held des spieltags

Held des 25. Spieltags: Zlatko Junuzovic

Werder Bremen hat zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder einen 3:0-Sieg eingefahren – und das ausgerechnet gegen RB Leipzig. Das haben sie vor allem ihrem Kapitän Zlatko Junuzovic zu verdanken.
20.3.17
Foto: Imago

Zlatko Junuzovic und der SV Werder Bremen. Das ist eine Liaison, die seit der Saison 2011/12 am Laufen ist. Nicht immer erfolgreich, dafür aber intensiv. Zwar geht es häufiger gegen den Abstieg als um internationale Plätze, doch der grün-weißen Nummer 16 scheint die Herausforderung zu gefallen. Verantwortung und Druck? Kein Problem für Junuzovic, der in der Vergangenheit besser dotierte Angebote anderer Klubs ablehnte und seinen Vertrag bei Werder verlängerte. Seit dem Ausfall von Clemens Fritz führt der 1,72m-Mann die Bremer als Kapitän aufs Feld und das überaus erfolgreich. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen, zehn Zähler Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz. Werder Bremen scheint mal wieder rechtzeitig in Form zu kommen. Genauso wie Junuzovic, der am Wochenende seine beste Saisonleistung abrief.

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Held des 25. Spieltags ist Zlatko Junuzovic, weil …

… er seit dem 7. Spieltag endlich mal wieder ein Tor erzielt hat.

… er mit 11,98 km die meisten aller 20 Feldspieler abriss.

… Werder unter seiner Regie das erste Mal seit fünf Jahren einen 3:0-Sieg feierte.

… der Österreicher erst RB abschoss und im Nachhinein erklärte, er trinke selber vor jedem Spiel eine Dose.

… sein Volley-Hammer zum 1:0 so viel Spin hatte wie der legendäre Roberto-Carlos-Freistoß.

… seine Passquote mit 59% zwar eher bescheiden war, seine Schussquote dafür aber umso beeindruckender. Torschüsse: 1, Tore: 1.

… er die „Ösi-Festspiele" mit seinem Fernschuss eröffnete. Seine Landsmänner Florian Grillitsch und Florian Kainz trafen zum 3:0-Endstand. Drei österreichische Torschützen in einem Spiel hatte es in der Bundesliga zuvor noch nie gegeben.

… er die von Clemens Fritz übernommene Kapitänsbinde nicht als Bürde empfindet und seitdem groß aufspielt.

… Werder Bremen auch dank des starken Junuzovic vier der letzten fünf Spiele gewinnen konnte – also genauso viele Siege einfuhr wie in den 20 Spielen davor.

… er in den letzten vier Spielen auf drei verschiedenen Positionen spielte und sich somit ganz in den Dienst der Mannschaft stellt.

… seine Freistoß-Variante, die zum 2:0 führte, rotzfrech und absolut glaubwürdig geschauspielert war. Alle hatten mit einer hohen Flanke gerechnet.

… er versprach, zur Feier des Tages Kaiserschmarrn für die Mannschaft zu machen.