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Wie Ajax-Ultras ihr Team zum wichtigsten „Klassieker" seit Jahren verabschieden

Ajax' verhasster Rivale Feyenoord könnte nach 17 Jahren wieder Meister werden. Ausgerechnet beim Klassieker durften die Ajax-Fans nicht dabei sein. Deswegen verlegten sie ihren Support einfach auf den Trainingsplatz.

von VICE Sports
24 Oktober 2016, 9:20am

Wie auch die niederländische Nationalmannschaft befindet sich Ajax Amsterdam zurzeit in einer Sinnkrise. Nachdem ihnen am letzten Spieltag der vergangenen Saison die Meisterschaft vom PSV Eindhoven entrissen wurde, scheint der Gedanke daran die Mannschaft weiterhin zu hemmen. Dass Auswärtsfans bei dem Derby nicht erlaubt sind, macht die Situation auch nicht gerade leichter. Daher wussten die Fans, dass ihr Team vor „de Klassieker" gegen Feyenoord Rotterdam nochmal eine Extramotivation gebrauchen könnte, wenn es im Stadion schon nicht möglich sein würde. Den Ajax-Anhängern schmeckte es nämlich überhaupt nicht, dass der verhasste Erzfeind nach neun Spieltagen sämtliche Begegnungen für sich entscheiden konnte und der Vorsprung auf die Hauptstädter bereits fünf Punkte betrug.

Schon beim Abschlusstraining zeigten die Ajax-Supporter mit Pyros und Gesängen, dass sie nur einen Derbysieg erwarten Die Mannschaft um Davy Klaassen und Anwar El Ghazi schien auf Grund des gebotenen Spektakels einerseits beeindruckt, andererseits aber auch etwas irritiert. Schätzungsweise hatte die junge Mannschaft noch nie etwas Vergleichbares beim Training erlebt. Auf dem Weg nach Rotterdam gab es sogar noch eine Zugabe: Als der Mannschaftsbus das Vereinsgelände in Richtung „de Kuip" verlies, warteten dort wieder feiernde Fans mit Bengalos auf ihr Team.

Am Ende half jedoch nichts. Ajax konnte dem Tabellenführer nur ein enttäuschendes 1:1 abringen. Dirk Kuyts Ausgleichstreffer in der 85. Minute wird die Euphorie vorerst gebremst haben. Allerdings konnte der 19-jährige Kaspar Dolberg mit seinem Führungstreffer in die Fußstapfen dänischer Toptalente im Ajax-Trikot, wie Christian Eriksen oder Viktor Fischer, treten.