Politik

Die Saarland-Wahl erklärt in 10 Tweets

Wahl im Saarland und die ARD bringt einen Inzest-Tatort. Humor haben sie.
27.3.17

Gestern hat das Saarland gewählt. Das Saarland ist das kleine Bundesland, das unten an Rheinland-Pfalz dranhängt. Normalerweise taucht es eigentlich nur dann in den Medien auf, wenn man einen Waldbrand in Australien erklären will ("Der Waldbrand in Australien vernichtete eine Fläche, dreimal so groß wie das Saarland").

Aber da die Bürger des Saarlands nunmal gestern gewählt haben, und weil im Moment alle sehr nervös sind, was Wahlen angeht (wir haben ja in den USA gesehen, was passiert, wenn man da mal nicht aufpasst), ist das Saarland plötzlich in aller Munde.

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Auch, weil das Wahlergebnis dort überraschend un-trendy ist: Bundesweit streicht die SPD ein Umfragehoch nach dem anderen ein, aber im Saarland hat man sich klar für die CDU entschieden. Und zwar mit soliden 40,7 Prozent. Die SPD kam dagegen nicht mal auf 30 Prozent (29,6) und muss sich deshalb jetzt von allen Seiten anhören, der Schulz-Effekt sei endgültig verpufft bzw. der Schulz-Zug an die Wand gefahren. Als Nächstes kommt die Linke mit 12,9 Prozent, dann die AfD mit 6,2, die damit den Einzug in den Landtag geschafft hat. Nicht geschafft haben es die Grünen (4,0), die FDP (3,3) und die Piraten (0,7). Unter den Hashtags #ltwsaar2017 und #saarltw nahm das Erklär-Wettrennen seinen Lauf:

Der Star des Abends ist die alte und neue Ministerpräsidentin, Annegret Kramp-Karrenbauer*

*Auch wegen ihres total unsperrigen Namens.

Die CDU feiert in ganz Deutschland, dass der "Schulz-Effekt" nicht eingetreten ist

Aber auch andere haben das bemerkt:

Es hagelt dermaßen viele Schulz-Zug-Sprüche, dass es den ersten schon wieder auf die Nerven geht:

Kleiner Dämpfer: Die Saar-AfD, die als besonders radikal gilt, hat es knapp geschafft.

Die Grünen dafür nicht. Ist aber eh nur das Saarland, finden sie.

Die wirklich gute Nachricht: die Wahlbeteiligung.

Auch im Tatort fand die Saarland-Wahl ein Echo:

Vielleicht ist es aber auch alles gar nicht so wichtig

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