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150 Dinge, vor denen die schlausten Menschen der Welt Angst haben

Es gibt ungefähr 150 unterschiedliche Dinge, die den 151 wichtigsten Intellektuellen unseres Planeten den Schlaf rauben. Und wir haben sie alle gelesen, damit ihr das nicht machen müsst.

Brian Merchant

Brian Merchant

Einmal im Jahr bittet das Onlinemagazin Edge—die „schlauste Website der Welt“, geleitet von Wissenschaftsimpresario John Brockman—Wissenschaftler, Autoren und Akademiker nach ihrer Meinung zu einer Frage. In diesem Jahr war diese Frage „Worüber sollten wir uns Sorgen machen?“. Die Idee war, aufkommende Probleme in den Wissenschaften, Technologie und Kultur zu identifizieren, von denen noch nicht viele gehört hatten.

Antworten kamen in diesem Jahr unter anderem von Präsidenten der Royal Society, Nobelpreiträgern, berühmten Science-Fiction Autoren, Nassim Nicholas Tabeb, Brian Eno und so einigen anderen Physikern, Psychologen und Biologen. Die Liste ist lang. So Romanlänge lang. Es gibt ungefähr 150 unterschiedliche Dinge, die den 151 wichtigsten Intellektuellen unseres Planeten den Schlaf rauben. Und ich habe sie alle gelesen, damit ihr das nicht machen müsst: Hier ist die gebuzzfeedte Version mit der Kernaussage, dem Titel oder der Zusammenfassung der Ängste aus jedem einzelnen der Essays. Falls irgendetwas von dem hier unten euch auch Kopfzerbrechen bereitet, lest den Rest.

Was lässt die schlausten Leute der Welt nachts nicht schlafen? Hier die Antworten:

1. Die Ausbreitung chinesischer Eugenik.—Geoffrey Miller, Evolutionspsychologe

2. Unvorhersehbare Ereignisse („black swan events“) und die Tatsache, dass wir uns noch immer auf Modelle beziehen, von denen bewiesen wurde, dass sie falsch sind.—Nassim Nicholas Taleb

3. Dass wir nicht in der Lage sein werden, Viren zu bekämpfen, indem wir lernen, wie wir sie über den error catastrophe threshold treiben.—William McEwan, Molekularbiologe

4. Dass sich Pseudowissenschaft noch stärker verbreitet.—Helena Cronin, Autorin, Philosophin

5. Dass das Zeitalter der beschleunigten Technologie uns mit seinen fragwürdigen Möglichkeiten überfordern wird.—Dan Sperber, Sozial- und Kognitionswissenschaftler

6. Wirkliche apokalyptische Ereignisse. Die ansteigende Zahl der Ereignisse mit niedriger Wahrscheinlichkeit, die zur totalen Zerstörung der Gesellschaft führen könnten.—Martin Rees, ehemaliger Präsident der Royal Society

7. Der Rückgang der wissenschaftlichen Berichterstattung in Zeitungen.—Barbara Strauch, Wissenschaftsredakteurin der New York Times

8. Implodierende Sterne, der mögliche Einsturz der Sonne und die Probleme des menschlichen Es, die uns davon abhalten, diese Probleme zu lösen.—John Tobby, Gründer der Evolutionsbiologie

9. Dass das Internet das Schreiben ruiniert.—David Gelernter, Informatiker in Yale

10. Dass schlaue Menschen—wie die, die bei Edge schreiben—nicht politisch aktiv werden.—Brian Eno, Musiker

11. Dass es ein neues, supernova-artiges Finanzdesaster geben wird.—Seth Lloyd, Professor für Quantenmechanik am Massachussetts Institute of Technology

12. Dass Suchmaschinen Wahrheitsvermittler werden.—W. Daniel Hillis, Physiker

13. Der Mangel an begehrenswerten Partnern ist etwas, über das wir uns Sorgen machen sollten, denn „es ist der Grund für einen großen Teil menschlicher Heimtücke und Brutalität.—David M. Buss, Psychologieprofessor an der University of Toronto

