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Kunst

Die Concentric Squares von Frank Stella werden durch Licht-Skulpturen animiert

Mit 3.500 PE-Bällen und 500 LED-Lichtern hat Betty Rieckmann der geometrischen Kunst des berühmten US-Malers neues Leben eingehaucht.
15.12.14
Betty Rieckmann steht vor ihrer Licht-Installation A Morphing Frank Stella

„“. Bilder mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin

Betty Rieckmanns künstlerisches Tribut A Morphing Frank Stella durchdringt die berühmten, monochromatischen Concentric Squares des US-amerikanischen Malers mit Licht und Bewegung. Ihre langsam wechselnden Farbkombinationen drängen Stellas Konzept in die Welt der Kinetik. Rieckmann kombiniert so ihren Ansatz, dass „Licht die reinste Form der visuellen Kunst“ ist mit Stellas Ideen des Vierecks als „betäubende Kraft“ mit „erniedrigender Wirkung“.

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Rieckmann beschreibt, dass sie in ihrem Bestreben, ihr „Lichtbild“ zu realisieren, einsah, dass ihr Werk eine dreidimensionale Form benötigen würde. Sie suchte dafür zunächst Inspiration in den revolutionären roten Lichträumen von James Turrell. „Seine Räume verloren ihre dreidimensionale Form und erschienen wie bunte Leinwände“, erklärt Rieckmann in der Projektbeschreibung. „Ich benutze dieses Phänomen auf jeder Ebene meines Projekts, wodurch die Tiefenwahrnehmung verloren geht und die Skulptur wie ein Bild aussieht.“

Durch dieses Mashup an künstlerischen Einflüssen betont A Morphing Frank Stella, wie wunderschön illusorisch Geometrie kombiniert mit Licht sein kann. Was Stellas chromatischen Vierecke in Rieckmanns Projekt aber erst wirklich zum Leben erweckt, ist die Vergänglichkeit der Farben. „Durch die Auswahl verschiedener Farbkombinationen springen die verschiedenen Rahmen des Werks  in den Vorder- oder den Hintergrund (Rot springt nach vorne, Blau nach hinten).“

 A Morphing Frank Stella, 2014

Seit ihrer ersten Ausstellung 2007 hat Rieckmann sich mit verschiedenen Formen der Lichtkunst beschäftigt. Beim polnischen Light Move Festival 2013 z.B. zeigte sie das Werk Life Inside An Armadillo, für das sie 3.500 PE-Bälle und 500 LED-Lichter innerhalb von Edelstahlblechen installierte. Außerdem führte Rieckmann die Besucher in ihre Lollipop Worlds, eine Kollektion von bunten Kugeln, die sich jede Nacht in „lichtdurchlässige Planeten“ verwandelten. Zuvor hatte sich die Künstlerin mit ihrer Skulptur Seeking The White bereits an den platonischen Theorien der Vollkommenheit versucht, in der Installation Silent Communications mit Morsecode den auf hoher See Verstorbenen Tribut gezollt und für den LED-Fabrikanten Lumitronix Illusionen aus Aluminium namens Embodiment of Brilliance produziert.

>> Besucht hier die Website von Betty Rieckmann
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