Quantcast
Hooligans vs. Salafisten: Der Flop von Hannover

Weniger Leute, keine gute Musik und keine Gewaltorgie in der Hannoveraner Innenstadt: die zweite HoGeSa-Großdemo war eine Enttäuschung für viele Teilnehmer. Dafür waren aber ein paar neue Gesichter dabei.

​Am Samstag fand in Hannover die zweite Großdemonstration der „Hooligans gegen Salafisten" statt. Die Polizei hatte die Demonstration ursprünglich verbieten wollen, weil sie ähnliche Ausschreitungen wie bei der ersten „HoGeSa"-Demo in Köln Ende Oktober erwartete. Das Verwaltungsgericht ließ schließlich doch eine Kundgebung zu, allerdings mit erheblichen Auflagen: Die Kundgebung musste an einem Ort bleiben, die Band „Kategorie C" durfte nicht auftreten, und, vielleicht am schlimmsten, es herrschte absolutes Alkoholverbot.

Die strengen Auflagen sorgten wohl mit dafür, dass sich schließlich nur etwas mehr als 2.500 Teilnehmer einfanden. Die Polizei war mit 5.000 Kräften im Einsatz, so dass die Kundgebung zu keinem Zeitpunkt außer Kontrolle geraten konnte—nicht mal, als die fast 6.000 Menschen zählende Gegenkundgebung in Sichtweite kam. Frustriert versuchten mehrere Teilnehmer die HoGeSa-Kundgebung schon vorher zu verlassen, nach dem offiziellen Ende der Demo kam es dann noch zu Rangeleien zwischen kleinen Hooligangruppen, Polizisten und Gegendemonstranten.