14. „Ich mache mir Sorgen darüber, dass unsere Technologie dabei hilft, den Nachkriegskonsens gegen Faschismus zu beenden.“—David Bodanis, Autor, Futurist

15. Dass wir weiterhin böse Wörter als Tabus sehen.—Benhamin Bergen, Kognitionswissenschaftler der Union of Concerned Scientists

16. Datenentrechtung—David Rowan, Redakteur bei Wired UK

17. Dass digitale Technologien unsere Geduld aufzehren und unsere Zeitwahrnehmung verändern.—Nicholas G. Carr, Autor

18. Eine „Unterbevölkerungsbombe“—Kevin Kelly, Korrespondent für Wired

19. Dass die Finanzierung für große Experimente ausläuft und sie nicht umgesetzt werden.—Lisa Randall, Physikerin in Harvard

20. „Ich mache mir Sorgen darüber, dass sich unsere Fähigkeit, zwischen wichtigen und trivialen Problemen zu unterscheiden, verringert, aufgrund der Zunahme der Möglichkeiten zur Problembehebung durch unsere Technologien.“—Evgeny Morozov, Redakteur für Außenpolitik

21. Nicht so viel. Ich fahre Motorrad ohne Helm.—J. Craig Venter, Genomwissenschaftler

22. Katharsis ist eine transzendente Erfahrung der Freude—wie lautete nochmal die Frage?—Andrian Kreye, Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung

23. „Ich habe es aufgegeben, Fragen zu stellen. Ich gleite einfach auf einem Tsunami der Akzeptanz für alles, was das Leben mir entgegenschmettert...und staune über Dummheit.“ (komplette Antwort)—Terry Gilliam

24. „Wir sollten uns über ein neue Ära des Anthropozäns Sorgen machen—nicht nur, als geologisches Phänomen, sondern auch als kulturellen Rahmen.“—Jennifer Jacquet, Professorin für Umweltstudien an der New York University

25. Kulturelles Aussterben und die Tatsache, dass die Arbeiten eines finsteren Schriftstellers aus der Karibik nicht genug Aufmerksamkeit bekommen könnte.—Hans Ulrich Obrist, Kurator der Serptine Gallery

26. Die Gefahr, versehentlich Jochbögen anzupreisen.—Robert Sopolsky, Neurowissenschaftler

27. Dass wir aufhören werden, zu sterben.—Kate Jeffery, Professorin für Verhaltensneurowissenschaft

28. Dass es da draußen unendlich viele Universen gibt, wir aber nur in der Lage sind, das in dem wir leben zu untersuchen.—Lawrence M. Krauss, Physiker/Kosmologe

29. Die zunehmende Verbreitung von Anti-Intellektualismus und das Ende des Fortschritts. „Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte eine einzige, globale Zivilisation. Wenn sie scheitert, scheitern wir alle zusammen.“—Tim O'Reilly, CEO und Gründer von O'Reilly Media

30. Wir sollten uns über diverse „moderne“ Staaten Sorgen machen, die, unter praktischen Gesichtspunkten, von Verbrechen geprägt sind: Staaten, in denen Gesetzesentwürfe und Gesetze von Kriminellen beschlossen werden, und, noch schlimmer, durch eine offizielle und „legale“ Demokratie legitimiert werden.—Eduardo Salcedo-Albarán, kolumbianischer Philosoph

31. „Wir sollten uns darüber Sorgen machen, dass im Großteil der Wissenschafts- und Technologiewelt nur fünf Hauptmodelle für Wahrscheinlichkeit benutzt werden—dabei gibt es mehr Wahrscheinlichkeitsmodelle als es reale Zahlen gibt.“—Bart Kosko, Informationswissenschaftler

