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SoundCloud hat ein Statement zu seiner finanziellen Lage abgegeben

Die Streamingplattform reagiert damit auf aktuelle Berichte über die angeblich angespannte wirtschaftliche Situation des Unternehmens.
15.3.17

Zuletzt gab es viele Gerüchte über SoundCloud. Header: imago/xim.gs

SoundCloud ist wie ein guter Freund, der eigentlich viel drauf hat, oft aber die falschen Entscheidungen trifft. Und deshalb hat er seit Jahren Geldprobleme. Auf solche Freunde willst du ebenso wenig verzichten wie auf SoundCloud, trotz aller Makel und Alternativen. Umso besorgniserregender waren die Nachrichten über die finanzielle Schieflage der Streamingplattform. 2015 war der Verlust so hoch wie noch nie in der Geschichte des Start-Ups. Hartnäckig hielten sich daher Gerüchte, dass Spotify oder Google das Unternehmen für 700 Millionen Dollar kaufen wollen. Zuletzt hieß es sogar, dass die Unternehmensführung aufgrund der finanziellen Problem bereit sei, für einen Dumpingpreis von 250 Millionen Dollar zu verkaufen. Aber: Alles halb so wild, wie SoundCloud nun in einem Statement gegenüber Billboard bekannt gab.

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Darin nehmen sie Bezug auf einen Bericht des Business- und Technik-Magazins Recode. In diesem heißt es, dass SoundCloud seit letztem Sommer versucht habe, einen Investor zu finden. Da die angepeilten 100 Millionen Dollar nicht generiert werden konnten, müsse das gesamte Unternehmen nun zum Spottpreis von 250 Millionen Dollar verkauft werden. Der Artikel "gibt die den aktuellen Status Quo von SoundCloud nicht akkurat wieder", heißt es in der Erklärung.

Viel mehr sei man noch in der Verhandlungsphase: "Derzeit sprechen wir aktiv mit einer Vielzahl möglicher Investoren und anderen strategischen Partnern." Diese Gespräche werden von Holly Lim geführt, die seit wenigen Monaten Chief Financial Officer des Unternehmens ist und vorher bei Google tätig war. Für 2017 erwarte man zweieinhalb mal so viele Einnahmen wie für 2016. Erreicht werden soll das vor allem durch den neuen Aboservice der Streamingplattform namens SoundCloud Go. Seit Dezember gibt es diesen auch in Deutschland.

Erst vorgestern gab SoundCloud die Ausweitung seines Revenue-Programms bekannt. Nun sollen nicht nur Künstler an den Erträgen beteiligt werden, die eigene Songs geschrieben haben, sondern auch DJs, die Mixe oder Remixe angefertigt haben.

Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP erschienen.

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