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Hier noch mal die Transkription des O-Tons: “Now the fact that a leprechaun can win the Battle Royal, gain the ability to speak FROM SANTA CLAUS … if that’s not the weirdest thing in WWE this year, then that tells me a whole lot about 2000 and eleven in the WWE.” (Ja, Booker sagt wirklich “2000 and eleven” statt “2011″.) Wahre Worte gelassen ausgesprochen. Wenn euch jemals wieder jemand mit der Plattitüde kommt, Wrestling wäre früher doch viel besser gewesen, weil die Performer da wenigstens noch Charakter und gute Storys hatten, könnt ihr fortan zumindest auf die Beispiele aus diesem Clip referenzieren und der Person für ihre attitüdenbeladene Ahnungslosigkeit unverhohlen ins Gesicht spucken.Als Randbemerkung möchte ich erwähnen, dass mir die Einzugsmusik von “Good Old JR” Jim Ross (der Boomer Sooner Fight Song der University of Oklahoma) jedesmal Plüschherzen im preußischen Stechschritt vors innere Auge zaubert und mich wünschen lässt, ich hätte auch so einen Hut, nur damit ich ihn bei diesem Lied abnehmen und schwenken kann. (Da fällt mir ein, ich habe sogar einen ähnlichen Cowboyhut aus Texas mitgebracht, aber seit dem Post-Wrestlemania-Raw in Houston nicht mehr aufgesetzt. Was für eine Scheißschande!)
Ich erspar euch an dieser Stelle das vor Fremdscham glührote Rap Battle, das nach dem letzten Video käme, und mach stattdessen lieber beim Hutziehen weiter. Denn so übel die diesjährigen Slammys auch waren – und sie waren sehr übel –, die folgenden drei Videos haben allesamt verdient, dass ihr euer Haupthaar für sie freilegt und euren Kopf in Ehrfurcht vor ihnen verneigt. Sie sind so etwas wie die unerbittlichen Soldaten, die inmitten der Schlacht von Iwo Jima die Flagge der Hoffnung hissen – und so den Grundstein für ein War Memorial der Wrestling-Welt legen, das bestimmt heller strahlen und länger bestehen wird als die Verfehlungen der 2011 Slammy Awards. Lange lebe die Sports Opera!
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Gott ist das ansteckend. Als nächstes kommt CM Punks Tribute an John Laurinaitis – ironisch, retrochic und eigentlich durchwegs selbsterklärend. Hintergrundinfo: John Laurinaitis war früher als Johnny Ace selbst aktiver Wrestler und hat dereinst den Ace Crusher erfunden; ein Move, der inzwischen von Randy Orton als RKO zu berechtigtem Weltruhm geführt wurde. MAZ ab:
Zum Abschluss lege ich noch der einzige storytechnisch relevante Moment dieser DREISTÜNDIGEN Sonderausgabe von Raw drauf – die Rückkehr des (endlich wieder!) maskierten Kane, der als Guter ging und jetzt als Böser wiederkommt, was im Augenblick zwar noch keinen Sinn macht, aber zumindest Cena einen Chokeslam beschert und uns damit etwas beruhigt aus diesem Wrestlecaust ins Wochenende entlässt:
Und damit war’s das auch schon für diese Woche. Ich glaube, wir haben alle etwas gelernt und uns jetzt ein bisschen Frieden verdient. In jedem Fall dürfte der rückwirkenden Positivdiskriminierung von altem Wrestlecrap damit ein für allemal ein Riegel vorgeschoben sein. Scheiße können wir heute immer noch!Apropos: In diesem Artikel kommt (inklusive der folgenden Erwähnung) ganze sechs Mal “scheiße” vor, was nach den Regeln antiker Rhetorik völlig okay is, weil es der Kunst des angemessenen Redens entspricht. Ah ja, und Sports Opera ist übrigens mein Ausdruck. Wer ihn klaut, stirbt. Mahalo!
