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Vorwurf: ESC-Gewinnersong soll von White Stripes' "Seven Nation Army" abgeguckt sein

Weder Melodie, noch Text sollen ein Plagiat sein. Sollte sich der überraschende Vorwurf des Plagiats bestätigen, könnte Netta disqualifiziert werden.
Foto: imago | ZUMA Press || imago | Pacific Press Agency

"Toy", der Gewinnersong des diesjährigen Eurovision Song Contests, soll ein Plagiat sein. Das jedenfalls wirft die Universal Music Group den beiden Songschreibern in einem Brief vor, der rund einen Monat nach dem Wettbewerb eintrudelte. Der Song, der der Sängerin Netta den Sieg für Israel sicherte, soll zwar nicht in Melodie oder Text, aber im Rhythmus "Seven Nation Army" von den White Stripes ein bisschen zu sehr ähneln, um noch Zufall zu sein. Bedingung für die Teilnahme am ESC ist eigentlich ein originaler Song. Sollte hier also tatsächlich abgeguckt worden sein, könnte Israel nachträglich disqualifiziert werden und somit nicht Ausrichter des ESC im nächsten Jahr sein.

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"Es wurde kein Rechtsanspruch erhoben, in dem Brief ging es nur um eine vorläufige Klarstellung zu diesem Thema", zitieren israelische Medien laut Spiegel Nettas Anwalt. Jetzt werde einer der Songschreiber nach Los Angeles fliegen, um die Sache mit dem weltgrößten Major-Label zu klären.

Mitte Mai hatte Netta mit ihrem schrillen "Toy" für genug gute Laune bei den Zuschauern und der Jury gesorgt, dass sie den Wettbewerb gewann. Im Text ruft ihr Song zu mehr Empowerment von Frauen auf. Bei "Seven Nation Army" kotzte sich Sänger Jack White 2003 hingegen über den ganzen Tratsch um seine "Geschwisterliebe" zu Drummerin Meg White, und wen sie denn daten würden, aus. Es ist also klar, dass es bei den Plagiatsvorwürfen nicht um den Inhalt gehen kann. Allerdings erinnert das Gedudel im Chorus von "Toy" schnell an das, was mittlerweile in allen europäischen Fußballstadien gegrölt wird. Da die Töne jedoch nicht identisch sind, ist der Vorwurf des Rhythmusplagiats am ehesten nachvollziehbar.

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