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Natürlich macht das alles Sinn, wenn man bedenkt, dass Shawn Michaels wie fast alle früheren Junkies in Amerika nun wiedererweckter Christ ist und von diesem Gott-Typen deshalb besonders fette Props und wahrscheinlich auch gesalzenen Geleitschutz kassiert. Da hilft einfach nichts anderes, als mit seiner schnöden Bande Geschlossenheit zu demonstrieren und gegen den Himmelsboss zu beten.
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Tja. Viel schockierender als der Arschkuss der McMahons ist für mich immer noch der christliche Hardcore-Bullshit, den Michaels wie Zwiebelsuppe futtert. Hart für uns Fans, aber Tatsache. Ob sich Bush und Michaels wohl öfter mal in Texas auf Mission über den Weg laufen? Hm. Alleine bei der Vorstellung wird mir übel. Ach, was soll's, Michaels ist trotzdem der beste Wrestling-Worker aller Zeiten und Schluss. Weshalb es auch niemanden wundert, dass er den bösen Boss vernichtend geschlagen hat, aber eigentlich ging's damit erst richtig los. McMahon konnte sich seine Niederlage nicht anders erklären, als damit, dass Gott für Shawn Michaels in den Kampfverlauf eingegriffen hatte. Jawohl. Drum folgte in den kommenden Wochen ein bisschen Gott-Verarschung – zum Beispiel, indem McMahon dem Christenchef einen Auftritt in seiner Sendung verschaffte. Hier ist Gottes Einzug, WWE-Style:
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Tja. Man kann Mr. McMahon wirklich nicht unterstellen, er hätte es nicht versucht, aber wenn dem großen Gott-Gebieter die WWE-Fans sogar so egal sind, dass er nicht mal eine seiner drei Hypostasen in den Ring entsendet, kann man ihm halt auch nicht helfen. Hypostasen sind übrigens die verschiedenen Seinszustände von Gott.Wenn mich nicht alles täuscht, macht das den Vince-Man zum ungeschlagenen Großmeister des Wrestling-Rings, den er schließlich miterfunden hat – also eh nur fair, eigentlich. Und falls irgendjemand von euch da draußen tatsächlich mitgeschrieben hat und jetzt ein bisschen herumbitchen möchte, weil in mindestens einem der letzten 10 Artikel doch auch eine Niederlage für Vinnie Mac versteckt war, lasst euch gesagt sein: Ihr habt es einfach nicht verstanden. Wie in jeder anderen Religion zählen auch im McMahonismus nicht die vagen Vermutungen, die man aus Statistik und Empirie herausextrahieren kann, sondern einzig und allein die Fakten, von denen der Obermacker sagt, dass sie welche sind. Zur Bestrafung für eure Ignoranz hier noch ein kleiner Ausblick, was euch als Ungläubigen blüht:Fakten, Kinder! DAS SIND GOTTVERDAMMTE FAKTEN, VERFICKT NOCH MAL! Geschichte wird schließlich von den Gewinnern geschrieben – und wenn man dafür seinem Sieg ein bisschen nachhelfen muss, dann soll es eben so sein. Fragt nur Georgie-Boy Doble-Ya Bush, der kann euch davon ein Lied singen. Fürs Erste ist die McMahon-Lobhudelei hiermit genauso vorbei wie die Regentschaft des Terror-Texaners. Yee-ha!Nächstes Mal geht es hier jedenfalls mit etwas völlig Anderen weiter. Irgendwas. Mehr weiß ich jetzt auch noch nicht. Mahalo!