32. „Es ist möglich, dass wir seltene, vergängliche Bewusstseinsfleckchen in einer gefühllosen, kosmischen Wüste sind, die einzigen Zeugen ihrer Wunder. Es ist auch möglich, dass wir in einem universalen Meer aus Empfindung leben, umgeben von Ekstase und Zwietracht, die von uns beeinflusst werden können. Als empfindungsfähige Lebewesen sollten beide Möglichkeiten uns Sorgen machen.“—Timo Hannay, Verleger

33. Männer.—Helen Fisher, Biologieanthropologin

34. Die soziale Medien-fikation des wissenschaftlichen Arbeitens.—Michael I. Norton, Professor an der Harvard Business School

35. Die tiefgreifende Arroganz der Menschheit.—Jessica L. Tracy, Psychologin

36. Dass Technologie die Demokratie bedroht.—Haim Harari, Physiker

37. Macht euch keine Sorgen—es wird nichts Außergewöhnliches passieren.—Bruce Sterling, Science-Fiction Autor

38. Gegenseitig sicher gestellte Zerstörung.—Vernor Vinge, Mathematiker, Informatiker, Autor

39. „Die Ablenkung intellektueller Bemühungen von Innovation hin zu Ausbeutung, die Zerstreuung von unaufhörlichen Kriegen, die Verbreitung von Fundamentalismus“ könnten uns in ein dunkles Zeitalter führen.—Frank Wilczek, Physiker am Massachusetts Institute of Technology.

40. Wir brauchen Institutionen und kulturelle Normen, die uns besser machen als wir oft sind. Es scheint mir so, als wäre es unsere größte Herausforderung im Moment, diese zu kreieren.“—Sam Harris, Neurowissenschaftler

41. „Ich mache mir Sorgen darüber, dass wir Quantenphänomene nicht wirklich verstehen.“—Lee Smolin, Physiker

42. Dass Amerikaner homogenisieren und ihre Sichtweise von einem normalen Verstand in die ganze Welt exportieren.—P. Murali Doraiswamy, Professor für Psychiatrie

43. Die Zukunft der wissenschaftlichen Publikationen.—Marco Iacoboni, Neurowissenschaftler

44. Dass die neue digitale Öffentlichkeit gar nicht so öffentlich ist.—Andrew Lih, Professor für Journalistik

45. „Ich fordere weiterhin, dass wir uns nicht nur um ein einzelnes Problem, sondern um alle möglichen Probleme 'Sorgen' machen sollten.“—Richard Foreman, Dramatiker und Regisseur

46. Stress.—Arianna Huffington, Aggregationistin extraordinaire

47. „Wir sollten uns Sorgen darüber machen, dass die Wissenschaft uns noch nicht näher zur Heilung von Krebs gebracht hat.“—Xeni Jardin, Boing Boing

48. Dass wir buchstäblich den Kontakt zur physischen Welt verlieren.—Christine Finn, Archäologin

49. „Wir sollten uns alle über die klaffende psychologische Schlucht zwischen der Menschheit und der Natur Sorgen machen.“—Scott Sampson, Dinosaurier-Paleontologe

50. Dass wir zu stark miteinander verbunden sein werden.—Gino Segre, Physiker und Astronom

51. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Joseph LeDoux, Neurowissenschaftler

52. „Was mir Sorgen macht ist, dass wir uns mehr und mehr in inkompetente Systeme verstricken, das bedeutet Systeme, die pathologisches Verhalten aufweisen, aber sich selbst nicht reparieren können.“—John Naughton, Redakteur von Edge

53. Zu viel Pärchenbildung.—Steven Stragatz, Professor für Angewandte Mathemtik an der Cornell University

54. Dass das Internet am Ende existierenden Machtstrukturen nützt und nicht der Gesellschaft insgesamt.—Bruce Schneier, Sicherheitstechnologe


