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Tinder lässt dich deine Geschlechtsidentität jetzt frei wählen

Statt bloß "Mann" und "Frau" gibt es mit einem Update viele neue Optionen für das Geschlecht.

von Fabian Herriger
16 November 2016, 8:45am

Foto: Screenshot Tinder

Stell dir vor, du heißt "Thorsten", aber alle Menschen würden dich tagein, tagaus immer nur "Tobias" oder "Thomas" nennen. Das würde sich ziemlich ignorant anfühlen, oder? Dann stell dir bitte vor, du wärst intersexuell, aber bei Tinder musst du dich entscheiden: entweder "Mann" oder "Frau".

Ein passendes Wort für das eigene Ich tragen zu können, sollte in unserer Gesellschaft der Standard sein. Tinder erlaubt seinen Usern nun endlich, das sein zu dürfen, was sich richtig anfühlt.

Ein Update erlaubt den Usern in den USA, Kanada und Großbritannien, als Geschlecht nicht mehr nur zwischen "Mann" und "Frau" auszuwählen. Tinder führt 39 neue Geschlechtsoptionen wie trans, androgyn, bigender oder pansexuell ein. Fühlt sich jemand zu den bestehenden Identitäten nicht zugehörig, bleibt immer noch die Option eine "custom identity" anzugeben, bei der man seinen eigenen Begriff angeben kann.

Die unter "I Am" ausgewählte Geschlechtsidentität wird von Tinder für den Algorithmus genutzt, der die Vorschläge generiert. Ob man seine Identität auch öffentlich sichtbar auf seinem Profil zeigen möchte, kann jeder selbst entscheiden.

Foto: Tinder

Mit dem Update will Tinder damit aufhören, Transgender-Menschen zu diskriminieren. Immer wieder wurden diese in der Vergangenheit von anderen Usern gemeldet und ihre Accounts sogar gesperrt. Jetzt können Transgender, Transfrauen und -männer und viele weiteren Identitäten ihre Geschlechtszugehörigkeit bei Tinder benennen und können sich besser vor den diskriminierenden Attacken anderer User schützen.

Wann das Update in Deutschland erscheint, ist noch nicht bekannt. Aber Vorsicht! Falls unter euren momentanen Matches potentielle Liebhaber sind, beeilt euch besser mit einem Treffen. Das Update hat gestern auch dazu geführt, dass bei vielen Usern alle Matches gelöscht wurden.

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