäckigen Drogen-Widerhaken hängenblieb und mit gerade mal 44 Jahren bäuchlings im kleinen Teich der überdimensionalen mutanten-Piranhas zu liegen kam. Wow, der letzte Satz hat beinahe ausschließlich aus Angler-Referenzen bestanden. Nicht perfekt, aber wer ist das schon. Achso, ja, der da:
Und so viel also für heute. Ich brauche jetzt ein bisschen Bewegung, weil mir sonst definitiv die behandtuchte Schulter abfällt. Man glaubt gar nicht, wie sich so ein Stück Frottee auf Dauer anhängt. Das ist wie bei diesem elendslangsamen Mord mit dem Löffel. Und genau wie beim Löffelmord bleibt auch das Frottee-Handtuch für heute ein Teil von mir. Es ist mein Schatten, mein Atem, meine zweite Haut und mein Stammhirn mit der ständigen Frage "Können wir uns nicht mit ein bisschen Sex von dem roten Ding auf der Schulter ablenken?" Die Antwort lautet nein. Zumindest vorerst. Hast du gehört, Stammhirn? Es gilt nämlich noch, das Handtuch auszuführen und sich gemeinsam mit dem Fetzen einen ebensolchen antrinken. Jawohl. Und damit niemand sagt, ich simuliere, hier noch ein Beweisbild:

