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Hangover-News

Razzia bei Kinox.to, Wahlen in der Ukraine, Feuer in Pamela Andersons Hotelzimmer und Ausschreitungen in Köln.
27.10.14

Du hast nicht mitbekommen, was am Wochenende in der Welt da draußen passiert ist, weil du nur in deiner eigenen Welt warst? Dein Schädel brummt, alles ist zu laut, aber du willst dich trotzdem auf den neuesten Stand bringen? Dann haben wir hier für dich unsere allwöchentlichen Hangover-News:

Cannabis für alle!

Foto: Parlamentsdirektion | Photo Simonis.

Immer mehr Parteien fordern in Österreich die Legalisierung oder zumindest Entkriminalisierung von Cannabis. Dieses Wochenende auch die Neos, denen wir vor ein paar Wochen ziemlich lange hinterherlaufen mussten, bis sie uns eine Aussage zu dem Thema geliefert haben. Nun ist es ganz offiziell und die Parteien, die strikt gegen eine Entkriminalisierung sind, werden weniger. Die großen Parteien bleiben aber bei ihrem Verbot, obwohl unter anderem in der Tiroler SPÖ schon länger Stimmen laut werden, die eine Lockerung der Gesetze fordern. Auf Bundesebene wagt die SPÖ diesen Schritt allerdings noch nicht.

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Trotz internationaler Proteste wurde die Iranerin Reyhaneh Dschabbari gehängt

Fünf Jahre lang hat Reyhaneh Dschabbari auf ihr Todesurteil gewartet, nun ist sie am Samstag hingerichtet worden. Die 26-Jährige wurde wegen Mordes an einem Geheimdienstmitarbeiter verurteilt. Dschabbari selber schilderte den Tathergang folgendermaßen: 2007 wollte die Innenarchitektin für zwei Männer eine Wohnung in Nordteheran dekorieren. Dabei wollte einer der Männer sie vergewaltigen. Um sich zu wehren, habe sie ein Messer genommen und den Mann getötet. Laut internationaler Menschenrechtsgruppen und der UN habe Dschabbari unter massiven Drohungen seitens der Anklage gestanden. Trotz heftiger internationaler Proteste wurde sie am Samstag in einem Gefängnis westlich von Teheran gehängt.

Die Schweizer FDP will Eritreer zurückschicken

Foto via: ctsnow

Eritreer hatten es bis anhin verhältnismässig leicht, an politisches Asyl in der Schweiz zu kommen. Darum ist die Nachfrage nach Schweizer Asyl in den letzten Jahren stark angestiegen: In Eritrea Wehrdienst zu verweigern, hat bis 2013 eigentlich gereicht. Das war so, weil Eritrea als besonders menschenfeindlicher Folterstaat gilt oder eben galt. Zwar wurde 2013 an der Urne beschlossen, Wehrdienstverweigerern den Flüchtlingsstatus abzusprechen, aber dies hat die Anzahl Flüchtlinge nicht massgeblich reduziert. Obwohl noch abertausende Eritreer in politischer Haft sind und eine Institution namens „Militärdienst mit unbestimmter Dauer“ existiert, fordert die FDP eine neue Prüfung der eritreischen Verhältnisse, um bestimmen zu können, ob man eritreische Flüchtlinge nicht doch wieder nach Hause schaffen soll respektive kann. In der Schweiz am Sonntag äussert sich FDP-Präsident Philipp Müller dahingehend, dass die eritreischen Asylsuchenden wüssten, dass sie in der Regel nicht mehr heimmüssen, was ein falsches Signal setze. Deshalb will er ein neues Bundesgerichtsurteil provozieren.

