Pjotr Pawlenski hat sich bereits den Mund zugenäht, sein Ohrläppchen abgeschnitten, sich nackt in Stacheldraht eingewickelt und seine Hoden am Roten Platz in Moskau festgetackert.Man könnte sagen, sein Verhalten wirft einige Fragen auf. Heute habt ihr die Möglichkeit, sie ihm endlich zu stellen. Denn der radikale russische Performance-Künstler steht ab 13 Uhr auf der Website des britischen Guardian Rede und Antwort. Postet eure Fragen als Kommentar oder schickt sie per Tweet an @GuardianNewEast mit dem Hashtag #GuardianMoscow.
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Pjotr Pawlenski hat sich durch seine martialischen Aktionen in der Vergangenheit eine feste Position als Persona non grata unter Kreml treuen Russen erarbeitet. Denn er prangert all das an, was auch Aktivisten wie Pussy Riot an Russlands kritisieren: Öffentliche Diskriminierung Homosexueller, polizeiliche Korruption, Inhaftierung Oppositioneller, Einweisung von Dissidenten in die Psychiatrie.
Vor allem aber zeigt er den politischen Finger auf seine Mitmenschen, die demgegenüber tatenlos zusehen. Wie er in einem VICE-Interview im November 2013 erklärte, sei es von zentraler Bedeutung die russische Bevölkerung wach zu rütteln:„Es sind nicht die Machthaber, die Menschen an den Eiern ziehen, es sind die Menschen, die sich selbst einschränken. Es wird nicht mehr lange dauern, bis alle im Knast sitzen, aber es wird niemandem mehr etwas ausmachen, weil sich das Land bis dahin in ein Staatsgefängnis verwandelt haben wird."Pjotr Pawlenski könnt ihr ab 13 Uhr auf dieser Website des Guardian eure Fragen stellen.
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