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Gesundheit

Warum du ruhig mehr Geld für gutes Essen ausgeben kannst

Es lohnt sich! Eine neue Studie beweist: Je mehr du für Essen ausgibst, desto gesünder bist du.

von Wyatt Marshall
29 Januar 2016, 3:57pm

Foto: imago | Action Pictures

Das Verhältnis zu Obst, Gemüse und Bioprodukten – kurz, den teureren Optionen im Supermarkt – ist oft ein gespaltenes: Natürlich will man sich gesund ernähren, aber der Blick aufs Konto lässt einen schnell wieder an der Entscheidung zweifeln. Und überhaupt: Wie viel Bio steckt wirklich in Bio? Lohnt es sich überhaupt, mehr Geld für Essen auszugeben?

Gute Nachrichten für alle, die sich gern mal einen sündig teuren Smoothie gönnen und überhaupt mehr Kohle für Lebensmittel auf den Kopf hauen: Einer neuen Studie zufolge sind Menschen, die mehr Geld für Essen ausgeben, auch gesünder. Die ganzen Biosupermärkte, die wie Pilze aus dem Boden schießen, haben also gar nicht mal so unrecht.

Die Studie wurde von Forschern am medizinischen Forschungszentrum des Hospital del Mar in Barcelona durchgeführt; Teilnehmer waren 2.181 spanische Männer zwischen 25 und 74 Jahren. Ergebnis: Wer mehr für Lebensmittel ausgibt, ernährt sich gesünder, vor allem mit mehr Obst und Gemüse. Dadurch sank folglich das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Teilnehmer waren körperlich und geistig fitter.

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Kommt jetzt aber auch nicht so überraschend, oder? Billiges Fertigessen und Fast Food sind nun mal eher ungesund. Und wer sich strikt nach der Mittelmeerdiät ernährt, gibt eben unweigerlich mehr aus als für ein Sparmenü bei MacDonald's. Aber selbst mit nur einem minimal höheren Budget kann man etwas für seine Gesundheit tun.

„Wenn die durchschnittlichen Ausgaben für Nahrungsmittel um 1,40 Euro erhöht werden, führt das dazu, dass pro Person und pro Tag 74 Gramm mehr Gemüse und 52 Gramm mehr Obst konsumiert werden", so Helmut Schröder, einer der Autoren der Studie. „Gleichzeitig führt eine Minimierung des durchschnittlichen Lebensmittelbudgets um 0,06 Euro zu 121 Gramm weniger Gemüse und 94 Gramm weniger Obst. Dafür werden in diesem Fall mehr Backwaren und Fast Food konsumiert."

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Die Forscher hoffen nun, dass ihre Daten der Gesundheitspolitik dabei helfen können, Aktionspläne für eine gesunde Ernährung für alle Einkommensschichten zu entwerfen. Der Glaube, dass gesund gleich teuer ist, hält sich seit Jahren hartnäckig. Ärmere Menschen entwickeln häufiger Übergewicht oder Diabetes. Wenn aber schon mickrige zwei Euro einen Unterschied machen, könnte man beim nächsten Einkauf ja mal drüber nachdenken …