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Drogen

Hangover-News

Der Polizei-Gewerkschaftler will den kleinen Kiffer in Ruhe lassen, die Grünen wollen keine Waffen an die Kurden liefern und ein Hitler-Gemälde wurde für 130.000 Euro versteigert.
24.11.14

Du hast nicht mitbekommen, was am Wochenende in der Welt da draußen passiert ist, weil du nur in deiner eigenen Welt warst? Dein Schädel brummt, alles ist zu laut, aber du willst dich trotzdem auf den neuesten Stand bringen? Dann haben wir hier für dich unsere allwöchentlichen Hangover-News:

Strache auf dem FPÖ-Parteitag

Foto von: michaelthurm via photopin cc

Wer sich bis jetzt noch nicht denken konnte, wie die FPÖ in den Wien-Wahlkampf gehen wird, weiß es spätestens seit dem​ Landesparteitag am Sonntag. Zum Beispiel stellte die Partei einen Antrag, „islamische Tendenzen" in Wiener Kindergärten verstärkt zu kontrollieren und forderte verpflichtende Bürgerbefragungen vor dem Bau von Moscheen. Strache erwartet sich 30 bis 40 Prozent bei der Wahl, will laut eigenen Aussagen Vassilakou auf die Mahü spazieren schicken und Häupl mit dem nassen Fetzen aus Wien jagen. In der letzten Ausgabe von Zur Zeit, dessen Chefredakteur der FPÖ-Abgeordnete Wendelin Mölzer ist, ​konnte man am Wochenende inzwischen lesen, dass Adolf Hitler ein „Staatsoberhaupt" war, das ein „Präsidialsystem wie in den USA" führte.

Wiedergutmachungsinitiative kommt wahrscheinlich zustande

Foto von ​Diana Pfammatter.

Von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen waren in der Schweiz bis in die frühen 1980er Jahre unter anderem Kinder und junge Erwachsene betroffen, die ein angeblich „liederliches Leben" führten. Sie wurden zur „Arbeitserziehung" in geschlossene Anstalten und Gefängnisse gesteckt oder als „Verdingkinder" auf Bauernhöfe. An den Opfern, insbesondere Mitgliedern von Minderheiten wie Roma und Sinti, wurden nebst unmenschlichen Erziehungsmethoden und Freiheitsentzug mitunter auch Zwangssterilisationen und Zwangskastrationen durchgeführt.
Gemäss dem ​Tages-Anzeiger, ist die von den Opfern dieser institutionellen Willkür betroffenen Schweizer ins Leben gerufene Wiedergutmachungsinitiative nun auf dem besten Weg: Das Volksbegehren, welches unter anderem für die rund 20.000 schwer betroffenen Opfer einen mit 500 Millionen Franken dotierten Wiedergutmachungsfonds fordert, soll gemäss dem Kampagnenleiter Pascal Krauthammer „bis Ende Jahr" bei der Bundeskanzlei eingereicht werden.

Edathy soll auf Google nach „childporn" gesucht haben

Der ehemalige deutsche Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy soll ​nach Informationen des Spiegels im Internet „zielgerichtet nach kinderpornografischen Seiten Ausschau" gehalten haben. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll er bei Google unter anderem nach „childporn" gesucht haben. Allerdings ist die bloße Suche nach den Begriffen nicht strafbar, wohl aber das Herunterladen oder Streamen der Dateien. Die Anklage wirft ihm sieben Fälle mit kinderpornografischen Inhalten vor. Außerdem hätten die Ermittler in Edathys niedersächsischem Wohnort eine CD und eine Fotosammlung mit strafbarem jugendpornografischem Material sichergestellt. Edathy weist die Vorwürfe zurück.

