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Ich habe mich eine Woche komplett ohne Geld ernährt

Ich habe Pizza auf der Straße gefunden, und ja, ich habe sie gegessen.

Wisst ihr, wie viel Geld ihr jeden Tag für Essen ausgebt? Ich weiß es: 13,6 Prozent eures Einkommens. Jedenfalls ist das der durchschnittliche Anteil, den deutsche Haushalte für Ernährung auf den Kopf hauen. Bei VICE-Lesern dürfte der Anteil noch höher sein. Schlicht und einfach, weil ihr tendenziell jung seid, ergo ärmer, aber qua Alter auch ziemlich hungrig. Gemessen an der Vergangenheit ist das trotzdem schon ein riesiger Fortschritt: Laut derselben Statistik gingen im Jahr 1850 noch ganze 61 Prozent des Einkommens für Essen drauf. Wir sind also weit gekommen. Aber ist das wirklich schon weit genug? Ich glaube nicht.

Denken wir mal drüber nach: Ist es nicht eigentlich ein Skandal, dass wir überhaupt Geld für Essen ausgeben müssen? Nur um uns verdauliche Stoffverbindungen in den Mund zu schieben, die wir kurze Zeit später sowieso wieder ausscheiden. Wo bleibt der Mehrwert? Aus Investment-Sicht ist das Ganze eine Katastrophe. Aus zivilisatorischer Sicht sowieso. Tiere beschäftigen sich fast den ganzen Tag lang nur mit Essen, und wo hat diese Einstellung sie hingebracht? Richtig, wir machen jetzt auf industriellem Niveau unser Essen aus denen.

Ich behaupte, dass der Grad unserer Evolution sich daran misst, wie viel Mühe (und Geld!) es uns kostet, unsere Körper am Leben zu halten. Deshalb sollte das Ziel aller politischen Bestrebungen sein, dass niemand mehr irgendwas für seine Ernährung ausgeben muss. Stattdessen könnte der Staat zum Beispiel Säulen an allen größeren Kreuzungen aufstellen, aus denen oben Schläuche baumeln. Immer, wenn einen der Hunger packt, schlendert man zu so einer Säule, angelt sich einen Schlauch, setzt den an und bekommt sofort köstlichen und extrem nahrhaften Nährschleim à la Soylent in die Speiseröhre gepresst. Gratis, zeiteffizient, logisch. Welch herrliche Vorstellung! Und das Beste: Damit hätte man nicht nur das Essensproblem gelöst, sondern müsste sich auch nie wieder ein einziges Foodporn-Foto ansehen. Wer will schon das angelutschte Mundstück einer Soylent-Säule fotografieren? Eben.

Leider ist unsere Zivilisation auf diesem Gebiet rückständig. Kaum zu glauben, dass darauf noch niemand außer mir, diesem oft hungrigen VICE-Redakteur, gekommen ist. Ich musste also die Sache selbst in die Hand nehmen. Ich beschloss, mich eine Woche lang zu ernähren, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Ich würde mich dabei vor allem auf eine Fähigkeit verlassen, die ich während meines Studiums perfektioniert hatte: Schnorren.

Montag

Weil ich leider am Wochenende komplett verdrängt hatte, dass mein Experiment heute anfangen sollte, hatte ich überhaupt keine Vorräte angelegt. Ich hatte also praktisch nichts zu essen zu Hause. Schlecht für mich, aber gut für das Experiment. Ich musste sofort loslegen.

Am ersten Tag war das zugegebenermaßen viel zu einfach. Frühstück gab es zwar nicht, aber ich hatte mich an dem Tag zum Essen mit einer Kollegin verabredet. Als ich ihr erklärte, dass das leider ausfallen müsse, weil ich kein Geld ausgeben dürfe, lud sie mich zähneknirschend ein. Kann ich ja dann auch nichts für! Als ich also wohlgefüttert wieder an meinem Computer saß, trudelte schon die nächste gute Nachricht ein: Am Abend gab es für die ganze Firma ein Barbecue im Hof. Ich hatte mein Mittagessen fast noch nicht verdaut, da konnte ich mir schon wieder den Bauch mit Hähnchen, Würstchen und gegrillten Maiskolben vollschlagen.

Gut, ich musste mich dafür zwar den ganzen Abend mit Kollegen unterhalten, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Oder eben noch schnell einen Teller Tabbouleh.

Nahrung: Ein Stück Hackbraten mit Kartoffeln, eine Hähnchenkeule, eine Wurst, ein Maiskolben, diverse orientalische Beilagen, sechs Bier, eine Flasche Rotwein vom Grillen nach Hause mitgenommen.

