Interviews

"Mein Mitbewohner ist begeisterter Nudist"—Die Antilopen Gang im Interview

Die Antilopen Gang über Beef, nackte Mitbewohner und ihr neues Album "Anarchie und Alltag" mit dem Punk-Bonusalbum "Atombombe auf Deutschland".

von Sandro Nicolussi
12 Januar 2017, 3:51pm

Am 20. Jänner 2017 erscheint das neue Album der Antilopen Gang Anarchie und Alltag. Dazu wird ein Punk-Bonusalbum namens Atombombe auf Deutschland erhältlich sein, auf dem sie ihre liebsten Punk-Sänger featuren. Dazu kommen sie ganz ohne Samples oder Beats aus—Punk pur. Danger Dan, Koljah und Panik Panzer sind bekanntlich Meister des Wortwitzes und der Ironie. Deshalb haben sie sich dafür entschieden, einen Hund als Groupie zu deklarieren und mir den Titel für diesen Artikel vorzugeben.

Noisey: Servus, wollen wir gleich anfangen?
Panik Panzer:
Hey, wollte nicht eine Kollegin von dir das Interview machen, die Kinder von uns möchte?

Ja eh, ich glaube aber, dass sie viele Kinder möchte. Da müsst ihr euch ranhalten.
Danger Dan: Kann ich alles. Läuft die Aufnahme schon?


Vielleicht.
Koljah: Ich hab irgendwie die Sorge, ich bin nicht fruchtbar. Na ja, egal.
Danger Dan: Seit wann hast du diese Sorge? 
Koljah: Unbestimmt. 
Danger Dan: Also ich hab da so Maca-Pulver. Das ist so ein potenzsteigerndes Mittel, auch im Fitnessbereich ganz angesagt. Das kann ich dir da nur empfehlen. Damit hast du immer ordentlich Tinte im Füller, hahaha. Also, kommen wir zur Sache.

Danke für diese nette Introduction. Ich möchte mit einer Frage zu eurer neuen Single "Pizza" beginnen.
Panik Panzer: Welche Pizza wir essen?

Nein, fast. Mir wurde als Kind beigebracht, dass Pizza wie Sex ist—auch wenn sie schlecht ist, ist sie immer noch ziemlich gut. Welcher Belag steht für richtig guten Sex und welcher für den, wenn man nach dem Sex länger in der Dusche steht, weint und sich fragt, warum man das gerade gemacht hat?
Danger Dan: Also Jalapeños…
Panik Panzer: Also erstmal steh ich auch nach gutem Sex unter der Dusche und weine.
Koljah: Vor Glück oder was?
Panik Panzer: Nein, so generell als Ritual. Ansonsten, schlechter Belag sind Sardellen auf jeden Fall.
Panik Panzer: Es ist meine Meinung! Und guter Belag ist … Sucuk.
Koljah: Ich find Sardellen gut. Ich würd Sardellen jetzt nicht mit gutem Sex gleichsetzen, aber ich find die in Ordnung. Aber der schlechte Sex ist für mich ganz klar so eine Pizza Frutti di Mare mit so obskuren Meeresfrüchten. Da kann ich gar nichts mit anfangen.

Was haltet ihr von Pizza Hawaii? Viele regen sich ja immer über die Ananas auf der Pizza auf.
Koljah: Nöö, wir haben uns letztens so ein paar Tiefkühlpizzen geholt und die getestet und da war tatsächlich Testsieger die Pizza Hawaii. Was wir selbst jetzt nicht unbedingt gedacht hatten und was nicht nur am Belag lag, sondern dass auch der Teig und so weiter am besten war. Aber ich finde, jedes Mal wenn ich Pizza Hawaii esse, ist das überraschend gut eigentlich. Ich würde selten auf die Idee kommen, eine zu bestellen. Meistens bestell ich einfach Margherita, ich bin da etwas langweilig. Aber immer wenn ich's getan hab, fand ich's OK. Ich finde Pizza Hawaii hat auch etwas, das ich mit gutem Sex assoziieren kann.

Ja, guter Sex mit Sand überall.
Koljah: Hmm, der Sand ist halt …
Danger Dan: Sex mit der Antilopen Gang ist wie Tiefkühlpizza: Man erwartet sich eigentlich nichts besonders Großartiges, aber Mitten in der Nacht geht's dann doch.