Boko-Haram-Kämpfer haben 48 Fischhändler in Nigeria getötet

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Kämpfer der islamistischen Terrororganisation Boko Haram haben im Norden Nigerias 48 Menschen getötet. Laut eines Gewerkschaftsvertreters soll es sich bei den Opfern um Fischverkäufer gehandelt haben. Sie waren auf dem Weg ins benachbarte Tschad, um dort Fisch zu kaufen. Boko Haram will im Norden Nigerias einen muslimischen Gottesstaat errichten. Seit 2009 hat sie mehr als 10.000 Menschen getötet.

Chef der deutschen Polizeigewerkschaft will Kiffer in Ruhe lassen

[​In einem Gastbeitrag für den Focus](http://Chef der Polizeigewerkschaft will Kiffer in Ruhe lassen In einem Gastbeitrag für den Focus hat sich der Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt dafür ausgesprochen, Konsumenten geringer Mengen Cannabis in Ruhe zu lassen. „Es wäre besser, den Konsum geringer Mengen von Cannabis nicht mehr verfolgen zu müssen – um sinnlose Bürokratie zu vermeiden,) hat sich der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt dafür ausgesprochen, den normalen Kiffer in Ruhe zu lassen. „Es wäre besser, den Konsum geringer Mengen von Cannabis nicht mehr verfolgen zu müssen—um sinnlose Bürokratie zu vermeiden", schreibt er. Die Polizei müsste die Personen anzeigen, obwohl das Verfahren von der Staatsanwaltschaft routinemäßig eingestellt werden würde. Polizisten würden dadurch „teilweise schlicht verheizt werden." Er fügte hinzu: „Die Menschen müssen sich darauf verlassen, dass der Staat sein Gewaltmonopol wahrnimmt—und Ressourcen nicht verschleudert."

„Läuft bei dir" ist das deutsche Jugendwort des Jahres

Der Langenscheidt-Verlag hat das Jugendwort des Jahres gewählt, und es ist gleich ein ganzer Satz geworden: „Läuft bei Dir". ​Der Ausdruck setzte sich gegenüber „Gönn Dir!" und „Hayvan" durch. Große Popularität erfuhr der Begriff durch den Disstrack „Leben und Tod des Kenneth Glöckler" von Bushido. Darin rappt er „Läuft bei dir, Kay", womit bewiesen wäre, dass der Ausdruck durchaus auch ironisch verstanden werden kann. Der Song feierte übrigens am Wochenende sein Einjähriges​.

Ein Hitler-Bild ist für 130.000 Euro versteigert worden

Für 133.000 Euro wurde in Nürnberg ein Gemälde von Adolf Hitler ersteigert. Das Bild trägt den Namen „Standesamt München" und ist gerade nur 28 mal 22 Zentimeter groß.  ​Der anonyme Käufer stammt vermutlich aus dem Nahen Osten. Zwei Schwestern hatten das Aquarell zur Versteigerung gegeben. Ihr Großvater hatte das Bild 1916 in einer Münchner Galerie gekauft. Weil die Originalrechnung sowie eine Notiz von Hitlers späterem Leiter seiner Privatkanzlei Albert Bormann dabei gewesen war, soll das Werk wirklich von Hitler sein. ​Trotzdem gibt es weiterhin Zweifel an der Echtheit des Bildes. Die Rechnung soll nämlich nachträglich manipuliert worden sein.

Taxifahrer attackierten Uber-Mitarbeiter in Spanien



​ Foto:​ Andy / Andrew Fogg ​Flickr | CC-BY-2.0

In Madrid wurden fünf Taxifahrer festgenommen, weil sie einen Uber-Mitarbeiter bedroht und verfolgt hätten. ​Laut Polizeibericht seien die fünf Männer dem Opfer mit ihren Taxis hinterher gefahren, hätten es bedrängt und so zu einem Unfall verleitet. Anschließend hätten sie gedroht, den Mann zu töten. Ein Sprecher der Taxifirma sagte, seine Mitarbeiter hätten den Mann nur identifizieren und anzeigen wollen.