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Design

Wird Projection Mapping die digitale Schminke der Zukunft?

Nobumichi Asai zeigt auf höchst beeindruckende Weise, wie man per Bewegungserfassung atemberaubende Visuals direkt in das Gesicht eines Models projizieren kann.
18.8.14

Stellt euch ein Theaterstück vor, in dem die Schauspieler in Echtzeit ihr Make-up (und damit ihren Charakter) wechseln können, ohne von der Bühne zu gehen und den Eyeliner rauszuholen. Der Japaner Nobumichi Asai, technischer Leiter und Filmproduzent, hat mit seinem Team Omote einen weiten Blick in die Zukunft der Schminkkunst geworfen. Werden die Gesichter von Models schon bald an Ort und Stelle per Projection Mapping zurecht gemacht?

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In seinem zweiminütigen Clip sehen wir ein weibliches Model, dessen Gesicht per Bewegungserfassung und Videomapping in transformative Visuals getaucht wird, also eine Art „digitales Make-up“ verpasst bekommt. Mit beeindruckender Exaktheit wird das Gesicht gescannt, bevor es sich in eine Reihe atemberaubender Masken verwandelt, während die Darstellerin sogar ihren Kopf bewegt. Von gewöhnlichem Make-up wie Rouge und etwas Eyeliner bis zu einem kompletten Cyborg-Gesicht verwandeln die Visuals das menschliche Antlitz in eine animierte Oberfläche.

Projection Mapping auf einem menschlichen Gesicht unter Einsatz von motion tracking haben wir bereits vorher gesehen, wie z.B. in diesem Musikvideo, doch Omote heben das Ganze auf ein komplett neues Level. Asai projizierte bereits auf Bühnen und Gebäude–ein lebendiges, sich bewegendes Objekt ist aber auch für ihn ein riesiger Schritt nach vorne.

Mehr Informationen über das atemberaubende Projekt findet ihr auf Asais Webseite.