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Während ihr euch das Wochenende um die Ohren geschlagen habt, haben 26 Geliebte von Priestern einen offenen Brief an den Papst geschrieben, die Schweizer einen Mindestlohn von 18,50 Euro abgelehnt und eine Jahrhundertflut Bosnien getroffen.
19 Mai 2014, 10:00am

Schweizer lehnen Mindestlohn von 18,50 Euro ab

Foto: Marc Schlumpf, www.icarus-design.ch / Wikimedia / Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Bei einer Volksabstimmung in der Schweiz haben die Wähler gegen einen gesetzlichen Mindestlohn von 18,50 Euro (22 Schweizer Franken) gestimmt. Rund 77 Prozent votierten gegen die von Gewerkschaften geforderte Lohnuntergrenze. Das daraus resultierende Mindestbruttoeinkommen von 3.300 Euro sei notwendig, um die teuren Lebenshaltungskosten in der Schweiz zahlen zu können, forderten linke Parteien. Kritiker fürchteten bei einem so hohen Mindestlohn Arbeitsplatzverluste. Außerdem wurde bei der Volksabstimmung der Kauf eines 2,6 Milliarden teuren Kampfjets abgelehnt. Zustimmung gab es allerdings für die Initiative, straffällig gewordenen Pädophilen Arbeit mit Minderjährigen auf Lebenszeit zu verbieten.

Die Identitären sind in Wien aufmarschiert

Schon am Beginn der Josefstädterstraße gab es Verletzte. Diese Frau soll sich den Fuß gebrochen haben, als sie von einem Polizisten gestoßen wurde. Foto wieder von Kurt Prinz.

Eine Gruppe von zirka 100 Neurechten aus mehreren Ländern Europas, die sich als Identitäre bezeichnen, ist am Samstag in Wien über die Mariahilfer Straße vom Westbahnhof über die Burggasse zum Volkstheater marschiert. Sie trafen nicht auf die 400 Gegendemonstranten, die von der Polizei auf die Mariahilfer Straße umgeleitet wurden. Während die Identitären nach ihrer Abschlusskundgebung am Volkstheater im Centimeter ihre störungsfreie Demo feierten, kam es zwischen Polizei und Demonstranten zu massiven Auseinandersetzungen. Es wurden 37 Demonstranten wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch, Störung einer Versammlung, schwerer Sachbeschädigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt vorläufig festgenommen. Vermutlich verlor eine schwangere Gegendemonstrantin bei einer Attacke von Seiten der Polizei gestern ihr Kind. Wir waren überall vor Ort und haben für euch das Geschehen fotografiert und gefilmt.

Suche nach Grubenopfern in Türkei eingestellt, 25 Festnahmen

Am Samstag wurde die Suche nach den vermissten Bergleuten vom Grubenunglück in Soma offiziell eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren 301 Bergleute tot geborgen worden. In Soma laufen nun die Ermittlungen, um die Verantwortlichen des Unglücks zur Verantwortung zu ziehen. Medienberichten zufolge wurden bisher 25 Menschen festgenommen, darunter der Führungskreis der Bergwerksbetreibergesellschaft Soma Holding. Währenddessen kam es zu immer weiteren Protesten in der Türkei gegen die Regierung. Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Erdoğan. Dieser hatte durch seine Aussagen zum Unglück („So etwas passiert eben“) in seinem Land für viel Unmut in der Bevölkerung gesorgt.

Jahrhundertflut in Bosnien spült Minen hoch

In Bosnien-Herzegowina und Serbien haben starke Regenfälle in der letzten Woche zu einer Jahrhundertflut geführt. Etwa eine Million Menschen sind von den Fluten betroffen. Komplette Städte mussten evakuiert werden. Bis jetzt sind bei den Fluten 44 Menschen ums Leben gekommen. Durch die Fluten werden Landminen aus dem Bosnienkrieg freigespült. Das Minenaktionszentrum MAC geht davon aus, dass die Minen bis ins Schwarze Meer geschwemmt werden könnten.

Über den bosnisch-kroatischen Grenzfluss Save könnten die Sprengkörper in die Donau gelangen. Mehrere Minen explodierten bereits. Seit dem Bürgerkrieg Anfang der 90er Jahre liegen in Bosnien-Herzegowina noch etwa 120.000 Landminen.

Geliebte von Priestern schreiben offenen Brief an den Papst

Foto: Casa Rosada / Wikimedia / CC-BY-SA-2.0

„Lieber Papst Francesco, wir sind eine Gruppe von Frauen aus allen Teilen Italiens (und darüber hinaus), die Ihnen schreibt, um die Mauer des Schweigens und der Gleichgültigkeit, mit denen wir jeden Tag konfrontiert sind, zu brechen. Jede von uns führte oder führt eine Liebesbeziehung mit einem Priester, in den sie verliebt ist“, beginnt der Brief, den 26 heimliche Geliebte von Priestern an Papst Franziskus sendeten. In einem leidenschaftlichen Appell fordern sie das Ende des Zölibats. Die Frauen sprechen von „großem Schmerz“, einer „leidenden Seele“ und einer „Narbe fürs Leben“. Sie seien nur eine „Stichprobe“ von Frauen, die „in der Stille“ leben. Ihrer Meinung nach würde das Ende des Zölibats der katholischen Kirche mögliche Vorteile verschaffen. Priester könnten demnach von Frau und Kindern gestützt werden, um „Jesus und der Gemeinde“ besser dienen zu können.