55. Dass das Thema von Edge dieses Jahr nicht gut war.—Kai Krause, Software-Pionier

56. Dass wir das Ende der Fundamentalwissenschaft miterleben werden.—Mario Livio, Astrophysiker

57. Das Paradox von materiellem Fortschritt—Rolf Dobelli, Journalist und Autor

58. Dass wir am Ende wie Ratten in einer Blauen-Murmel-Falle stecken bleiben.—Gregory Benford, Physiker und Astronom

59. Dass die Menschheit aufhören wird, genau zu hinzusehen.—Ursula Martin, Informatikerin

60. „Was mir Sorgen macht ist die fortlaufende 'Vergrauung' der Weltbevölkerung, die global ungleichmäßig, aber weit verbreitet ist.“—David Berreby, Journalist und Autor

61. “Wir sollten uns Sorgen machen um die wachsende Dominanz der Forth [pop] Culture und wie sie uns alle direkt oder indirekt betreffen wird.—Bruce Parker, Dozent

62. Der zukünftige Kampf zwischen Ingenieuren und Druiden.—Paul Saffo, Technologieprognostiker

63. „Als jemand, der einigermaßen engagiert ist, den Tod unseres Sonnensystems und damit die Entropie unseres Universums herbeizuholen, glaube ich, dass die Frage, worüber wir uns Sorgen machen sollten, am Ende irrelevant ist.“—Bruce Hood, Mondo Bummer

64. Knappkeit von Wasserressourcen.—Giulio Boccaletti, Physiker

65. Dass wir „unartikuliert in der Moderne verloren sind. Viele von uns scheinen das Ende von etwas zu spüren, vielleicht eine vergebliche Sinnlosigkeit in unserer Moderne.“—Stuart A. Kauffman, Professor für Biologie, Physik und Astronomie

66. „Ich mache mir Sorgen um die verpassten Möglichkeiten, wenn wir den Teenagern der Welt Zugang zu Bildung verweigern.“—Sarah-Jayne Blakemore

67. Erweiterte Realität.—William Poundstone, Journalist

68. Dass riesige Datenmengen und die neuen Medien das Ende von Fakten bedeuten.—Victoria Stodden, Informatikjuristin und Professorin für Statistik

69. Dass wir zu viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen.—Marcel Kinsbourne, Neorologe

70. Dass eine Idiokratie aufzieht.—Douglas T. Kenrick, Psychologe

71. Dass die Lücke zwischen Nachrichten und Verstehen sich verbreitert.—Gavin Schmidt, NASA Klimatologe

72. „Ich mache mir Sorgen darum, dass wir noch keine Diskussion über eine Entwicklung hin zur Normalisierung von Bildschirmen in Spielzimmern und Kindergärten hatten.“—Sherry Turkle, Psychologin an Massachusetts Institute of Technology

73. „Dass wir irrational ungeduldig in Bezug auf Wissenschaft werden.“—Stuart Firestein, Professor, der so hart arbeitet, wie er verdammt nochmal kann

74. Dass wir uns Hoffnungen auf interstellare Weltraumreisen machen, denn das wird einfach nicht passieren.—Ed Regis, Wissenschaftler

75. Dass die globale Kooperation scheitern wird und wir nicht wissen, warum.—Daniel Haun

76. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Joel Gold, Psychiater

77. „Ich mache mir mehr Sorgen um die Generationen von Kindern, die nicht das einzigartige menschliche Geschenk einer langen, beschützten, stabilen Kindheit haben.“—Alison Gopnik

78. Dass synthetische Biologie außer Kontrolle geraten wird.—Seirian Sumner, Verhaltensbiologin

79. Der Tod der Mathematik.—Keith Devlin, Mathematiker

80. Dass wir zu viele Fähigkeiten an Maschinen outsourcen werden.—Susan Blackmore, Psychologin

81. „Wir sollten uns Sorgen wegen Internetsilos machen. Sie machen uns dumm und feindselig.“—Larry Sanger, Mitgründer von Wikipedia

82. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Gary Klein, Wissenschaftler bei MacroCognition

