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Money Boy-Konzert in Wien: Der "Identitären"-Chef muss draußen bleiben

Martin Sellner will aufs Konzert. Die Grelle Forelle reagiert und erhält dafür viel Zuspruch.
12 Oktober 2018, 10:30am
Foto: imago | STAR-Media (links),  imago | IPON (rechts); Collage von VICE Media

Money Boy spielt zwei Konzerte in der Grellen Forelle in Wien und der Leiter der sogenannten Identitären Bewegung Österreich muss draußen bleiben. Martin Sellner, der auch im Austausch mit der Neuen Rechten in Deutschland steht, veröffentlichte auf Facebook seine Buchungsbestätigung für das Konzert am Sonntag. Der Wiener Club reagierte daraufhin scharf: "Martin Sellner: Du hast hier Hausverbot und das gilt auch für das Money Boy-Konzert am Sonntag".

Der Club bekommt auf Facebook viel Zuspruch für diese Haltung: "Ich feier euch dafür. Gut zu wissen, dass man bei euch eher selten solch ewiggestrige Gesellen wie den Sellner trifft", schreibt ein User in den Kommentaren.

Sellner hat sich inzwischen in einem Video-Statement geäußert. Er wendet sich dabei an die Veranstalter des Konzerts und fragt, ob er sein Geld am Sonntag vor Ort zurückerstattet bekomme. Er empfindet seinen Rauswurf als "megapeinlich, extrem lächerlich und auch nicht dem Geist von Money Boys Musik entsprechend". Money Boy habe ihn mit seiner Musik inspiriert. Sein Hausverbot sei ungerechtfertigt, weil er zuvor noch nie in der Grellen Forelle war.

Die Grelle Forelle in Wien ist bekannt für ihre konsequente Türpolitik. Bereits 2013 positionierte sich der Club gegen Rechtspopulismus, indem man angab, keinen Platz für FPÖ-Wähler zu haben.


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