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Damals Rostock, heute Dresden: Fremdenhass hat immer Konjunktur

Die ARD hat Interviews von der Pegida mit denen aus Rostock 1992 gegenübergestellt. Das Ergebnis ist erschütternd.
30.1.15

Screenshots: ARD

Vor der Sendung am Donnerstagabend hat das ARD-Magazin Panorama ein kurzes Video auf Facebook hochgeladen, das es in sich hat. In dem Video wurden Interviews mit Pegida-Demonstranten im heutigen Dresden solchen aus Rostock-Lichtenhagen von 1992 gegenübergestellt. In Rostock-Lichtenhagen war es damals zu massiven rassistischen Ausschreitungen gekommen, bei deren Höhepunkt junge Randalierer ein Wohnheim mit 100 vietnamesischen Flüchtlingen anzündeten. Dabei applaudierten an die 3.000 Zuschauer, die dann die Polizei und die Feuerwehr daran hinderten, zu dem Gebäude vorzudringen.

Das Video ist allein deshalb schon erschütternd, weil die Aussagen sich teilweise im Wortlaut ähneln: Ausländer sind unreinlich, kommen nur her, um zu klauen oder zu schmarotzen, Ausländer müssen raus. Wie viel die ach so friedlichen Pegida-Demonstranten mit den ach so besorgten Rostockern von damals gemein haben, können sie am besten selbst erzählen:

Post by Panorama.

Bezeichnend, dass der beliebteste Kommentar unter dem Video es als „übelste Propaganda" bezeichnet. Am meisten getroffen fühlen sich die Rassisten immer, wenn die „Lügenpresse" sie einfach direkt zitiert.