Noisey

Schnulzen-Alarm: Wer hat's gesagt, Rapper oder Schlagerstar?

Bausas "Was du Liebe nennst" reißt gerade alles ab. Vielleicht auch, weil es an ein anderes, sehr erfolgreiches Musikgenre erinnert?

Bausa reißt momentan mit seinem Song "Was du Liebe nennst" alles ab, was zwischen Platz eins der Single-Charts und diversen Spotify-Rekorden noch so möglich ist. Schlug der aus dem deutschen Bietigheim stammende Musiker mit der Reibeisenstimme auf seinem von Fans und Kollegen äußerst wohlwollend zur Kenntnis genommenen Debütalbum Dreifarbenhaus noch etwas düstere und weniger radiotaugliche Töne an, ist ihm nun ein ganz klarer Mainstream-Hit gelungen. Das dürfte nicht zuletzt auch an dem sehr sweeten, sagen wir einfach mal "Schlager-esquen" Text liegen. Und wir lieben es!

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Hieß es auf der ultimativen Hymne seines Albums, dem Track "Tropfen", aber noch: "Feiert jede Nacht auf Koks im Hotel / Ihre Teller sind so groß wie die Welt", heißt es nun "Baby, gib mir mehr von dem, was du Liebe nennst / Auch wenn es keine Liebe ist, ich liebe es / Hilf mir zu vergessen, was war / Ich park' mein Herz bei dir heute Nacht". Wer sich beim Lesen dieser Zeilen nicht vorstellen kann, wie sexy Andrea Berg den Text auf ihrem goldenen Mikro im Musikantenstadl schmettert, der leugnet auch so grausame Rap/Schlager-Verbrechen an der Menschheit wie das Xavas-Album. Und das ist kein Vorwurf, sondern eine Tatsachenfeststellung. Denn dass der Song gut ins Ohr geht, ist so unstrittig wie Bausas musikalische Fähigkeiten.

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