83. Dass die menschliche Rasse den Willen zu Überleben verliert.—Dave Winer, Blogger und RSS-Software-Pionier

84. Der Testosteronüberschuss aufgrund der Kluft zwischen den Geschlechtern in China.—Robert Kurzban, Psychologe

85. „Eine Sorge, die noch nicht auf der wissenschaftlichen oder kulturellen Tagesordnung steht, sind die Rechte bezüglich neuralen Datenschutzes.“—Melanie Swan, System-Level-Denkerin, Futuristin

86. Armageddon.—Timothy Taylor, Archäologe

87. Es gibt nichts, worüber wir uns Sorgen machen müssen, obwohl der Large Hadron Collider noch keine neuen Erkenntnisse gefunden hat.—Amanda Gefter, Redakteurin

88. „Worüber ich mir am meisten Sorgen mache, ist die Tatsache, dass wir mehr und mehr die formalen und informalen Brücken zwischen verschiedenen intellektuellen, mentalen und humanistischen Weltanschauungen verlieren.“—Anton Zeilinger, Physiker

89. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Donald D. Hoffman, Kognitionswissenschaftler

90. Die wachsende Lücke zwischen der wissenschaftlichen Elite und der wissenschaftlich „gehandicapten“ Mehrheit.—Leo M. Chalutpa, Augenarzt und Neurobiologe

91. „Ich mache mir Sorgen wegen der Aussicht auf kollektive Amnesie.“—Noga Arikha, Ideenhistorikerin

92. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Brian Knutson, Psychologe

93. Dass wir die Dynamiken unserer aufstrebenden, globalen Kultur nicht verstehen.—Kirsten Bomblies, Organismus- und Evolutionsbiologin

94. „Wir sollten uns Sorgen machen, dass wir Lust als Hauptantrieb für die Reproduktion unserer Spezies verlieren.“—Tor Norretranders, Wissenschaftsjournalist

95. Dass wir uns über alles zu viele Sorgen machen, außer über fiktive Gewalt.—Jonathan Gottschall, Anglist

96. „Wir sollten uns Sorgen machen über die Konsequenzen unseres wachsenden Wissensschatzes über die Gründe von Krankheiten und die Konsequenzen für menschliche Freiheit.“—Esther Dyson, IT-Journalistin

97. Natürlicher Tod.—Antony Garrett Lisi, Theoretischer Physiker

98. „Was mir Sorgen macht, ist, dass die Debatte zu Gender-Unterschieden immer noch zwischen Natur vs. Erziehung polarisiert. Manche Leute in den Sozial- und Geisteswissenschaften wollen es so darstellen, als würde die Biologie absolut keine Rolle spielen. Dabei wissen sie offensichtlich nichts von den wissenschaftlichen Funden, die das Gegenteil beweisen.“—Simon Baron-Cohen, Psychologe

99. Der Niedergang des Gelehrten.—Daniel L. Everett, Linguistikforscher

100. Der unausweichliche Eingriff von soziopolitischen Kräften in die Wissenschaft.—Nicholas A Christakis, Arzt

101. „Ich mache mir Sorgen darum, wer im Wissenschaftsspiel mitspielen darf—und wer nicht.“—Stephon H. Alexander, Physiker

102. „Die Tatsache, dass so viele Menschen in einer Art und Weise leben, dass sie kleine Schicksalsgemeinschaften bilden und den Rest als Bedrohung ihrer Lebensweise und Werte sehen, ist Besorgnis erregend, weil diese zeitgenössische Form des Tribalismus, und die ihn stützenden Ideologien, den Menschen die Möglichkeit nimmt, komplexe und querschneidende Wechselwirkungen zu erkennen—auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene—und die Menschen sich dabei ihrer Rolle als Schaffende von Langzeit-Bedrohungen ihres eigenen Wohlergehens und dem Anderer entziehen.“—Margaret Levi, Politologin

103, 104. Dass wir nicht in der Lage sein werden, effektive Synergien zu erleichtern.—Stephen M. Kosslyn, Robin S. Rosenberg, Psychologen und Fans von Synergien