Dienstag

Am Dienstag hielt meine Glückssträhne an. Zuerst brachte ein Kollege mir eine Schale selbstgemachte vegane Linsensuppe von zu Hause mit (ja, bei VICE wird der Rockstar-Lifestyle nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt). Außerdem war vom Abendessen vom Montag noch so viel übrig, dass der Büro-Grill mittags noch einmal angeschmissen wurde. Jetzt machte ich mir langsam Sorgen, dass dieses Experiment meine athletische Figur in Gefahr bringen könnte. Nachdenklich kaute ich auf einem Matcha-KitKat, das ich einem verreisten Kollegen vom Schreibtisch geklaut hatte.

Lecker lecker Linsensuppe!

Als ich gegen Abend aufbrechen wollte, schaute ich zur Sicherheit nochmal im Kühlschrank in der großen Küche vorbei und fand nochmal zwei tiefgefrorene Maiskolben und zwei Flaschen Bier. Da dieses Experiment in der Redaktion den Arbeitstitel "Mundraub" trug, fühlte ich mich völlig im Recht, als ich das Essen in meiner Laptop-Tasche verschwinden ließ. Falls der Besitzer des Bieres das liest: Es tut mir leid, ich darf das nicht ersetzen. Wenn ich jetzt im Nachhinein für das Zeug bezahlen würde, dann würde der Titel dieses Artikels nicht mehr stimmen, und meine journalistische Integrität wäre irreparabel beschädigt.

Nahrung: Eine Portion Linsensuppe, drei Cevapcici mit Couscous, ein Matcha-KitKat, zwei Maiskolben, zwei Bier.

Mittwoch

Am Mittwoch war ich immer noch so satt von den beiden Vortagen, dass ich bis nachmittags gar nicht ans Essen dachte. Dann fiel mir aber ein, dass ich mich langsam mal drum kümmern sollte. Leider hatten meine Kollegen meine Schnorrerei und die Diebstähle mittlerweile satt, so dass ich mein Netz wohl oder übel weiter auswerfen musste.

Sehr nützlich, wenn man kein Geld für Essen ausgeben will oder kann, ist—wie könnte es anders sein—das Internet. Ich meldete mich auf diversen Facebook-Seiten wie Free Your Stuff Berlin, Sharing is caring und Foodsharing Berlin an. Die ersten beiden sind zwar nicht auf Essen spezialisiert, aber es tauchen immer wieder mal Leute auf, die eine halbe Packung Toastbrot oder sechs Gurken zu verschenken haben.

Auf der Facebook-Seite von Foodsharing hatte leider seit Februar niemand mehr gepostet, dafür war die dazugehörige Webseite noch aktiv. Ich musste mir ein Profil anlegen, dann konnte ich die Telefonnummern der edlen Spender sehen, die zum Beispiel einen Haufen Biobrötchen, Kefir-Knollen oder, in einem Fall, "fertiges Rührei vom Hotelbüffet gestern" anboten. Die Brötchen waren aber zu weit weg, die Kefir-Knollen zu knollig, und die Annonce mit dem "Rührei von gestern" war leider schon drei Tage alt. Aber dann hatte ich Glück: Eine Frau namens Josephine hatte am selben Tag gepostet, sie hätte "viel Pizza (hauptsächlich Salami) eingefroren abzugeben". Was wollte ich mehr? Ich schickte ihr also enthusiastisch eine SMS und knurrte vorfreudig mit dem Magen.

Screenshot von foodsharing.de

Eine Stunde und zwei zunehmend quengeligere SMS später hatte sich Josephine aber noch nicht zurückgemeldet. Als ich schließlich all meinen Mut zusammennahm und sie direkt anrief, DRÜCKTE SIE MICH EINFACH WEG. Ich war außer mir. Warum verspricht man Menschen erst Pizza, nur um sie dann auflaufen zu lassen? Gründet Josephine in ihrer Freizeit NGOs, um Kinderdörfer in Burkina Faso mit Essen zu beliefern, nur um kurz vor dem Abflug alles selbst aufzuessen? Und dann Bilder von den leeren Schachteln an die Kinder zu whatsappen? Wahrscheinlich. Aber von Wut wird man nicht satt.

Berlin ist eine Kulturmetropole, und deshalb gibt es fast jeden Tag irgendeine Vernissage, Restaurant-Eröffnung oder einen Vortrag, wo man Häppchen abstauben kann. Aber heute war nicht mein Tag. Weder ich noch sonst jemand im Büro hatte irgendwelche hippen Events auf Facebook. Mittlerweile wäre ich für nur ein labbriges Lachsbrötchen bereit gewesen, jede Art von Veranstaltung zu ertragen: Ihr launcht einen Lifestyle-Blog, der gleichzeitig ein Sneaker ist? Geile Idee! Für diese Video-Installation hast du dich 40 Minuten lang mit deinem Vater über Steuerrecht unterhalten und dir dann deine Instagram-Followerzahl auf die Stirn tätowieren lassen? I love it! Aber es gab leider gar nichts.