Sehr inspirierend auf jeden Fall. Wenn wir eh grad vom Essen reden: Danger Dan hat sich mal in einem Interview darüber beschwert, dass zu wenig über Kochrezepte gesprochen wurde. Welche Speise könnt ihr immer und überall kochen und wie ist das Rezept dazu?
Koljah: Also ich würde jetzt Tortelloni alla Panna empfehlen. Tortelloni sind die dicken Tortellini. Das würd ich so machen: Viel Sahne, also mindestens zwei Becher für eine Person. Dann ungefähr die Hälfte der Sahne mit ein bis zwei Eigelb und richtig viel Parmesan anrühren und dann in einer Pfanne mit wenig Fett Kochschinken anbraten, parallel dazu die Tortelloni kochen. Irgendwann die Tortelloni auf den Schinken draufwerfen und die Sahne, die man nicht angerührt hat, draufkippen, ein bisschen einköcheln lassen und dann kurz vor Schluss dieses Parmesan-Ei-Sahne-Gemisch auch noch dazu. Und das dickt dann an und wird richtig lecker. Und würzen mit Salz, Pfeffer, ist klar. Und ein bisschen Muskat.

Das klingt wirklich sehr gut.
Koljah: Ja, das ist wirklich mein Lieblingsgericht. Ich koch' das sehr gerne und ess' es auch sehr gerne.
Panik Panzer: Haben Tortelloni immer so eine ekelhafte Füllung mit so widerlicher Konsistenz oder gibt's die auch in gut?
Koljah: Ich kann diese Frage so nicht beantworten, aber ich würd die Tortelloni dann auch eher so Spinat-Ricotta nehmen als so diese Hackfleisch-Dinger nehmen. Aber es kommt echt darauf an, ob man frische oder getrocknete nimmt.
Danger Dan: Also, um nochmal zu deiner Frage zurückzukommen: Ich mach im Moment sehr vorzügliche Hühnersuppen. Ich koche dazu ganze Hühner ein und dazu kiloweise Gemüse und das macht mir grad im Winter richtig Spaß. Das ist sehr gut.
Koljah: Panik Panzer, willst du noch dein Rührei-Rezept verraten?
Panik Panzer: Ich hab' keinen Bock mehr. Also eigentlich war das eine prädestinierte Frage für mich, wo ich endlich mein Rührei-Rezept raushauen kann, aber ich kann die nächste Frage so schwer erwarten, deswegen möchte ich an dieser Stelle nicht antworten.
Koljah: Das ist wirklich schade. Soll ich für dich antworten und du korrigierst mich?
Panik Panzer: [Schweigt]



Machen wir die nächste Frage: Euer Song "So Ungefähr" wird unter anderem an der Uni Wien als Referenz zu dem Buch "Dialektik der Aufklärung" erwähnt. Welcher Song vom neuen Album könnte akademisch abgehandelt werden und von welcher Studienrichtung?
Panik Panzer: Es gibt so esoterische Liebesakademien und es gibt durchaus Songs wie "Hilfe", die da laufen könnten, könnte ich mir vorstellen.
Koljah: Ja wir haben jetzt ja das Pizza-Video veröffentlicht. Und da gibt es manchmal Kommentare von so optimistischen Antilopen-Fans, die nicht glauben können, dass wir echt so ein dummes Lied machen. Und die behaupten dann, da würde so eine Doppeldeutigkeit sein und es wäre in Wirklichkeit eine Kritik an einfachen Welterklärungsmodellen. Oder die Pizza steht für so Sekten zum Beispiel oder für Truther-Zeugs. Und die erklären dann anderen Antilopen-Fans, dass man das nicht so einfach wie's daherkommt sehen darf und ich könnte mir vorstellen, dass sich ein Soziologie-Seminar damit auseinandersetzt und dieses Pizza-Lied dementsprechend analysiert und da alles Mögliche reininterpretiert, was uns schon selbst überraschen würde.

Also ist Pizza keine Kritik an einfachen Lösungen, die Welt zu retten?
Koljah: Es ist eher eine einfache Lösung, aber keine Kritik daran. Ob die funktioniert, weiß ich nicht. Ich find's einfach ein bescheuertes Lied. Es ist jetzt natürlich auch gemein, das so zu entzaubern. Aber wer weiß, vielleicht bin ich gerade nur ironisch. Es ist ein Mysterium.
Danger Dan: Es gibt auch so ein Buch, das so ähnlich ist wie "Tindermatch". Da könnte ich mir auch vorstellen, dass das Gegenstand einer akademischen Auseinandersetzung werden könnte, aber das kann ich jetzt so auch nicht sagen.

