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Thump

Nach zwei Drogentoten im Club tut das fabric in London das einzig Richtige

Die Londoner Nachtlebeninstitution hat sich zu drastischen Schritten entschlossen.
12.8.16

Das fabric in London hat eine Kapazität von 2.500. Foto: Fabio Venni (CC BY SA 2.0)

Der 25. Juni und der 6. August 2016 waren schwarze Tage für das fabric. An beiden Tagen kam jeweils ein 18-jähriger Besucher des Londoner Clubs um. Beide Male sollen Drogen im Spiel gewesen sein. Das fabric hat sich deshalb nun zu drastischen Maßnahmen entschlossen: Der Club wird dieses Wochenende über geschlossen bleiben. Denn: Sicherheit geht vor. Das hat man in Abstimmung mit der Polizei und anderen lokalen Behörden entschieden und gestern auf der Webseite des Clubs verkündet:

For the past two years fabric has operated without incident but tragically in the past nine weeks two 18-year-old boys have died as a consequence of drug overdoses. In order to understand how this has happened we have agreed with the police and other agencies to suspend our operation whilst we investigate. The club will therefore be closed this weekend.

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We will make a further statement next week but in the meantime for anyone who has purchased a ticket for the club this weekend, we have instructed Resident Advisor to refund all ticket purchases.

Man kommt nicht drumherum zu sagen, dass diese Besonnenheit derzeit wohl das einzig Richtige ist. Doch welche Möglichkeiten hat der Club?

Gegen eine behördlichen Anordnung, Drogenhunde und ID-Scans an der Tür zu installieren, war man Anfang des Jahres erfolgreich gerichtlich vorgegangen. Auf Facebook und bei Resident Advisor forderten einige User nun eine erhöhte Altersgrenze für das fabric. 21+ Party? Viele Kommentatoren halten nichts davon und verweisen eher auf die Notwendigkeit freier Drogentest im Clubs. Schon jetzt sind Testkits zwar in UK erhältlich, für einen Club war es jedoch bislang de facto unmöglich, eine funktionstüchtige Lizenz zu erhalten, wenn er sich zu Drogenkonsum bekennt, wenn aber eben zu einem aufgeklärten safer use. Sollte das fabric das erreichen können, wäre das ein großer Schritt.

Gerade Ecstasy/MDMA ist in Großbritannien (wie auch im Rest Europas) so weit verbreitet wie seit Jahren nicht mehr—und dabei so gefährlich hoch konzentriert wie noch nie. Erst in dieser Woche wurden auf der bei jungen Briten ebenfalls beliebten Urlaubs- und Partyinsel Ibiza Pillen mit einem Gehalt von 400 mg MDMA gefunden. Dabei kann bereits der Konsum von 120 mg zu erheblichen Nebenwirkungen führen.

Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP erschienen.

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