Video: Zu Besuch im Labor, das uns vor tödlichen Schlangenbissen schützen will

Der Mensch überlebt einen giftigen Schlangenbiss nicht länger als eine halbe Stunde. Steckt die Rettung im Blut des Schlangenmenschen Steve Ludwin?

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Sep. 15 2018, 4:05am

Jedes Jahr sterben Hunderttausende Menschen durch Schlangenbisse, weil es nicht genügend Gegengift gibt. Die Herstellung des helfenden Serums ist ein aufwendiger Prozess: Dabei wird das Schlangengift gemolken und in Pferde injiziert. Die Methode hat aber ein gewisses Risiko, denn die im Pferdeblut entwickelten Antikörper können bei Menschen eine allergische Reaktion auslösen.

Ein einziger Schlangenbiss bringt die meisten Menschen ohne richtige Behandlung innerhalb von weniger als 30 Minuten um. Aber Steve Ludwin macht so etwas nichts aus. Sein Körper ist immun gegen den tödlichen Stoff, weil sich der Reptilienfan seit 30 Jahren Schlangengift injiziert. Jetzt setzen Forscher aus Kopenhagen auf Ludwin. Mit den Antikörpern aus seinem Blut wollen sie ein synthetisches Gegengift herstellen, in Massen produzieren und weltweit einsetzen.

In dieser Folge von Snake Man reist Ludwin nach Costa Rica. Dort sucht er nach den Giftschlangen, die den Alltag der Menschen dort so gefährlich machen. Dann blickt er Forschern bei der Herstellung von Gegengift über die Schulter und besucht ein Krankenhaus, um alles über die Behandlung von Schlangenbissen zu erfahren. Wird Ludwin durch die Forschung mit seinem Blut zu einer Art Messias des Gegengifts?

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