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Bei Kinox.to-Betreibern soll es eine Großrazzia gegeben haben

Laut Spiegel-Informationen ist der deutschen Justiz am Wochenende ein „Schlag“ gegen die illegale Raubkopie gelungen. Spiegel Online schreibt: „Sächsische Ermittler haben (…) die Betreiber des Onlineportals Kinox.to aufzuspüren versucht“. In vier deutschen Bundesländern seien großangelegte Razzien durchgeführt worden. Heißt im Klartext: „Bei einem Zahlungsdienstleister in Berlin seien ,Vermögenswerte sichergestellt' worden, so der Dresdner Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein. Nach den Beschuldeten, zwei Brüdern, werde nun ,europaweit gefahndet'.“

Ein Google-Manager hat den Baumgartner-Rekord gebrochen

Foto: Rico Shen | Wikimedia | CC BY-SA 3.0

Der Google-Manager Alan Eustace hat am Wochenende mit einen Sprung aus der Stratosphäre den Rekord des Österreichers Felix Baumgartner gebrochen. Am Samstag Morgen mitteleuropäischer Zeit flog Eustace mit einem Helium-Ballon in eine Höhe von 41,42 Kilometern und sprang ab. Dabei soll er wie Baumgartner schneller als der Schall gewesen sein. Bei Baumgartners Sprung aus 39 Kilometern im Jahr 2012 gab es eine Live-Schaltung im Internet und jede Menge Aufmerksamkeit seitens der Medien, Eustaces Rekord allerdings wurde erst im Nachhinein kommuniziert. Einem New York Times-Reporter, der als einziger Journalist den Start begleitet, sagte der 57-jähirge Eustace, Google sei bereit gewesen, sein Projekt zu unterstützen. Er habe dies aber abgelehnt, weil er seinen Sprung nicht in einen Marketing-Event für Google verwandeln wollte.

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Die proeuropäischen Parteien haben die Parlamentswahlen in der Ukraine gewonnen

Foto: Claude TRUONG-NGOC | Wikimedia | CC BY-SA 3.0

Bei den Parlamentswahlen in der Ukraine haben die proeuropäischen Kräfte deutlich gewonnen. Präsident Poroschenkos Solidarnost ist mit 23 Prozent der Stimmen knapp die stärkste Partei. Die Volksfront von Ministerpräsident Jazenjuk kommt auf 21 Prozent der Stimmen. Die prorussische Partei von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch schaffte mit fast acht Prozent ebenfalls den Einzug ins Parlament. Die rechtsradikalen Kräfte erlitten eine Niederlage. Ihre Partei Swoboda erreichte nur 6,3 Prozent. Die prorussischen Separatisten ließen die Wahlen in weiten Teilen ihrer annerktierten Halbinsel Krim und in den Gebieten Donezk und Lugansk nicht zu. Die Hälfte der Wahlberechtigten konnte dort nicht wählen.

25 Banken sind beim Stresstest der EZB durchgefallen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in einem sogenannten Stresstest 130 Banken geprüft, ob sie im Falle einer Krise selbst überleben könnten. Genauer gesagt: Verfügen die Banken über genügend eigenes Kapital oder muss ihnen im Falle einer Krise geholfen werden? Insgesamt fielen 25 Banken bei dem strikten Test durch. Auch die ÖVAG fiel durch.

Ein nackter Mann hat in Pamela Andersons Hotelzimmer ein Feuer gelegt

Foto: Glenn Francis | Wikimedia | CC BY-SA 3.0

Wie das schwedische Boulevard Blatt Expressen berichtet, wurde in dem Stockholmer Hotelzimmer von Pamela Anderson ein Feuer gelegt. Eine Sprinkleranlage hatte das Feuer wieder ausgemacht, bevor die Feuerwehr eintraf. Trotzdem wurde die Polizei wenig später gerufen. Auf den Gängen nahmen sie einen nackten, wohl verwirrten Mann fest, ließen ihn allerdings kurze Zeit später wieder frei. Der Expressen will von Insider-Quellen wissen, dass die Brandstiftung ein persönlicher Angriff auf die 47-Jährige gewesen sein soll. Der Mann habe Taschen der Mitreisenden von Anderson durchwühlt. Der Baywatch-Star zeigte sich laut Expressen „geschockt".

Bei der Demo „Hooligans gegen Salafisten“ kam es zu Ausschreitungen. Mehr dazu erfahrt ihr bald auf VICE.com!