Ein Zelda-Gamer hat alle 900 versteckten Samen-Items gefunden – und wird dafür von Nintendo verhöhnt
Pressebild: Zelda, Nintendo
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Ein Zelda-Gamer hat alle 900 versteckten Samen-Items gefunden – und wird dafür von Nintendo verhöhnt

172 Stunden hat es gedauert, alle Rätsel zu lösen und die Samen zu sammeln. Doch als der Redditor endlich am Ziel war, passierte nicht das, was er erwartet hätte.
15.3.17

Stille Wasser sind tief und dreckig. Obwohl Nintendo stets um ein familienfreundliches Image bemüht ist und peinlich genau auf politische Korrektheit achtet, ist der japanische Videospiel-Konzern zugleich für seinen schrägen Humor berüchtigt. Von ulkigen Werbeclips bis hin zu völlig verrückten Produktionen, in denen die Chefetage des Unternehmens durch Puppen ersetzt wurde, gab es in den vergangenen Jahren einige Belege für die weniger hüftsteife Seite des Gaming-Urgesteins.

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Einen besonders fiesen Witz erlaubte sich Nintendo nun jedoch im neuen Zelda-Game Breath of the Wild. Das Anfang März für Wii U und Nintendo Switch veröffentlichte Open-World-Abenteuer wirft Spieler in eine riesige Welt, die Beschäftigung für dutzende Stunden bereithält. Die vielleicht aufwendigste Sisyphos-Aufgabe für Perfektionisten stellt dabei das Sammeln sogenannter Korok-Samen dar, mit denen das Inventar der Spielfigur erweitert werden kann. Insgesamt 900 Stück davon sind in der mehrere Quadratkilometer großen Spielwelt versteckt. Um einen Samen aufzuspüren, muss jeweils ein kleines Rätsel gelöst werden.

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Nach knapp zwei Wochen ist es nun dem ersten Spieler gelungen, diese Sammlung zu vervollständigen. Ein Kunststück, das von Entwickler Nintendo entsprechend gewürdigt wird – sollte man zumindest meinen. Tatsächlich gibt es allerdings weder einen Geldregen noch eine mächtige Waffe, wie Reddit-Nutzer xFateAwaitsx mit einem Screenshot beweist. Die Belohnung ist vielmehr … ziemlich beschissen.

Die „Belohnung": Ein Kackhaufen. Vergoldet zwar, aber abseits davon ein völlig unbrauchbares Item, dessen einzige Funktion es ist, den Spieler zu verspotten. Mission erfüllt.

Die Reaktionen der Gamer fallen dann auch unterschiedlich aus. Während viele Zocker Nintendos „Mut" loben, fühlen sich andere wiederum regelrecht um ihre Belohnung betrogen oder äußern Vermutungen, das kleine Häufchen hätte womöglich eine geheime Funktion. Diesen Hoffnungen nahm Redditor xFateAwaitsx aber bereits den Wind aus den Segeln: Das „übelriechende Freundschaftsgeschenk" sei vollkommen nutzlos. Insgesamt 172 Stunden habe er dafür in The Legend of Zelda: Breath of the Wild investiert.

Scheiße gelaufen.