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Wie die Sonne aussehen wird, nachdem sie unseren Planeten zerstört hat

Auch als toter Stern wird unsere Sonne wohl wunderschön sein. Astronomen haben jetzt ausgerechnet, was die Menschheit wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommt.

von Samantha Cole
09 Mai 2018, 9:49am

Abell 39 ist ein besonders symmetrischer planetarischer Nebel. Astronomen meinen, dass auch die Sonne eines Tages so aussehen könnte | Bild: T.A.Rector (NRAO/AUI/NSF and NOAO/AURA/NSF) und B.A.Wolpa (NOAO/AURA/NSF) 

Eines Tages, in ein paar Milliarden Jahren, wird unsere Sonne sterben. Ihr Ende wird auch das Ende unseres Sonnensystems bedeuten. Die Sonne wird ihre Gashülle nicht mehr halten können. Als Roter Riese wird sie sich immer weiter ausdehnen, bis Merkur, Venus und auch die Erde verschlungen sind. Übrig bleibt danach nur ihr Kern. Doch was passiert mit der Sonne nach diesem kosmischen Todeskampf?

Möglicherweise wird die Sonne zu einer leuchtenden Wolke aus Gas und Plasma, zu einem sogenannten planetarischen Nebel. Das sagt eine Studie aus dem Fachmagazin Nature Astronomy voraus, die am 7. Mai veröffentlicht wurde. Damit präsentiert das internationale Forscherteam eine Antwort auf die 25 Jahre alte Debatte, was von der Sonne nach ihrem endgültigen Untergang übrig bleiben wird.


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Wir wissen bereits, dass andere massereiche Sterne einen sichtbaren planetarischen Nebel hinterlassen, wenn sie sterben. Bisher gingen Astronomen jedoch davon aus, dass die Masse der Sonne zu gering sei, um zu solch einer leuchtenden Gaswolke zu werden. Die Forscher Krzysztof Gesicki, Marcelo Bertolami und Albert Zijlstra haben mit ihren Kollegen aber nun ein neues Datenmodell entwickelt, dass diese Annahme in Frage stellt. Die Astronomen berechneten, dass der Kern der Sonne sich dreimal schneller erwärmen wird, als bisher angenommen – dadurch würde der Nebel heller und besser sichtbar werden.

Natürlich wird die Menschheit das leuchtende Ende der Sonne nicht von der Erde aus betrachten können. Bis es in schätzungsweise fünf Milliarden Jahren soweit ist, können unsere Nachfahren das Spektakel hoffentlich von einer neuen Heimat im Weltall beobachten.

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