Wachmann Abas, 20, Student: "Ich trug damals Khaki-Shorts, eine offene Weste und Sandalen, weil es unglaublich heiß war. Außerdem sah mein Haar noch ziemlich wild aus. Die Shotgun, die ich dabei hatte, diente ausschließlich zur Selbstverteidigung."
Wachmann Ahmali, 21: "Während meiner Piratenzeit habe ich meine Klamotten kein einziges Mal gewaschen. Ich war dann so dreckig, dass die Leute richtig Angst vor mir hatten."
Kommandant Maoud Ahmed, 53, Verwalter und Schauspieler: "Normalerweise bekomme ich pro Schiff so um die 100.000. Den Jungs bleiben dann ungefähr 25. Das ist nicht viel, aber wenn wir ihnen mehr geben, kommen sie nicht wieder."
Haye alias Bashir, 46, Security, Schauspieler und Busfahrer: "Wenn man mich fragt, was die schlimmste Sache ist, die ich mir vorstellen kann, dann würde ich wohl mit 'Das Leben als Pirat' antworten."
Stellvertretender Anführer Ibrahim, 20, Student und HipHopper: "Durch das ganze verdiente Geld konnte ich die schönste Frau der Stadt heiraten."
Entführer Mohammed, 23, Student: "Ich bin besonders gut darin, hübsche, junge Frauen zu entführen. Während der Entführung haben sie natürlich keinen Spaß, aber wenn sie zu Hause dann auf die ganze Sache zurückblicken, sehnen sie sich nach mir."
Übersetzer Mohammed, 37: "Der schrecklichste Zwischenfall, den ich miterlebt habe, war folgender: Einer der anderen Piraten bekam Panik und schoss sich deswegen selbst in den Kopf. Weil ich so dicht bei ihm stand, spritze das Blut auch direkt auf meine muslimische Kleidung."
Stellvertretender Anführer Omar, 26, Taxifahrer, Kellner und Schauspieler: "Wenn du Pirat bist, dann verändert sich alles—sogar deine Haut. Aufgrund des Salzes in der Luft trocknet sie nämlich extrem aus und du schuppst dich."
Der freundliche Pirat Osman Mohammed, 39, Fahrer: "Ich habe immer versucht, die Geiseln zu beruhigen, indem ich ihnen erzählte, dass alles bald vorbei sei. Ich war ein freundlicher Pirat und sie waren auch freundliche Geiseln. Unter anderen Umständen wären wir mit Sicherheit gute Freunde geworden."