105. Ich mache mir keine Sorgen, dass Künstliche Intelligenzen die Welt regieren werden.—Andy Clark, Philosoph und Kognitionswissenschaftler

106. Die posthumane Geographie, die daraus resultiert, dass Roboter alle unsere Jobs übernommen haben.—David Dalrymple, Forscher am Massachusetts Institute of Technology

107. Dass Aliens eine Gefahr für die menschliche Zivilisation darstellen.—Seth Shostak, Astronom vom SETI

108. Dass die Rolle von Mikroorganismen bei Krebs ignoriert wird, wegen der Sequenzierungsstrategien, die momentan in der medizinische Gemeinschaft angewandt werden.—Azra Raza, Ärztin

109. Dass die sozialen und moralischen Intuitionen der Menschheit technologischen Prozess aufhalten werden.—David Pizarro, Psychologe

110. „Die Illusion von Wissen und Verständnis, die daraus entstehen kann, dass Informationen so einfach und schnell verfügbar sind.—Tania Lombrozo, Psychologin

111. Das Ende von Notimpfungen.—Adam Alter, Psychologe

112. Die explosiv wachsende Zahl von illegalen Drogen.—Thomas Metzinger, Philosoph

113. Aberglaube.—Matt Ridley, Wissenschaftsjournalist

114. Dass historisch etablierte Institutionen technologischen Fortschritt verhindern werden.—Paul Kedrosky, Redakteur

115. Dass „in ein oder zwei Generationen Kinder zu Erwachsenen heranwachsen, die nicht zwischen Realität und Phantasie unterscheiden können.“—Mihaly Csikszentmihalyi, Psychologe

116. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Virginia Heffernan, Nachrichtenkorrespondentin bei Yahoo

117. „Wir sollten uns darüber Sorgen machen, wie wir die Weisheit finden, neue Entwicklungen zu navigieren, zum Beispiel unsere Möglichkeiten zur kostengünstigen Herstellung von menschlichem Gewebe verbessern, synthetische Gehirne heranzuzüchten, unsere alten Eltern von Robotern pflegen zu lassen, unsere Kinder vom Internet ausbilden zu lassen.“—Luca de Biase, Journalist

118. Dass die Genomik uns nicht weiterhelfen wird, wenn es um psychische Störungen geht.—Terrence J. Sejnowski, IT-Neurowissenschaftler

119. „Was mich nachts wirklich nicht schlafen lässt, ist die Tatsache, dass wir auf eine Krise in den tiefsten Fundamenten der Physik hinsteuern. Der einzige Ausweg scheint eine komplette Revision der grundlegenden physischen Prinzipien.“—Steve Giddings, Theoretischer Physiker

120. „Der Besorgnis erregenste Aspekt der Gesellschaft ist die niedrige Bereitschaft, dem Verhalten normaler Menschen zu misstrauen.“—Karl Sabbagh, Autor und Fernsehproduzent

121. „Viele Leute machen sich Sorgen, dass es nicht genug Demokratie in der Welt gibt. Ich mache mir Sorgen, dass wir vielleicht niemals über Demokratie hinausgehen.“—Dylan Evans, CEO von Projection Point

122. Nicht Bevölkerungszuwachs, sondern Wohlstandszuwachs—die Aussicht, dass die gesamte Welt bald so konsumiert wie die Amerikaner und Menschen im Westen.—Laurence C. Smith, Geograph

123. Dass wir anfangen, Technologie wie Magie zu behandeln.—Neil Gershenfeld, Physiker am Massachusetts Institute of Technology

124. Der Anstieg genomischer Instabilität.—Eric J. Topol, Professor der Genomik

125. Dass die Machthaber und Firmen bald in der Lage sein werden, die Gedanken von den Leuten zu lesen.—Stanislas Dehaene, Neurowissenschaftler