Die Zukunft wird es zeigen. Falls ich was von der Uni Wien höre, werde ich es euch weiterleiten.
Danger Dan: Ja, sag Bescheid.
Panik Panzer: Liebe Grüße an die Uni Wien!
Koljah: Sag der Uni Wien, wir stehen leider nicht zur Verfügung, um Fragen zu beantworten, hätten aber trotzdem gerne diese Mitschrift, die es dann immer gibt.
Danger Dan: Und Zertifikate! Falls da irgendjemand was drehen kann: Zertifikate, Zertifikate, Zertifikate!

Was war der Beweggrund für euer Punk-Bonusalbum Atombombe auf Deutschland? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Panik Panzer: Wir haben irgendwann angefangen auf unseren Konzerten Punk-Versionen von unseren Songs auch live zu spielen und insofern gab es auch schon länger die Idee, die Punk-Versionen zu unseren Songs auch mal richtig einzuspielen und das nicht nur auf der Bühne aus der Dose zu machen und dann haben wir einfach gesagt: 'So, jetzt ist der Zeitpunkt gut. Jetzt machen wir das', und haben dann gedacht, jetzt schreiben wir einfach mal all die alten Säcke und jungen Säcke an und die haben dann auch direkt mitgemacht glücklicherweise.

Also kann man von euch erwarten, dass ihr demnächst selbst mit den Instrumenten auf der Bühne steht, um das punkiger rüberzubringen? Oder wird es aus der Dose bleiben?
Koljah: Nö, es können ja andere die Instrumente spielen. Ich glaube, wir sollten beim Rappen bleiben. Wobei, Danger Dan kann ja ganz gut Klavier spielen.
Danger Dan: Ich kann auch Gitarre spielen. Ich bin auch ein enorm guter Schlagzeuger. Und Blockflöte, Saxophon, alles. Wenn ihr was braucht, kommt vorbei.

Du bist also eine One-Man-Band?
Danger Dan: Ich hab' alles. Auch für Kind, Auto, Haus, Boot.
Koljah: Wir sind auch bisher für unsere Platten immer wieder von anderen Musikern unterstützt worden, wenn wir an unsere Grenzen gestoßen sind und nicht Danger Dan die Instrumente eingespielt hat. Kann gut sein, dass wir das in Zukunft auch auf der Bühne so handhaben.


Ihr seid gerade zum Titelbild der Spotify-Playlist "Deutschland, deine Rapper" geworden. Ihr wart in eurem Facebook-Posting nicht sehr erfreut darüber und wollt Deutschland jetzt mit einem Baggersee ersetzen. Wird es dort auch einen FKK-Bereich geben oder wie habt ihr euch das vorgestellt?
Danger Dan: Natürlich wird es dort einen FKK-Bereich geben. Ich muss vielleicht nochmal kurz sagen, dass wir uns doch freuen, wenn wir in so einer Playlist auftauchen, dass wir uns aber nicht als Deutschlands Rapper sehen. Aber wenn es die Möglichkeit gibt, damit Geld zu verdienen, sollen sie uns in jede Playlist stecken, die sie haben. Voll in Ordnung. Also nochmal zum FKK-Bereich: Es wird definitiv einen geben, mehrere sogar. Ihr werdet mich öfters dort treffen. Beim Sonnenuntergang bin ich dann auf der polnischen Seite, zum Sonnenaufgang meistens in Belgien oder Frankreich. Das wird da ein großes Fest, bringt bunte Pillen mit!
Panik Panzer: Ähhhm, Tschuldigung. Ich schreib' grad meinem Mitbewohner, dass er mein Zimmer aufräumen soll bis morgen Früh. 
Koljah: Warum? 
Panik Panzer: Ähh, weil der das immer vollstellt. 
Danger Dan: Wo wir gerade davon sprechen: Panik Panzers Mitbewohner wird bei uns auf dem Album als "Ludwig mit dem Handtuch" gegrüßt. Allerdings hat er meistens nicht mal dieses Handtuch an. Also er wird sicher auch beim FKK-Bereich anzutreffen. 
Panik Panzer: Also, mein Mitbewohner ist begeisterter Nudist, was für mich schon so gewöhnlich ist, dass es mich gar nicht mehr stört, wenn er nackt durch die Wohnung läuft. Also gestört hat mich das nie, aber jetzt fällt's mir gar nicht mehr auf. Und ich glaube, wenn wir diesen Baggersee errichten, wäre er ein guter Bademeister für den FKK-Strand. Er sucht generell Jobs und ist ein großer Fan von Wien. Also wenn jemand aus Wien einen Job für meinen nudistischen Mitbewohner hat, checkt ihn auf Tinder: Luedze Luedersen.
Koljah: Das wäre übrigens ein Wahnsinns-Titel, wenn ich das vorschlagen darf für diesen Artikel.
Panik Panzer:  "Mein Mitbewohner ist begeisterter Nudist"—das gibt schön Klicks. 
Koljah: Aber du musst das dann so in der Noisey-Sprech machen: "Ich habe mich mit der Antilopen Gang über ihre nackten Mitbewohner unterhalten, damit ihr es nicht tun müsst. Und es war sehr schockierend."