Langsam war ich mit meinem Latein am Ende. Verzweifelt stieg ich in eine U-Bahn zum Hermannplatz, weil ein Kollege mir erzählt hatte, dass die Fleischfachverkäuferinnen im Feinkostladen unterm Kaufhof da immer besonders aggressiv Proben verteilen. Vielleicht lag es an der späten Stunde, vielleicht auch an meinem hungrigen Blick, aber mir wollten die Damen nichts anbieten. Ich musste schließlich selber fragen, ob ich mal ein Stück von dem Bergwürzschinken probieren darf. Die Frau gab mir das Stück mit einem solch misstrauischen Blick, dass ich danach schnell das Weite suchte. Beim Kaufhof am Alexanderplatz hatte ich ähnlich viel Pech: Alles war abgeräumt, nichts zu probieren.

In meiner Verzweiflung ging ich in den nächstbesten Späti, um Zigaretten zu kaufen, und während der Verkäufer sich umdrehte, ließ ich schnell einen Kinderriegel in meine Tasche gleiten. Ich schämte mich zwar ganz außerordentlich, aber immerhin hatte ich jetzt Nachtisch zu meiner Schinkenscheibe. Erschöpft ging ich nach Hause und früh ins Bett, um nicht mehr über Essen nachdenken zu müssen.

Nahrung: Eine Scheibe Schinken, ein Kinderriegel (sorry).

Donnerstag

Der Donnerstag war der absolute Tiefpunkt meiner Woche. Erstens wachte ich mit Migräne auf, und zweitens hatte ich immer noch nichts gegessen. Ich hatte aber auch zu starkes Kopfweh, um auf kreative Essensbeschaffungsmaßnahmen zu kommen. Wahrscheinlich würde ich einfach in meiner Wohnung verhungern und ich konnte nur noch darauf hoffen, dass die Nachwelt einen Preis für grenzgängerischen Journalismus nach mir benennt. Und alle würden ehrfürchtig raunen: "Er war wie Jenke von Wilmsdorff, nur dümmer."

Mitten in diesen Überlegungen bekam ich plötzlich eine Notification auf meiner Facebook-App: Jemand auf Free Your Stuff Berlin hatte Pizzas entdeckt! Auf der Straße! Und zwar nur knapp 25 Minuten Fußweg von mir entfernt! Ich hatte keine Wahl: Ich musste mir das anschauen, und zwar bevor ein Obdachloser das entdeckt!

Also machte ich mich trotz Migräne auf den Weg. Leider war es an dem Tag 30 Grad warm, und ich merkte sofort, dass ich viel zu lange kein Wasser mehr getrunken hatte. Eigentlich hätte ich jetzt gerne geschummelt und mir irgendwas zu trinken gekauft, aber ich hatte leider meinen Geldbeutel zu Hause vergessen. Es half nichts, ich musste mit trockener Kehle meinem ziemlich unattraktiven Mittagessen entgegenschlurfen.

Als ich an der Kronprinzenbrücke ankam, waren die Pizzen noch alle da. Meine anfängliche Freude wich schnell der Ernüchterung. Da lagen halt einfach so ein Dutzend Domino-Pizzen unter einer Brücke, manche waren halb, manche zu drei Vierteln angefressen.

Ich hatte keine Ahnung, wo die herkamen, wer sie dort warum abgelegt hatte und wie lange die schon bei 30 Grad herumgelegen hatten. Außerdem wäre ja auch gut möglich, dass irgendein Sozialfaschist die da ausgelegt hatte, um Obdachlose zu vergiften. Nach einigem Zögern griff ich mir trotzdem zwei intakte Pizzen (Salami und Schinken) und machte mich auf den Rückweg.

Als ich meine zweifelhafte Beute durch die heißen Berliner Straßen nach Hause trug, gingen mir dunkle Gedanken durch den Kopf. Was mache ich hier eigentlich? Was ist mit meinem Leben schiefgelaufen, dass ich jetzt Pizza von der Straße essen muss, nur damit irgendwelche Trottel im Internet was zu lachen haben? Warum zur Hölle habe ich nicht Medizin oder BWL studiert? Und: Sieht so die höhere Zivilisationsstufe, die ich erreichen wollte, aus?

Zu Hause angekommen musste ich mich sehr überwinden, aber dann aß ich die Pizza. Sie war labbrig, aber OK. Ich fühlte mich trotzdem beschmutzt, aber dafür hatte ich keinen Hunger mehr, und auch in den Stunden danach musste ich kein Blut kotzen. Im Grunde also ein voller Erfolg.

Nahrung: Zwei Domino-Pizzen.

Freitag

Als ich Freitag aufstand, war ich entschlossen, es nicht noch einmal so weit kommen zu lassen. Außerdem hatte mich das Leben auf der Straße am Vortag hart gemacht. Ich war zu allem bereit.

