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Anarchie und Hitlergruß: Das GTI-Treffen eskaliert diesmal schon eine Woche vor Beginn

Im Netz kursieren derzeit Aufnahmen, die abermals ein schlechtes Licht auf das Wörthersee-Treffen werfen. Wenn auch früher als gewohnt.
15.5.17
Screenshot via facebook.com/alpineroadtrips

Sexy Car-Wash, Hau den Opel, Gummi-Gummi: Das GTI-Treffen ist eigentlich fast zu wahr, um gut zu sein. Trotzdem – oder gerade deshalb – musste man es irgendwie immer lieben. In den letzten Jahren gab es jedoch immer mehr Kritik am Event: Vom "Wörthersee-Chaos" war etwa 2016 Rede. Das weltbekannte Treffen drohe zu einem Ballermann-Ersatz zu verkommen, um die Autos gehe es längst nicht mehr.

Und auch 2017 eilt dem Wörtherseetreffen ein unliebsamer Ruf voraus – buchstäblich. Social Media nach zu urteilen hat Kärnten nämlich mehr als eine Woche vor dem offiziellen GTI-Kick-off auf totalen Sodom-und-Gomorra-Modus umgestellt. Gott steh uns bei.

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Aktuell wird rund um den Wörthersee das "Vortreffen" abgehalten – eine Art wochenlanges Warm-up, das sich an eingefleischte Seefahrer richten soll. Ein Vorfall, der sich am Samstagabend ereignete, macht derzeit in Videoform die Runden und zählt seit Veröffentlichung fast eine halbe Million Views.

Zu sehen ist ein Zivilstreifenwagen, der trotz Blaulicht von der Menge aufgehalten und beschädigt wird. Die Verursacher werden laut Polizei bereits gesucht. GTI-Fans äußern sich in den Kommentaren verärgert und vermuten schon das baldige Ende des Treffens, das mit derartigem Verhalten eingeläutet werden könnte. Jedenfalls hätten solche Menschen Schuld am schlechten Image der Szene, heißt es.

Weitere Videos halten wiederum fest, wie etwa der Straßenrand zum Mülleimer umfunktioniert wurde und wie toll Autos brennen können, während andere Besucher noch via Facebook versuchen, eine Fahrerflucht aufzuklären. Es ist kein schönes Bild, das das GTI-Treffen gerade von sich selbst malt. Und es hat noch nicht mal angefangen.

Ein inzwischen gelöschtes Facebook-Posting zeigte darüber hinaus einen Mann in dunkler Uniform dabei, wie er die Hand zum Hitlergruß erhoben haben soll. Unter dem vielfach gelikten Posting fanden sich unter anderem Kommentare wie "Adolf ist zurück, sehr gut!" Wie ORF.at berichtet, ermittelt die Polizei in diesem Fall bereits wegen Wiederbetätigung.

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