126. Dass die Wirtschaft nicht mehr weiter wachsen wird.—Satyajit Das, Finanzexperte

127. „Ich mache mir Sorgen, weil ich glaube, dass freie Imagination überbewertet ist und das Risiken birgt.“—Carlo Rovelli, Theoretischer Physiker

128. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—James J. O'Donnell, Humanist

129. Dass wir uns zu viele Sorgen machen.—Robert Provine, Neurowissenschaftler

130. Dass wir nicht genug Roboter für die ganzen Jobs, für die wir sie in den kommenden Jahrzehnten brauchen, haben werden.—Rodney A. Brooks, Roboteringenieur

131. Dass wir keinen Plan B haben, wenn das Internet unausweichlicherweise einbricht.—George Dyson, Wissenschaftshistoriker

132. Die Singularität. Dass wir „überraschend zufrieden darüber sind, dass unser Leben sich verändert. Worüber wir uns Sorgen machen sollten, ist die Tatsache, dass wir uns keine Sorgen machen.“—Max Tegmark, Physiker am Massachusetts Institute of Technology

133. „Es gibt Gewissheiten, von denen wir wissen, und Ungewissheiten, von denen wir wissen. Aber worüber wir uns Sorgen machen sollten, sind die Ungewissheiten, von denen wir nicht wissen.“—Gary Marcus, Kognitionswissenschaftler

134. Dass das Gehirn nicht in der Lage ist, die meisten wichtigen Probleme zu verstehen.—Daniel Goleman, Psychologe

135. „Wir sollten uns darüber Sorgen machen, dass Wissenschaftler die Suche nach dem Richtig oder Falsch aufgegeben haben und danach, welche Werte zum Erblühen der Menschheit beitragen, weil die Recherche-Werkzeuge dafür ins Internet gekommen sind.“—Michael Shermer, Publizist, Skeptic Magazine

136. Der Verlust unserer kollektiven Wahrnehmung und unseres Bewussteins.—Douglass Rushkoff, Medienanalyst

137. Der Fall des Science Heros.—Roger Highfield, Intendant der Science Museum Group

138. Dass wir nicht in der Lage sind, das „gute Leben“ zu beschreiben.—David Christian, Historiker

139. Elektrisches Tätowieren auf Facebook und darüber hinaus.—Juan Enriquez

140. „Regulatory capture durch den Staat—also der Fuchs, der auf das Hühnerhaus aufpasst, zum Beispiel die Ölindustrie oder Kohlegewinnung.—Charles Seife, Professor für Journalistik

141. „Die prekäre Unfähigkeit der Gesellschaft, über Ungewissheiten zu räsonieren.“—Aubrey De Grey, Gerontologin

142. Dass Wissen zu schnell wird.—Nicholas Humphrey, Dozent an der London School of Economics

143. Das „Horrorszenario“ der fundamentalen Physik.—Peter Woit, Mathematischer Physiker

144. Die Homogenisierung der menschlichen Erfahrung.—Scott Atran, Anthropologe

145. Dass wir nicht in der Lage sein werden, alles zu verstehen.—Clifford Pickover, Mathematikjournalist

146. Dass wir uns zu viele Sorgen machen und unsere Sorgen in schädliche „Verpackungen kleiden“.—Mary Catherine Bateson, emeritierte Professorin

147. Dass wegen des Klimawandels, des Ressourcenmangels, Drohnen oder aus anderen unvorhergesehenen Gründen ein großer Krieg entstehen wird.—Steven Pinker, Psychologe

148. Dummheit.—Roger Schank, Psychologe

149. Ich habe aufgehört, mir wegen der Frage des freien Willens Sorgen zu machen, weil sie niemals beantwortet werden wird.—Howard Gardner, Kognitionswissenschaftler, Pädagoge und Neurologe

150. Dass Wissenschaft die Gefahr birgt, zum Feind der Menschheit zu werden.—Colin Tudge, Biologe und Redakteur bei New Scientist

151. Dass wir nicht in der Lage sein werden, ohne das Internet zu leben.—Daniel C. Dennet, Philosoph