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Restaurant Confessionals

Ich habe einem Kunden sein Essen serviert und er ist daran gestorben

Im Heart Attack Grill essen Leute mit über 160 kg Körpergewicht gratis und wenn sie nicht aufessen, versohlt man ihnen den Hintern.

von Anonym
09 Juli 2015, 11:45am

Willkommen zurück zu den Restaurant Confessionals, wo wir den Leuten aus der Gastronomie eine Stimme geben, die ansonsten viel zu selten zu Wort kommen. Hier erfährst du, was sich hinter den Kulissen in deinen Lieblingsrestaurants so alles abspielt. Dieses Mal erzählt uns eine Kellnerin aus dem Heart Attack Grill in Las Vegas, ein „Breastaurant", in dem Kunden mit über 160 kg gratis essen, von ihrem Job. Der erste Pressesprecher des Restaurants, Ernie Hart, starb 2013 an einem Herzinfarkt und „Big Mike", das aktuellste Gesicht der Marke, musste zurücktreten, nachdem er einen Herzstillstand ohne Todesfolge erlitt.

Ich mache den Job jetzt schon seit einigen Jahren. Das Trinkgeld ist ganz gut und es macht mir Spaß. Viele Mädchen wollen hier arbeiten. Wir sind als heiße Krankenschwestern verkleidet, aber es gibt nicht wie bei Playboy oder Hooters ein Casting, sondern einfach nur ein Bewerbungsgespräch mit dem Besitzer und eine Probeschicht mit den restlichen Mitarbeiterinnen, um die Teamfähigkeit zu testen.

Man muss nicht dünn sein—ein Mädchen wog um die 135 kg. Mädchen kommen von Hooters hierher und sind ganz überrascht: Ich darf hier zu Mittag essen? Keiner wiegt mich ab? Keiner schaut, ob meine Shorts zu eng sind? Der Druck ist einfach nicht so hoch.

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Der Besitzer ist ein bisschen speziell. Er schaut sich von jeder, die sich bewirbt, das Facebook-Profil an. Wenn es privat ist, glaubt er, dass sie etwas zu verbergen hat. Wenn sie raucht und trinkt oder den Mittelfinger zeigt, wirst sie sofort aussortiert. Einer Freundin habe ich den Tipp gegeben, vor ihrer Bewerbung ihr Facebook-Profil aufzuräumen, hat sie aber nicht gemacht. Sie bekam nie eine Antwort.

Bei der Arbeit ist man ständig von Alkohol umgeben und Kunden bieten einem regelmäßig Getränke an. Der Besitzer möchte natürlich nicht, dass seine Kellnerinnen sich während der Schicht betrinken. Hunderte von Mädchen bewerben sich, aber die, die genommen werden, kann man an einer Hand abzählen.

Unsere Kunden nennen wir Patienten und wenn sie ihr Essen nicht aufessen, versohlen wir ihnen den Hintern mit einem Holzpaddel. Das mach ich am liebsten—ich haue sie, bis ihre Ärsche lila werden. Die Kunden danken mir, weil es schneller als eine Therapie und günstiger als eine Domina ist. Wenn wir den Leuten nicht mehr den Hintern versohlen dürften, würde ich kündigen. Ernsthaft.

Unsere Kunden nennen wir Patienten und wenn sie ihr Essen nicht aufessen, versohlen wir ihnen den Hintern mit einem Holzpaddel. Das mach ich am liebsten—ich haue sie, bis ihre Ärsche lila werden. Die Kunden danken mir, weil es schneller als eine Therapie und günstiger als eine Domina ist.

Manchen Typen gefällt es ein bisschen zu gut. Sie wollen, dass jede Krankenschwester sie schlägt. Sie kommen rein und fragen: Können wir einfach das Krankenhaushemd anziehen und versohlt werden? Wir bezahlen auch dafür. Nein, Mann! Wir sind ein Restaurant. Ein Typ, den ich verhaute, umarmte mich danach und griff mir dabei an den Arsch. Das geht echt gar nicht.

Dass die Kunden das Krankenhaushemd tragen, nimmt unser Boss sehr ernst. Wenn jemand auf einem Foto keins anhat, wird er sauer.

