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Musik

Danzig

30.6.10

Ok, Danzig ist nicht bahnbrechende Neuentdeckung, die dich vor Stolz einnässen lässt, weil du sie als erstes auf deinem Blog gepostet hast. Danzig war schon da als dein Blog noch nicht da war. Danzig war sogar schon lange da als das verdammte World Wide Web noch nicht mal da war. Bevor das hier in einer kritischen Abhandlung über digitale Kommunikation endet, nur so viel. Wir müssen hier über Danzig schreiben, weil wir seit Tagen nichts anderes hören als das neue Danzig-Album.Kannst du dich noch an die Zeit erinnern, in denen du zum ersten Mal eine Platte aufgelegt hast und sofort wusstest, dass du auch in zwanzig Jahren noch vor ihnen in die Knie gehen wirst? A propos, „Lucifuge“ ist mittlerweile zwanzig Jahre alt. „Danzig“ sogar zweiundzwanzig. „Deth Red Sabaoth“, das neunte reguläre Studioalbum, ist vor wenigen Tagen bei AFM Records erschienen, und auch wenn man bei all dem unnötigen Plunder, den Glenn Danzig zwischenzeitlich meinte veröffentlichen zu müssen, nicht unbedingt davon ausgehen konnte: man wird heute und auch in zwanzig Jahren davor in die Knie gehen müssen. Es klingt stellenweise sogar vitaler als die ersten Alben, hat bessere Misfits-Momente als alles was von den post-Glenn Danzig-Misfits jemals zu hören war und ist ab sofort und ohne Widerrede eines der besten Comebackalben des Jahres. Wenn du jetzt immer noch den Captured Tracks-Veröffentlichungsplan der nächsten zwei Wochen auswendig lernen willst, dann ist dir nicht zu helfen.