Video: Wie sich diese Frauen mit Tattoos vor einem Leben als Sexklavinnen retteten

Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele südostasiatische Frauen von japanischen Besatzern zur Prostitution gezwungen. Bis einigen eine lebensverändernde Idee kam.

|
05 Februar 2019, 6:45am

Während des Zweiten Weltkriegs besetzte die Kaiserliche Japanische Armee Länder in ganz Südostasien. Dabei entführten sie auch Zehntausende junge Frauen, um sie als sogenannte "Trostfrauen" einzusetzen. In anderen Worten: Sie zwangen sie zur Prostitution. Auf der Insel Timor fanden einige Frauen jedoch einen Weg, sich vor diesem Schicksal zu retten und den augenscheinlichen Respekt der Japaner vor verheirateten Frauen auszunutzen: Sie tätowierten sich am ganzen Körper und "markierten" sich so nach den örtlichen Traditionen als Ehegattinnen.

Ihr Plan ging auf; die japanische Soldaten mieden die tätowierten Frauen von Timor. Als mit der neuen Regierung in 60er Jahren allerdings auch ein gewisses kriminelles Stigma gegen Tattoos aufkam, fand das Ritual langsam sein Ende.

Unsere Kollegin Kathleen Malay ist auf die Pazifikinsel gereist, um einen Tag mit den letzten verbleibenden "Tattoo-Frauen" von damals zu verbringen und um sich selbst auf traditionelle Art und Weise tätowieren zu lassen.

Folgt Broadly auf Facebook, Twitter und Instagram.