Kunden, die 160 kg oder schwerer sind, essen gratis. Wir wiegen sie auf einer Personenwaage in der Mitte des Restaurants ab. Um die zehn Leute kommen pro Tag vorbei und wollen einen gratis Burger, manchmal auch Obdachlose—keine Ahnung, wie die so dick geworden sind! Manchmal sind sie ein bisschen schüchtern, wenn es ums Abwiegen geht, aber man kann es ohnehin nicht verbergen, wenn man 200 kg wiegt.

Wenn sie argumentieren, dass ich doch sehe, wie dick sie seien, dann sage ich zu ihnen: Es ist mir scheißegal, ob Sie dick sind oder nicht. Sie müssen über160 kg auf die Waage bringen. Ob sich manche Gewichte in die Taschen stecken, weiß ich nicht. Ich taste sicher niemanden ab!

Wenn sie supernett sind und das Zielgewicht ganz knapp nicht erreichen, geben ich ihnen irgendeine Sauce oder so in die Hand, damit sie es schaffen. Der schwerste Mann, den ich je gewogen habe, wog 322,5 kg und die schwerste Frau 312,5 kg. Wir hatten sogar zwei Paare auf einem Doppeldate, die allesamt über 350 Pfund wogen. Stammkunden kommen hier jede Woche für ein kostenloses Abendessen vorbei.

Manche Leute kommen herein, nur um zu sehen, wie Dicke gewogen werden. Sie fragen: Wann kommen die Dicken? Ich sage immer, Wenn sie Hunger haben. Das ist hier kein Zirkus! Wir mussten eine zweite Waage draußen hinstellen, weil so viele Leute einfach nur hereinkamen, um sich abwiegen und ein Foto zu machen zu lassen und dann nichts bestellten. Die Waage draußen ist mittlerweile der beliebteste Spot für Fotos auf der Fremont Street. Und die Leute in der Bar nebenan, in die ich in meiner Pause auch manchmal gehe, beobachten das.

Das Essen in unserem Restaurant macht wirklich fett. Als ich anfing, trank ich jeden Tag ein paar Schlücke Butterfat Shake—nicht einmal einen ganzen Shake—und ich nahm 3,5 kg in zwei Monaten zu. Kein Shake hat einen höheren Fettgehalt als unserer.

Um die zehn Leute kommen pro Tag vorbei und wollen einen gratis Burger, manchmal auch Obdachlose—keine Ahnung, wie die so dick geworden sind!

Alle unsere Getränken enthalten sehr viel Zucker. Einmal bestellte ein Typ einen Quadruple Burger und eine Cola light—wie bitte? Das haben wir nicht mal. Manche Kunden kommen herein und sagen, sie haben Diabetes und können deshalb keine zuckrigen Getränke trinken. Dann frage ich sie: Möchten Sie ein Glas Wasser? Und sie antworten: Nein, dann nehme ich einen Shake! Einen Butterfat Shake! Sowas verstehe ich einfach nicht.

Ich habe schon drei Mal die Rettung für Kunden, die einen Herzinfarkt hatten, gerufen. Zuhause habe ich mich dann ziemlich beschissen gefühlt. Ich habe einem Kunden sein Essen serviert und er ist daran gestorben. Mittlerweile rede ich mir aber ein, dass das alles erwachsene Menschen sind, die für sich selbst verantwortlich sind. Sie haben sich entschieden, hier zu essen. Die Kinder, die mit Fast Food vollgestopft werden, tun mir aber voll leid.

Von einem Typen, John Alleman, haben wir die Urne hinter der Bar. Er kam ein Jahr lang jeden Tag hierher zum Mittagessen und hatte dann draußen vor der Tür einen Herzinfarkt. Er war Security irgendwo auf der Fremont Street und erzählte allen, wie toll er unser Restaurant fand. Wir bezahlten ihn nicht einmal dafür. Nachdem er gestorben war, brachte seine Familie die Urne zu uns. Schon komisch.

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Solche Vorfälle werden nicht unter den Teppich gekehrt—der Besitzer findet nicht, dass das schlechte Presse sei. Er hat sich damit seinen Ruf aufgebaut: Kommt hierher, wir geben euch einen Herzinfarkt! Manchmal holt er für Videos Johns Asche heraus. Er sagt: Hier sind unsere Aschen, das sind unsere Opfer!

Oh Mann!

Aufgezeichnet von Samantha Rea.

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