Während weiterhin minütlich neue Informationen um den noch immer unklaren Hintergrund der Bombenexplosionen in Brüssel bekannt werden, steht eines fest: Das Brüsseler Mobilfunknetz ist hoffnungslos überlastet. Der amtierende Vize-Minister Alexander De Croo appelliert deshalb an seine Landsleute:
„Kommuniziert bitte über WiFi. Benutzt Facebook, Twitter und Whatsapp. Vermeidet Anrufe. Die Brüsseler Mobilfunknetze sind ausgelastet.”
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Auch das Krisenzentrum des belgischen Innenministeriums fordert die Menschen auf, keine Anrufe zu tätigen, um die Leitungen für Anrufe von Opfern und Angehörigen freizuhalten:
Unter der Notrufnummer 1771 können diese aktuelle Informationen und Hilfe vom Krisenzentrum bekommen, allerdings war die Leitung zwei Stunden nach den Explosionen bereits zusammengebrochen:
Derweil hat das landesweite Telekommunikationsunternehmen Telenet seine über die Stadt verteilten, normalerweise nur für die eigenen Kunden verfügbaren WiFi-Hotspots allen Smartphone-Nutzern geöffnet, um einen vollständigen Zusammenbruch der Kommunikationskanäle zu verhindern:
Unglücklicherweise verstopfte der Andrang daraufhin aber auch das Netzwerk von Telenet, worauf das Unternehmen mit dem Ratschlag reagierte, am besten SMS zu senden:
Doch auch Textnachrichten dürften an den kritischen Punkten der Stadt wie dem Flughafen Zaventem derzeit nicht ohne Verzögerung durchgestellt werden. „Zu anderen Hochzeiten, wie bei Konzerten, können wir im Voraus Maßnahmen treffen. Hier handelt es sich, selbstverständlich, um ein unerwartetes Ereignis”, erklärte ein Sprecher des größten belgischen Telekommunikationsanbieters Proximus, der trotzdem empfiehlt, weiterhin kurze Textnachrichten zu verschicken, und ebenfalls öffentlichen Zugang zu seinen WiFi-Hotspots einrichten möchte:
Bei Ereignissen, die ein hohes Kommunikationsaufkommen erwarten lassen, setzen Mobilfunkanbieter für gewöhnlich zusätzliche Netztechniker ein und installieren mobile Sendetürme vor Ort, um zusätzliche Netzkapazitäten freizuschaufeln.
WebsiteHomepage-Titelbild: Brüsseler Polizisten sperren eine Straße in der belgischen Hauptstadt ab. Bild: Eric Herchaft, Imago.
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