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Fleisch

Was zur Hölle ist Schmacon?

Howard Bender möchte die Welt verändern, und zwar mit Schmacon: Speck, der aus Rindfleisch statt aus Schweinefleisch gemacht wird. Kann das was werden?
Hilary Pollack
Los Angeles, US
7.9.15
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Schmacon

All die Furore um geräucherte Streifen Fleisch, brachte Howard Bender dazu, Schmacon zu kreieren. Schmacon ist ein neues Speckprodukt aus dünnen Streifen Rindfleisch (anstatt Schweinefleisch), das weniger Kalorien, weniger Natrium und weniger Fett als das Original hat. Aber Bender hat es nicht aus Gesundheitsgründen erfunden, sondern weil er Rindfleisch liebt. Es fing alles damit an, dass er einen widerlichen Truthahnspeck aß, als er mit einem Freund frühstücken war, und dabei wurde ihm klar: Das muss besser gehen.

ARTIKEL: Speck braten auf dem Lauf eines Gewehrs

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Schmacon und Eier.

Obwohl er sein Ziel von 50.000 Dollar bei Kickstarter knapp nicht erreichte, hat Bender bereits einen Markt für Schmacon in Pubs und Restaurants in den USA entdeckt und in den nächsten Monaten möchte er sein Produkt bald in den Regalen der Supermärkte sehen.

Wir haben mit ihm gesprochen:

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MUNCHIES: Hallo, Howard. In welchen Restaurants gibt es Schmacon derzeit?
In Chicago, Wisconsin, Iowa und anderen Staaten mit gutem Vertrieb gibt es ihn bereits. Es gibt einen High End-Country Club in Chicago beispielsweise, der ihn auf seiner Barkarte hat und ihn bei Banketts serviert.

Wieso dieses Produkt? Warum nicht einfach guten alten Speck essen?
Ich habe nie versucht, einen neuen Speck zu erfinden, weil ich Gesundheitsfanatiker bin, bin ich nämlich nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ziemlich jung sterben werde, wenn ich zwei Mal täglich Speck esse. Ich bin ein riesiger Fan von Rindfleisch und esse es oft. Ich konnte Schmacon jeden Tag essen, aber ich bin zugeben ein bisschen vorbelastet. Wir ließen unser Produkt dank der National Cattlemen's Beef Association ein Jahr lang im ganzen Land testen. Ich nenne es die Weiterentwicklung von Speck, es gibt definitiv einen Platz auf dem Markt dafür.

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Steak mit Schmacon.

Wie sieht der Würzprozess aus?
Er besteht aus mehreren Schritten. Das Originalprodukt ist geräucherte, gepökelte und glasierte Streifen Rindfleisch. Das neue Produkt ist geräuchert, nicht gepökelt und natürlich glasiert. Durch die Gewürze und das Fleisch wird es sehr schnell knusprig und so bekommt es den typischen Speck-Geschmack. Wenn man es isst, schmeckt man überhaupt nicht, dass es aus Rindfleisch ist.

Wie seid ihr auf den Namen „Schmacon" gekommen?
Bacon, Schmacon; Hausaufgaben, Schmausaufgaben. Solche Dinge überlässt man dem Marketingteam. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich mit jemals mit Schmacon anfreunden kann. Vor einer Weile kamen diese koscheren Rindfleischstreifen auf den Markt, die „Fakin" heißen. Ich bin wirklich froh, dass wir unser Produkt nicht Fakin nennen, weil wir dann unser Produkt ja als fake bezeichnen würden.

Ja, da stimme ich zu. Und die Leute werden neugierig.
Auf der Packung steht derzeit: „Schmacon: natürlich, ungepökelte Rindfleischstreifen", und genau das muss da drauf stehen, denn was zur Hölle ist Schmacon?

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Ungekochter Schmacon.

Wir präsentiert man Schmacon auf einer Speisekarte? Sollte man erklären, dass es aus Rindfleisch gemacht ist oder steht da einfach nur Schmacon?
Mal so, mal so. Ich habe mein Produkt auf einer Karte eines Gastropubs gesehen, da stand „Sandwich mit Schmacon, Salat und Tomaten", sonst nichts. Ich war überrascht, denn wenn ich in der Gastronom wäre, hätte ich vielleicht „Schmacon Rindfleischstreifen" oder so geschrieben.

Vielen Dank fürs Gespräch.