Haha, na gut. Wenn wir jetzt gerade mit der Wien-Hook kommen, gibt es Bands oder Rapper aus Österreich, die euch gefallen?
Koljah: Ja, auf jeden Fall Kamp. Das finde ich generell einer der besten deutschsprachigen Rapper, auch gerade dieses Versager ohne Zukunft-Album ist ein absoluter Meilenstein. Kamp war auch bei unserem letzten Konzert in Wien dabei, also als Gast, was uns sehr gefreut hat. Bin ich definitiv ein Fan von. 
Panik Panzer: Bei mir ist das ganz langweilig: Crack Ignaz hat mich sehr überzeugt mit seinem Kirsch-Album. Davon bin ich auch ein begeisterter Verfolger.
Danger Dan: Wir waren ja eben bei FM4 und ich durfte mir nicht Georg Kreisler wünschen, weil ich mir nämlich immer Georg Kreisler wünschen würde, angeblich, haha.
Koljah: Def Ill hat mal eine Rapperin aus dem Ruhrpott gepusht, die dann angeblich nach Wien gezogen ist, wenn ich das richtig auf dem Schirm hab. Agent Olivia Orange, oder so. Definitiv eine sehr krasse Rapperin, auf Soundcloud kann man glaube ich noch Zeug von ihr abchecken. Sollte man auf jeden Fall machen. Und jetzt könnt ihr gerne wieder über Georg Kreisler reden.

Ich werd es für Danger Dan im Artikel verlinken. Koljah meinte mal in einem Interview, dass er sich nicht als politisch aktiv sieht. Eure Texte klingen aber trotzdem sehr politisch. Was zeichnet für euch einen politisch aktiven Menschen aus.
Koljah: Also ich habe damals gemeint, dass ich in keiner Partei bin. Moment, ich bin sogar in einer Partei. Ich bin in der Partei "Die PARTEI", aber abgesehen davon bin ich in keiner politischen Gruppierung aktiv. Ich verteile keine Flugblätter, ich gehe auf keine Demos, ich unterschreibe keine Kampagnen. Ich mache gar nichts, außer eben Raptexte schreiben und die können auch mal politisch sein. Wenn man darin einen politischen Aktivismus sehen will, kann man das vielleicht machen, aber alles andere darüber hinaus mach ich auf jeden Fall nicht. Jo.

Die Antilopen Gang mit dem Autor.

2011 wurde euer Auftritt im Wiener EKH abgesagt und später nachgeholt, dann wart ihr 2015 im B72 und heuer spielt ihr am 1. März im Flex, was auf den Tag genau zwei Jahre nach eurem Gig im B72 ist. Ist euch das aufgefallen?
Danger Dan: Ach was?
Panik Panzer: Das ist mir tatsächlich vor kurzem aufgefallen, das wollte ich euch noch erzählen.
Danger Dan: Du erzählst ja nie was! Man erfährt sowas ja erst im Noisey-Interview.
Panik Panzer: Ja ne, das wird uns eben einfach so vorgesetzt. Da steckt kein großes Kalkül dahinter, wir organisieren die Termine nicht selbst. Aber ich erinnere mich gerade mit großem Glück und auch Freude an diesen B72-Auftritt zurück. Der war, sagen wir mal, gut—wie viele Auftritte. Aber das Besondere war: Dadurch, dass es keinen normalen Backstage-Bereich gibt, mussten wir durch das Publikum zurück in diesen Backstage-Bereich hinter der Theke und unser Rausschmeisser-Lied "Wir müssen hier raus" von Ton Steine Scherben lief und es bildete sich ein Spalier. Wir liefen wie die Heiligen Drei Könige durch dieses Spalier und grölten "Wir müssen hier raus" mit, während die Leute uns auf die Schulter klopften, als hätten wir gerade die Welt vom Kapitalismus befreit. Das war ein sehr heroischer Moment, den ich nie vergessen werde.

