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Midas Hutch über seinen schillernden Style, die Achtziger und Fashion-Fails

"Schon die Pharaonen in Ägypten waren echte Styler. Da wusste man auf den ersten Blick, dass man die besser ernst nehmen sollte." – Midas Hutch

von Noisey Staff
27 Juni 2017, 12:20pm

Präsentiert von Scotch & Soda

Produzent Midas Hutch ist nicht nur für seinen funklastigen Electro-Sound bekannt, sondern gleichermaßen für sein untrügliches Gespür in Sachen Mode. Wir haben mit ihm über seine schillernde Garderobe, seine musikalischen Wurzeln in den Achtzigern und Fashion-Fails gesprochen, die selbst ihm passieren.

Noisey: Musikalisch gesehen gibt es ja deutliche Unterschiede zwischen deinen beiden Alter-Egos FS Green und Midas Hutch. Spiegelt sich das auch in deiner jeweiligen Garderobe wider?
Midas Hutch: Als FS Green trage ich für gewöhnlich einfach das, was ich auch im Alltag anhabe. Wenn ich als Midas Hutch unterwegs bin, fällt es eher etwas extravaganter aus. Es ist eher unwahrscheinlich, dass man mich an einem Dienstagnachmittag in Hawaiihemd und Hochwasserhose sehen würde.

Nicht? Klingt eigentlich ziemlich cool.
Stimmt, eigentlich schon. Hahaha!

Wie kommt es, dass dein Style als Midas so schillernd ausfällt?
Musikalisch orientiere ich mich als Midas stark an den Achtzigern, aber die Musik ist nicht das Einzige, was mich aus dieser Epoche fasziniert. Ich liebe diese extravagante Kleidung, den ganzen Style, die Materialien und Farbkombinationen aus dieser Zeit. Darum trage ich eben gerne Hawaiihemden mit großen Drucken oder markante Sonnenbrillen – so wie die von Run DMC damals. Ich hab vorher nie eine Sonnenbrille im Club getragen, aber als Midas Hutch gehört das irgendwie dazu.

Woher hast du denn die ganzen Klamotten aus den Achtzigern?
Aus allen möglichen Second-Hand-Läden. Wirklich überall her. Ich bin gewissermaßen ständig auf der Suche, auch wenn ich eigentlich nie gezielt shoppen gehe.

Du konntest Dir ja einige Sachen aus der neuen Kollektion von Scotch & Soda aussuchen. Wie passen die zu deinem Style?
Die Bomberjacke ist ist wirklich geil. Die ist quasi wie eine Highschool-Jacke aus den Achtzigern. Das Material und die Farben strahlen einem förmlich entgegen. Die werde ich auf jeden Fall bei den kommenden Konzerten tragen.

Du hast dir auch eine Jeans ausgesucht. Ist Denim ein fester Bestandteil deiner Garderobe?Mit einer guten Jeans komme ich problemlos durch einen kompletten Festival-Sommer. Denim musst du nicht so oft waschen, sondern kannst du einfach jeden Tag tragen – es sei denn natürlich, du landest mal wirklich im Dreck. Im Sommer trage ich echt nur leichte Jeans. Was den Schnitt und die Färbung angeht, ist diese Scotch Pant einfach perfekt. Ich mag es oben rum etwas weiter und an den Knöcheln dann enger.

Wie wichtig ist Fashion für dich als Künstler?
Schon sehr wichtig. Ich bin nicht der Meinung, dass man unbedingt viel Geld in seine Garderobe investieren muss, aber denke schon, dass man einiges an den Klamotten ablesen kann, die jemand trägt. Schon die Pharaonen in Ägypten waren echte Styler. Da wusste man auf den ersten Blick, dass man die besser ernst nehmen sollte.

Stimmt, die Pharaonen sahen wirklich beeindruckend aus.
Auch in den Achtzigern sahst du generell einfach cool aus, egal ob Disco oder HipHop. Grandmaster Flash & The Furious Five liefen genau so rum wie Rick James. Das waren zwar Rapper, aber sie liefen mit Lederjacken über ihren nackten Oberkörpern rum und trugen Pelze oder rote Cowboystiefel. Sie sahen aus wie Rockstars und haben sich auch genau so verstanden. Mit deinem Style kannst du so etwas nach außen kommunizieren.

Gibt es irgendwas, auf das du besonderen Wert legst? Irgendwelche Dos & Don'ts?
Heutzutage posten die Leute ständig von allem Fotos und Videos. Als Künstler oder DJ musst du dich damit eigentlich ständig auseinandersetzen und ich wähle nicht nur mein Outfit an sich schon mit viel Bedacht, sondern muss auch an eine gewisse Abwechslung denken. Wenn ich bei einem Auftritt beispielsweise ein Shirt mit sehr markantem Druck trage, kann ich das nicht eine Woche später bei der nächsten Show direkt wieder anziehen.

Ist dir bei deinen Outfits mal ein richtiger Fauxpas passiert?
Was mir auf Anhieb einfällt: Ich hatte mal ein Seidenhemd, das ich verdammt cool fand und daher natürlich beim nächsten Auftritt getragen habe. Allerdings wusste ich nicht, dass Seide unglaublich aufheizt, vor allem wenn jede Menge Scheinwerfer auf dich gerichtet sind. Es war so unfassbar heiß, dass mir der Schweiß nur so runterlief und irgendwann konnte ich nicht mal die Brille auf der Nase halten. Es sah zwar verdammt cool aus, aber innerlich ging ich wirklich durch die Hölle.

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