Wie Ex-Häftlinge in Profi-Küchen eine zweite Chance bekommen

Es geht um Teamwork, vor allem aber darum, wieder Selbstachtung und Selbstvertrauen zu gewinnen.
17.5.17

"Das Ding war so tiefgefroren wie Alaska, also haben wir unseren Plan geändert." Emanuel Silva spricht über ein Stück Rindfleisch, dass er zusammen mit seinen Teamkollegen Jessica Vargas und Dennis Wilson, für ihre heutige Aufgabe, einen Eintopf, bekommen hat. Stattdessen improvisieren Emanuel – eindeutig der Klassenclown der Gruppe – und Jessica für den Hauptgang und machen aus Hackfleisch, Eiern und Semmelbröseln Fleischbällchen. Sie kochen heute für die Bewohner der Wohneinrichtung des Doe Fund in Bedford-Stuyvesant, einer von vier Einrichtungen in New York.

Emanuel, Jessica und Dennis sind drei von acht Teilnehmern des achtwöchigen Programms "Chef-in-Training" des Doe Fund. Die Non-Profit-Organisation versucht, mit solchen Ausbildungsprogrammen und Bildungsangeboten, die zu einer Beschäftigung führen sollen, Obdachlosigkeit, die Zahl der Inhaftierungen und die Rückfallquoten zu minimieren. Doch es ist weniger bekannt, dass die Teilnehmer des Programms, die in der Vergangenheit mit schwerem Diebstahl, Drogenabhängigkeit und Gefängnisaufenthalten zu kämpfen hatten, am Ende in einigen bekannten Restaurants der Stadt arbeiten werden – zum Beispiel in der Küche des The Shakespeare im William Hotel oder im Pondicheri in Flatiron.

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