Anzeige
News

Hangover-News

Schäuble will den Grexit auf Zeit, der berühmteste mexikanische Drogenboss bricht aus dem Gefängnis aus und Spreadshirt weigert sich, ein I-♥-Pegida-Shirt zu machen.

von Sophie Claassen
13 Juli 2015, 4:00am

Der mexikanische Drogenboss „El Chapo" türmt zum zweiten Mal aus dem Gefängnis

Foto: imago / Xinhua

Joaquin „El Chapo" Guzman ist Anführer eines der größten Drogenkartelle Mexikos und gehört zu den meist gesuchten Verbrechern der Welt. Außerdem hat der mächtige Druglord anscheinend überall Verbündete, auf die er sich im Notfall verlassen kann, wie hätte er es sonst geschafft, schon zum zweiten Mal aus einem Hochsicherheitsgefängnis auszubrechen? Nach Angaben das nationalen Sicherheitsbeauftragten Rubido sei El Chapo „von seiner Zelle aus durch einen 1500 Meter langen, aufwendig konstruierten Tunnel geflüchtet". Wie lange die Suche dieses Mal dauern wird, bleibt abzuwarten. Das letzte Mal dauerte es dreizehn Jahre, bis El Chapo gefunden und schließlich wieder hinter Schloss und Riegel gesetzt werden konnte.

Schäuble schlägt Grexit auf Zeit vor

Foto: imago / ZUMA Press

Wolfgang Schäuble erwägt in der Griechenlandkrise offenbar einen „Grexit auf Zeit", bei dem Griechenland für mindestens fünf Jahre aus der Eurozone ausgeschlossen werden, aber weiterhin in der EU verbleiben und wachstumsstärkende, humanitäre und technische Unterstützung" erhalten soll. Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen werfen dem Finanzminister vor, mit dem Vorschlag „die Axt an die Grundwerte der Europäischen Union zu setzen". Kritik musste auch Vizekanzler Sigmar Gabriel einstecken, der äußerte, dass Schäubles radikaler Vorstoß „der SPD natürlich bekannt" gewesen sei, während viele seiner Parteigenossen offenbar gar nichts davon wussten.

Die Berliner Polizei nimmt eine Frau fest, die von Neonazis bedroht wurde

Foto: imago / Christian Ditsch

Die Berliner Flüchtlingsinitiative „Hellersdorf hilft" wird seit Woche massiv von Neonazis bedroht. Am letzten Montag fanden Mitglieder des Vereins fünf scharfe Patronen vor ihrer Tür. Als die Sprecherin des Vereins bei einer Kundgebung für Flüchtlinge nun wieder von einigen Rechten bedroht wurde, nahmen die anwesenden Polizisten allerdings nicht die Männer fest, sondern die Sprecherin selbst. Grund dafür war, dass ein „amtsbekannter Neonazi" die Frau bei der Polizei angezeigt hatte, weil diese ihn als eben solchen bezeichnet hatte. Die Beamten griffen dabei so beherzt zu, dass die Frau Verletzungen am Arm davon trug. Dem beleidigten Neonazi geschah offenbar nichts, zumindest wird aber gegen ihn im Zuge der Angriffe auf die Flüchtlingsinitiative ermittelt.

Der Online-Händler Spreadshirt will keine Pegida-Shirts drucken

Schwerer Schlag für einen weiblichen Pegida-Fan. Wie über den Blog Störungsmelder am Sonntag bekannt wurde, hatte die Frau sich beim Online-Händler Spreadshirt ein Oberteil mit dem Schriftzug Pegida bedrucken lassen wollen, was der jedoch aus „ethischen Gründen" ablehnte. Die verprellte Kundin machte daraufhin ihrem Ärger auf Facebook Luft und erntete dafür sehr viel Zuspruch von anderen Pegida-Fans. Das T-Shirt bekam sie dann doch noch bei einem anderen Shop, dessen Mitarbeiter anscheinend ein Herz für Patrioten haben.

Die Demonstrationen am Al-Quds-Tag bleiben friedlich

Foto: imago / Christian Mang

Am Samstagnachmittag zogen wie jedes Jahr zum Al-Quds-Tag Demonstranten über den Berliner Ku'Damm, um ihre Solidarität mit Palästina zu bekunden. Gleichzeitig dient der Al-Quds-Tag aber auch dazu, israelfeindlichen und antisemitischen Ansichten eine großes Forum zu bieten. Dem Protestmarsch stand deshalb eine breit gefächerte Gegendemonstration gegenüber, zu der unter anderem Mitglieder der Grünen, der Antifa und der israelische Botschafter über Twitter aufgerufen hatten. Die 600 anwesenden Polizisten hatten nicht viel zu tun, denn sowohl Demonstration als auch Gegendemonstration blieben friedlich.

Ein Vater wird als Pädophiler beschimpft, weil er mit seiner Tochter spazieren geht

Zivilcourage ist eine super Sache, der Edelmut engagierter deutscher Bürger bewundernswert—dumm nur, wenn man dabei über das Ziel hinausschießt. So geschehen in Freising bei München, als eine Gruppe aufmerksamer Bürger einen Mann verfolgte, der mit einem 10-jährigen Mädchen unterwegs war. Weil der Mann ihnen „komisch" vorkam, beschimpften sie ihn als Kinderschänder und Pädophilen. Ein 40-jähriger Anwohner schlug dem Mann sogar ins Gesicht. Später kam heraus, dass es sich bei dem Mann und dem Mädchen um Vater und Tochter handelte, die lediglich zusammen spazieren gegangen waren, während die Mutter an einer Fortbildung teilnahm. Die Frau brachte ihren Mann zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus, gegen die engagierten Freisinger Bürger wird nun wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.