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Mario Balotelli

Video: Balotelli lebt und gönnt sich den nächsten Doppelpack

Im Spitzenspiel gegen Monaco wurde Balotelli erneut zu Super-Mario. Was eine Null-Cent-Ablöse und ein erfolgreicher Bundesliga-Trainer alles so bewirken können.

von Mike Piellucci
22 September 2016, 9:20am

Falls du dich fragst, wo Deutschland-Schreck Mario Balotelli mittlerweile eigentlich sein Geld verdient, lautet die Antwort: in Frankreich. Und zwar unter dem langjährigen Bundesliga-Trainer Trainer Lucien Favre beim OGC Nizza. Er kam erst kurz vor Transferschluss, weil ihn kein anderer Klub haben wollte. Und selbst Nizza war nicht bereit, eine Ablöse für den Stürmer zu zahlen, dessen Karriere mit 26 Jahren schon am Ende zu sein schien.

Diese Analyse ist angesichts seiner beiden letzten Saisons durchaus nachzuvollziehen, gelangen dem Italiener in 36 Spielen für Liverpool und Milan genau zwei Tore. Dazu kommt, dass sein Marktwert auch dadurch noch weiter in den Keller fiel, indem er—nun ja—einfach Mario Balotelli ist. Denn die Faustregel lautet: Vereine zahlen viel für einen schwierigen Charakter, der in Form ist; wenig für einen netten Kerl, der außer Form ist; und nichts für einen schwierigen Charakter, das außer Form ist.

Wo keine Ablöse gezahlt wurde, ist auch die Erwartungshaltung nicht so groß. Und genau davon scheint der frühere Super-Mario zu profitieren. Und ist auf bestem Wege, endlich wieder den Spitznamen tragen zu dürfen. Denn gestern Abend schnürte Balotelli gegen den französischen Spitzenclub Monaco (4:0) einen Doppelpack. Es war schon sein zweiter für die Südfranzosen:


Oder anders ausgedrückt. Balotelli hat in wenigen Wochen doppelt so viele Tore geschossen wie in den letzten zwei Jahren. Gut, dass bis zur nächsten WM noch fast zwei Jahre sind, Schland-Fans!