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Geschichten von den womöglich seltsamsten Diäten aller Zeiten

Die meisten Diäten geraten schon kurze Zeit nach ihrer Erfindung wieder in Verruf – Grund genug, um in Sachen Ernährung selbst kreativ zu werden, wie sich diese Menschen dachten.

von Emalie Marthe
13 Februar 2017, 8:04am

Photo by Dimitrije Tanaskovic via Stocksy

Safttage, Zitronensaftkuren oder das klassische Kalorienzählen – die Welt ist voller dubioser Abnehmtrends, die uns regelmäßig von echten wie auch von Möchtegern-Experten empfohlen werden. Was aber passiert, wenn Menschen anfangen, sich selbst ein Abnehmprogramm auszudenken – und zwar basierend auf Gerüchten, Zeitschriftenartikeln und ahnungslosen, elterlichen Ratschlägen? Wir haben einige Menschen nach den irrsinnigsten Diäten gefragt, die sie jemals gemacht haben und wollten natürlich auch wissen, ob sie funktioniert haben.

Jeff*
Als ich noch ein Kind war, wollte meine Mutter sichergehen, dass meine Geschwister und ich uns gesund ernähren und gab uns deswegen immer einen Kinder-Frühstücksdrink aus Eiweiß- und Schokoladenpulver zu trinken. Allerdings hatte sie nicht nur ihre eigenen verschrobenen Vorstellungen von einer gesunden Mahlzeit, sie war zudem auch unglaublich geizig. Statt Geld für irgendein Markenprodukt zu berappen, beschloss sie, ihren eigenen Eiweiß-Frühstücksdrink zu kreieren und vermischte einfach Nesquik und ein Ei im Mixer. Diese seltsame Mischung streckte sie uns dann jeden Morgen, wenn wir aus der Tür gingen, in die Hand. Der Geschmack war eigentlich in Ordnung, aber nach 15 Minuten setzte dann der Nachgeschmack ein – und das war das Ekelhafteste, was ich jemals schmecken musste.

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Shira
Ich bin Ende der 2000er in Los Angeles zur High-School gegangen. Wir hatten damals unsere ganz eigene Variante von einer Entschlackungskur: Statt zu essen, rauchten wir und nahmen Kokain. Wir nannten es die "Olsen-Twins-Diät."

Arnie
Ich hatte einen Freund, der Gewicht verlieren und gesünder leben wollte. Er ging jeden Tag während der Mittagspause zu McDonald's oder Wendy's und kaufte sich dort einen Salat. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, ihm zu sagen, dass diese Salate mehr Kalorien hatten als ein Big Mac. Ich glaube, er hat seine Diät aber auch nicht lange durchgehalten.

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Jane
Als ich auf der High-School war, habe ich die sogenannte South-Beach-Diet ausprobiert, bei der man am Anfang komplett auf Kohlenhydrate verzichten soll. Ich habe allerdings nicht ganz verstanden, wie die Diät funktioniert. Ich habe die ganze Zeit über Pizza bestellt und nur den fettigen Käse runter gegessen. (Den Boden habe ich einfach in den Müll geworfen.) Um satt zu werden, habe ich meistens den Käse von mehr als einer Pizza essen müssen – ziemlich traurig, aber irgendwie habe ich es tatsächlich geschafft abzunehmen.

Myra
Während des Studiums bestand meine Ernährung wortwörtlich nur aus Taquitos, Jalapeño-Chips und Slurpees. Eines Tages habe ich dann beschlossen, komplett auf Kohlenhydrate, Koffein und frittiertes Essen zu verzichten – keine weiter ungewöhnliche Diät, aber ich war schon nach vier Stunden so "hungrig und müde", dass ich schreien wollte. Um wieder runterzukommen, habe ich mir dann erstmal eine große Schüssel Nudeln gemacht. Meine Diät war also schon vor der nächsten regulären Mahlzeit beendet.

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Christina
Meine Mutter kommt aus dem Mittleren Osten und war immer leicht verwirrt, was Nährwerte angeht. Irgendwann beschloss sie, zu einem Ernährungsberater in der nächstgrößeren Stadt zu fahren. Meine Mutter hätte zwar geschworen, dass meine Schwester zu Hause gesund isst, aber sie konnte sich einfach nicht erklären, warum sie nicht abnahm. Nach jedem Besuch beim Ernährungsberater nahm uns meine Mutter dann erst einmal mit zu einem libanesischen Supermarkt, wo wir immer eine ganze Tüte voll frittierter Fleischpasteten aßen. Sie rechtfertigte das Ganze immer damit, dass es der nächstgelegene nahöstliche Supermarkt in der ganzen Umgebung war. Was ihre eigene Ernährungsweise angeht: Wenn meine Mutter abnehmen wollte, aß sie immer nur Mujaddara, also libanesische Linsen und Reis – sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen. Das hat aber auch nicht wirklich funktioniert, glaube ich.

Sheila
Während des Studiums hatte ich immer morgens einen Kurs mit einem Kerl, der unglaublich dünn war. Mitten im Semester fing er dann an, Babynahrung mitzubringen, die er mit einem kleinen Löffel direkt aus dem Gläschen aß. Er behauptete, dass er damit "sein System überlisten" wollte und es der billigste Weg wäre, um an Nährstoffe zu kommen (obwohl er ganz sicher keine Geldsorgen hatte). In Wirklichkeit sah er damit nur aus wie ein riesiges Baby. Ich glaube, dass die Babynahrung kein direkter Bestandteil seines Ernährungsplans war, sondern eigentlich nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit – fest steht, dass er den Brei von da an tagtäglich hinuntergewürgt hat.


*Namen wurden geändert.

Foto: Unsplash | Pexels | CC0

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