Foto via NRK P3
Letzte Woche hat „der einzige Rapper, der ohne Stift die Geschichte neu schreibt“, die Geschichte mit einem Handy neugeschrieben, indem er sein zwölftes Studioalbum Magna Carta Holy Grail über eine App für das Samsung Galaxy releaste. Nicht jeder mag das Album, aber jeder möchte darüber sprechen. Also, lasst uns das tun.
Es ist schon ein paar Jahre her, dass Jay-Z beschloss, der angesehenste HipHop-Künstler der Welt zu werden, und die Mittelklasse dazu brachte, inflationär die N-Bombe zu droppen, ohne dafür gescholten zu werden. Während Jay im Radio rauf und runter läuft, müssen wir uns manchmal daran erinnern, dass er kein Geschäftsmann ist. Er ist ein verdammtes Geschäft. Und ich will mich wirklich nicht in sein Business einmischen, aber verdammt noch mal, ich habe lang genug dabei zugeschaut, wie er den Rest der Welt verarscht.
Jay-Z hat ein paar gute Alben abgeliefert und sicherlich hart für seinen Erfolg gearbeitet, aber irgendwie scheint er gegen faire Urteile immun zu sein. American Gangster klingt wie das Album eines aggressiven Psychopathen im Hochsicherheitsgefängnis. The Blueprint III war im Grunde nur ein schwaches Indie-Album für Tupperparty-Muttis, die sonst Scouting for Girls hören. Magna Carta Holy Grail ist … OK, aber auf keinen Fall ein Klassiker. Im Prinzip hat er dreimal hintereinander A Weekend In The City gemacht, aber alle tun so, als hätte er Silent Alarm rausgebracht.
Die Wahrheit ist, Jay macht schon lange keine Musik der Musik wegen mehr. Collision Course—der Unfall zwischen seinem Black Album und Linkin‘ Park—ist nicht passiert, weil Jay das Linkin-Park-Album Hybrid Theory in seinem Range Rover abgefeiert hat. Er hat das gemacht, weil er ein Meister darin ist, sein Logo auf lukrative Geschäfte und Marketingdeals zu kleben, die für den gewöhnlichen Rocawear-Fan zwar neu, aber auch gewöhnlich genug klingen. Dabei sind das genau kalkulierte Geschäftsentscheidungen, um ihn bei einem Massenpublikum bekannt zu machen, seine Taschen zu füllen und seine Position an der Spitze der 1% zu erhalten.
Da Jay-Z reicher als einige kleine Länder ist und weil die #NewRules der Rapwelt nicht von den selben kommerziellen Heinis angeführt werden sollte, gegen die Rap einst rebellierte, werfen wir jetzt einen gemeinsamen Blick auf den Geschäftsmann Shawn Carter und seine Mission, uns das Geld aus den Taschen zu ziehen.
Auf Noisey könnt ihr einige Gründe lesen, die es einem schwer machen, Jay-Z zu mögen. Klickt dafür einfach hier oder auf dieses wunderschöne Jay-Z-Blau (ja, er hat eine eigene Farbe).

