Fotografie

21 Künstlerinnen über die Ursprünge der Selbstdarstellung

In Zeiten der Selfie-Sucht stellen sich 21 Künstlerinnen durch Selbstporträts mit feministischen Untertönen gegen diesen Trend.

von Masha (Maria) Koblyakova
24 Oktober 2016, 11:15am
Marie Tomanova, "Self-portrait #24." Bilder mit freundlicher Genehmigung der Künstlerinnen und The Untitled Space

Man kann dazu stehen, wie man möchte, aber Instagram hat schon lange Einzug in Kunst und Kultur gefunden.  Während einige Galerien dieses Phänomen mit Selfie-Ausstellungen feiern, wie beispielsweise die K+ Instgrm Exhibition in Singapur, rebellieren andere vehement gegen diese Modeerscheinung—so auch The Untitled Space mit ihrer neuen Ausstellung Self-Reflection.

Die Ausstellung, in der ausschließlich weibliche Künstlerinnen ihre Werke präsentieren, offenbart die Authentizität, die im Kern der Selbstdarstellung steckt, durch die ausdrucksstarke Auseinandersetzung mit moderner Weiblichkeit. „Es ist sehr wichtig, sich die Ursprünge der Selbstdarstellung anzuschauen, vor allem im heutigen Zeitalter der extremen Selfie-Sucht. Für Self-Reflection haben die Künstlerinnen keine Werke geschaffen, mit denen sie sich selbst darstellen wollen, sondern um Themen abzubilden und zu diskutieren, die für Frauen heutzutage wichtig sind", erklärt die Kuratorin Indira Cesarine The Creators Project.
 

Leah Schrager, Selfie Examination

Cesarine, die die Ausstellung gemeinsam mit Coco Dolle kuriert, präsentiert auch ihre eigenen Werke in der Ausstellung. Sie beschreibt die Ausstellung als Möglichkeit, „eine Plattform für Künstlerinnen zu schaffen und gleichzeitig selbst am Dialog teilzunehmen." Die Ausstellung besteht aus den Werken von 21 Künstlerinnen und präsentiert lebendige Gemälde von Alexa Meade, Selbstporträts der Alter Egos von Andrea Mary Marshall und die bestickten Sext-Tapisserien von Erin M. Riley. Die Künstlerinnen nutzen die selbstdarstellenden Bilder als Instrument zur Reflektion, statt einfach nur die Selfie-Kultur zu kritisieren. Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit vor allem auf das klassische Motiv des Künstlers als Kunstobjekt und gibt dem Ganzen durch feministische Untertöne eine moderne Note. Diese Bilder gewähren dir einen Einblick in Self-Reflection:

Indira Cesarine, Private is Political, 2016

Alexa-Meade-–-Portrait-1-–-The-Untitled-Space-–-Self-Reflection-exhibit.jpg

Alexa Meade, Portrait 1

Blick auf die Ausstellung

Blick auf die Austellung 

Blick auf die Ausstellung

Die Kuratorinnen Coco Dolle und Indira Cesarine