Sicheren Schrittes machte ich mich auf den Weg zu einem dieser hippen Hostels, von denen es in Berlin jedes Jahr mehr gibt. Im Frühstücksraum saßen ein paar Touristen, die Frau an der Bar war mit Kaffeemachen beschäftigt, und hinten im Raum stand das Buffet. Mein Plan war, mich erstmal hinzusetzen, als würde ich auf Freunde warten, so dass die Barfrau sich an mich gewöhnt, und dann zuzuschlagen.

Während ich so da saß, googelte ich nochmal schnell, was es mit dem "Mundraub" auf sich hat. Einige Kollegen waren so vage der Meinung gewesen, dass man straffrei davonkommt, wenn man kleine Mengen Essen für den eigenen Verzehr klaut. Eine schnelle Google-Suche ergab aber leider, dass es diese Lücke in Deutschland schon seit dem 1. Januar 1975 nicht mehr gibt. "Da der Diebstahl auch geringwertiger Sachen nunmehr zu den Vergehen gehört, ist eine erhebliche Verschärfung der Strafandrohung gegen jede Form des Ladendiebstahls eingetreten", schnarrte es aus der Wikipedia. Ich fühlte mich nicht mehr ganz so wohl in meiner Haut.

Aber ich musste es jetzt trotzdem durchziehen. Ich ging zum Buffet und steckte mir schnell zwei Waffeln, eine Brezel und ein Ei in die Tüte. Danach machte ich mich betont entspannt auf den Weg zum Ausgang, und kurze Zeit später war ich frei und im Besitz eines vollwertigen Frühstücks. Al Capone wäre stolz auf mich, meine Mutter nicht so.

Am Nachmittag hatte ich dann eine andere Sorte Mundraub vor: Ich wollte mithilfe der Seite mundraub.org in der Berliner Innenstadt auf Jagd nach Obst gehen. Tatsächlich funktioniert das ziemlich gut. Im Umkreis von 500 Metern um das Büro fand ich eine Apfelbaum, von dem ich mit etwas Mühe neun Äpfel runterholen konnte, und einen Holunderstrauch. Das ging also relativ glatt. Was den Zivilisationsgrad angeht, war ich mittlerweile aber wieder in der Zeit der Jäger und Sammler angekommen.

Das Obst warf ich alles zusammen in einen Topf (ohne den Ohrwurm, der aus einem der Äpfel gekrabbelt kam) und machte ein Kompott. Das schmeckte sogar ziemlich gut, und dazu trank ich den Wein, den ich am Montag beim Grillen hatte mitgehen lassen. Danach hatte ich zwar etwas Bauchweh, weil Fruchtkompott mit Rotwein überraschenderweise nicht die beste Kombination zum Abendessen ist, aber immerhin war ich nicht mehr hungrig. Es war ein würdiges Ende meines Experiments.

Nahrung: Ein Ei, eine Brezel, zwei Waffeln, neun Äpfel, eine Handvoll Holunderbeeren.

Fazit

Kein Geld für Essen auszugeben, ist gar nicht so schwer, wenn man in einem mindestens mittelgroßen Büro arbeitet und keine Probleme damit hat, seine Kollegen zu beklauen.

Wenn man auf sich allein gestellt ist, ist das schon deutlich schwieriger, und auf die Dauer wahrscheinlich ziemlich anstrengend. Wenn ich das Experiment länger gemacht hätte, hätte ich mich wahrscheinlich ernsthaft mit dem Containern auseinandersetzen müssen. Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt, dass die Deutschen jede Sekunde 313 Kilo genießbare Lebensmittel wegwerfen. Und, dass gleichzeitig immer noch eine halbe Million Kinder in diesem Land Hunger leiden.

Es kam mir nicht unbedingt so vor, als ob ich mit meiner Kombination aus Schnorren, Gaunerei und Obstsammeln wirklich eine höhere Zivilisationsstufe erreicht hätte. Als individueller Konsument ist das wohl auch unmöglich, egal wie fest die Bionade-Biedermeier daran glauben. Aber für die ganze Gesellschaft muss das nicht gelten.

Vielleicht könnte man darüber nachdenken, ob es wirklich so schwer für Städte und Kommunen wäre, Sammelstellen für nicht benötigtes Essen zu organisieren, wo Menschen, die es brauchen, sich einfach selbst eindecken können. In Berlin passiert im Moment zumindest noch das Gegenteil: Da versucht die Stadt aktiv, jede Art von privatem Foodsharing zu unterbinden. Als ein paar Aktivisten Kühlschränke aufstellten, um Essen für Bedürftige zu sammeln, drohte die Stadt ihnen mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro—aus Hygienegründen. Und das ist aus zivilisatorischer Sicht wirklich eine Katastrophe.