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Sex

Ein 17-Jähriger aus Mexiko soll an einem Knutschfleck gestorben sein

Wir haben Experten gefragt, ob das stimmen kann.

von VICE Staff
30 August 2016, 1:36pm

Love bites—kann Knutschen gefährlich sein? | Foto: Michelle B. | Flickr | Creative Commons 2.0

"Wer nicht küsst, der ist so gut wie tot", hat Goethe einst gesagt. In Mexiko-Stadt soll jetzt genau das Gegenteil passiert sein: Ein Junge soll durch einen Kuss gestorben sein, zumindest indirekt.

Es klingt nach Twilight, ebenso seltsam wie unwahrscheinlich: Ein Mädchen soll ihrem Freund einen Knutschfleck verpasst haben, beim Abendessen habe er Krämpfe bekommen, kurze Zeit später sei er gestorben. Seine Freundin soll abgehauen sein. So berichtet es die britische Zeitung Mirror. Es klingt wie aus einem Vampirfilm, vor allem auf Englisch: love bite nennen die Briten den Knutschfleck.

Aber wie soll ein Liebesbiss im echten Leben zum Tod führen? In der Nachricht wird das so erklärt: Der Knutschfleck am Hals des 17-jährigen Julio habe ein Blutgerinnsel verursacht, das ins Gehirn gewandert sei. Dort habe es einen Schlaganfall ausgelöst.

Wir fragen bei der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft nach, ob die Ärzte einen Zusammenhang zwischen einem Knutschfleck—einem blauen Fleck ausgelöst durch den Unterdruck, der beim heftigen Küssen entsteht—und einem Gerinsel im Hirn für möglich halten. Sie schreiben: "Aus medizinischer Sicht besteht hier nach Einschätzung der Experten kein Zusammenhang."

Angst müsst ihr also kaum haben, wenn jemand demnächst an eurem Nacken nagt. Freut euch lieber. Wir glauben eher, küssen beschert uns mehr (schöne) Lebenszeit: Wir trainieren dabei unbemerkt alle Gesichtsmuskeln und stärken unser Immunsystem. Außerdem wird beim Küssen Stress abgebaut—und wie sagte der vielleicht älteste Mann der Welt erst diese Woche: Das Rezept für ein langes Leben ist die Ruhe.

Knutscht um euer Leben. Und denkt daran, was Goethe gesagt hat.

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