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Wurst

Stiftung Warentest: Ist die Salami sicher?

Spoiler: Man fand weder Pferd noch Eselfleisch.

von Munchies Staff
28 Oktober 2016, 2:38pm

Bild via Imago

Nichts legt sich der deutsche Bürger lieber auf sein Brot, 2,6 Kilo im letzten Jahr allein, aus dem Supermarkt und in Plastikverpackungen. Stiftung Warentest hat 19 Exemplare untersucht und fand kein Gammelfleisch oder Salmonellen, keine Tiere, die nicht in der Wurst zu finden sein sollten. 50 Cent für 100 Gramm, so viel kosten die Eigenmarken der Discounter, überraschend gut sind da doch die Ergebnisse. Aldi und Edeka, Kaufland und Penny, Lidl und Alnatura, Stiftung Warentest hat sie alle untersucht (die volle Liste hier).

Dabei suchten die Tester nach Schadstoffen, Keimen, Listerien, Salmonellen—aber auch ganz gezielt nach Fleisch von Pferd oder Esel. Man hat anscheinend aus der Vergangenheit gelernt. Auch der Geschmack war Teil des Tests. Acht Salamis erhielten am Ende die Note „gut", acht waren noch „befriedigend", zwei mochten die Tester nicht. Grundsätzlich gilt hier: Je teurer die Salami, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie auch gut ist. Testsieger waren die „Wiltmann Feinschmecker-Salami" und „BioLust Bio Salami 1a", was bei den wohlklingenden Namen nicht verwundern kann. Die „Landsalami" von Reals Eigenmarke „TiP" und „Zimbo-Gourmet-Salami" waren die beiden Sorten, bei denen Stiftung Warentest Sorge hatte. Bei der „TiP"-Salami fanden sich zu viele Keime, sodass sie dumpf riecht und bitter schmeckt, sie war die zweitschlechteste im Test. Bei „Zimbo" gab es einen hohen Gehalt an Mineralöl in der Wurst, das wohl vom Paraffinöl kommt, mit dem der Hersteller den Kunstdarm behandelt. Wenn diese Beschreibung nicht Lust auf mehr macht. Na, den Testern gefiel es nicht, sie vergaben ein „Mangelhaft".

Und wenn ihr es bis hierher geschafft habt, hat Stiftung Warenstest noch einen Profi-Tipp, wie man die Qualität des Fleisches einfach erkennt. Wichtig für den Geschmack ist eine lange Reifezeit. Dabei verliert die Wurst Wasser, wird also leichter. Wenn mehr als 120 Gramm Wurst eingesetzt werden, um am Ende der Reifung 100 Gramm zu haben, dann spricht das dafür, dass es ein Produkt ist, was lange gereift ist.

Wenn das keine Information ist, die man einem anderen Menschen an der Wursttheke schön unter die Nase klugscheißen kann. Viel Spaß dabei.