WTF

Kellner täuscht tödliche Krankheit vor – für Trinkgeld

Da kam schon einiges zusammen.
4.1.17

Jeder kompetente Kellner wird dir bestätigen, dass sein Job vor allem darin besteht, Kunden zu umgarnen: Stell deinen Charme an, verkauf diese Flasche Wein, wirb für das Tagesgericht, flirte ein bisschen (oder ein bisschen mehr), lach über die schlechten Witze und bekomm am Schluss das begehrte Trinkgeld,das du dringend zum Leben brauchst.

Natürlich ist es ein schmaler Grat zwischen umgarnen und schwindeln, allerdings empfiehlt es sich nicht gerade, für mehr Trinkgeld einfach eine Krebserkrankung zu erfinden. Klar, wer kein Gewissen hat, kann das gern probieren, doch es bleibt das Risiko, dass man auffliegt und gefeuert wird. So ist es Jason Kisner, Kellner bei der amerikanischen Restaurantkette Olive Garden ergangen.

ARTIKEL: Warum sich das gesamte Internet über dieses passiv-aggressiven Trinkgeld-Trick aufregt

Wie der lokale Nachrichtensender WREG berichtet, wurde er entlassen, als herauskam, dass er ziemlich großzügiges Trinkgeld von seinen Kunden angenommen hatte, nachdem er ihnen vorgegaukelt hatte, dass er sich einer Krebsbehandlung unterziehen müsste, wie einige seiner Kunden erzählen. Das Problem: Kisner leidet nicht an Krebs, sondern wahrscheinlich eher an einer unheilbaren Arschlochitis.

Die Restaurantkette hat eine Erkrankung Kisners zwar weder bestätigt noch dementiert, ihn aber unverzüglich gefeuert. Wir haben bei Olive Garden um Kommentar gebeten und eine Presseerklärung erhalten, in der es heißt, dass sein Verhalten „unvereinbar mit unseren Unternehmenswerten ist und er nicht mehr für uns arbeitet." Zu diesem unvereinbaren Verhalten gehörte wohl auch, dass er von Kunden 125 Dollar [umgerechnet circa 120 Euro] angenommen hatte, die ihm aufrichtigglaubten, dass er das Geld für seine Krebsbehandlung bräuchte.

Außerdem hat Olive Garden versprochen, dass sie „die betroffenen Gäste kontaktieren und ihnen die 125 Dollar zurückerstatten" werden.

Bevor Kisner gefeuert wurde, haben Zeugen mitgehört, wie er bei Kollegen damit prahlte, dass er 100 Dollar Trinkgeld bekommt. Eine weitere Kundin erzählte, dass er extra laut seufzte, als er von seiner angeblichen Krebstherapie erzählte. Sein Vorstrafenregister umfasst unter anderem Ladendiebstahl und unrechtmäßigen Besitz eines Fahrzeugs.Auch wenn es keine Straftat ist, jetzt kann er noch etwas der Liste hinzufügen:das Ausnutzen der Großzügigkeit anderer.