Im Vordergrund: Wohnzimmer-Hund Nico.

Und was meint ihr jetzt, wieviele Groupies nach dem Konzert zwei Jahre später dazukommen werden?
Danger Dan:
Zwei.
Koljah: Ich hätte gesagt ein bis zwei.

Zwei pro Kopf oder insgesamt?
Danger Dan: Ne, insgesamt. Eins bis zwei stimmt wahrscheinlich und zwar einmal der Hund, der hier rumläuft. Mit dem haben wir uns schon echt gut verstanden. Den kannst du gleich auch mal fotografieren, der ist ein super Hund und ich kann mir vorstellen, dass wir uns so gut verstehen, dass der dann auch kommen würde. Und vielleicht kommt ja noch irgendjemand dazu. Vielleicht auch nur der Hund.

Beefmäßig ist es bei euch ja immer ziemlich ruhig. Bis auf das eine Mal mit Prinz Pi war nicht viel los. Gibt es Rapper oder Gruppierungen, mit denen ihr gerne Beef hättet?
Danger Dan: Ja wir denken tatsächlich schon die ganze Zeit darüber nach, dass wir gerne wieder Beef hätten, aber wir suchen irgendwie noch strategisch kluge Gegner.
Koljah: Vielleicht finden wir die ja in Österreich? Gibt's Schönheitsfehler noch? Vielleicht könnten wir mit denen Beef haben. Wir sind auf jeden Fall bereit und warten nur noch auf den richtigen Anlass zurückzuschlagen. Gerne auch genreübergreifend.

Schließen wir doch mit einer Frage zu Georg Kreisler ab. Danger Dan hat an einem der unzähligen Daten der vergangenen österreichischen Bundespräsidentenwahl auf Facebook das Lied "Wien ohne Wiener" gepostet. Besteht eure Wien-Aversion immer noch oder wie sieht's momentan aus?
Panik Panzer: Also ich hatte in letzter Zeit die Möglichkeit Wien öfters zu besuchen und habe die Stadt sehr zu lieben gelernt. Also eine generelle Abneigung von meiner Seite aus gibt es da keine. Ich fänd eine Wien-Aversion zwar cooler, aber ich find die Stadt ganz gut. Besonders gut gefallen mir Schilder wie "Nimm ein Sackerl für dein Gackerl" und in der Straßenbahn gab's auch so ein geiles Schild, das habe ich jetzt aber vergessen, leider. Ich lese gerne Beschilderungen in Wien.
Danger Dan: Ich hab immer noch mit Wien Probleme, ich schließe mich immer noch Georg Kreisler an. Das hat aber etwas mit einer verflossenen Liebesgeschichte zu tun, die auch Wien-Verstrickungen hatte, wo ich alles verkackt habe, was man nur verkacken konnte. Und deswegen werde ich immer melancholisch und mir wärs am liebsten, wenn Wien dann auch zusammen mit Deutschland dann zum Baggersee wird, zur Freude aller. Auch die Tourismus-Branche von Bratislava würde dadurch einen enormen Vorteil haben, wenn Wien ein großer, schöner See wäre. Und da die Donau ja hier durchfließt, ist das auch technisch recht einfach umsetzbar.

Und es gäbe auch mehr Arbeitsplätze für nudistische Bademeister.
Danger Dan: Genau, in dem Fall auch Ludwig. Checkt ihn auf Tinder!

Das werde ich auf jeden Fall machen. Vielen Dank, liebe Antilopen Gang.

Die Antilopen Gang spielen im Zuge ihrer Anarchie und Alltag-Tour auch an zwei Terminen in Österreich und zwar am 28. Februar 2017 im Salzburger Rockhouse und am 1. März 2017 im Wiener Flex. Noisey wird für beide Konzerte auf Facebook Tickets verlosen. 

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