Scotland Yard wird beschuldigt, einen Serienmörder zu decken

Ein ehemaliger Kriminalbeamter behauptet, dass ein Mann in den 70er Jahren 18 unschuldige Menschen vor heranfahrende U-Bahnen geschubst hat.

|
27 Juli 2015, 1:31pm

Foto: SPSmiler | Wikimedia Commons | Public Domain

Ein ehemaliger Kriminalbeamter behauptet, dass Scotland Yard die Verbrechen eines Londoner Serienmörders unter den Teppich gekehrt hat, der in den 70er Jahren 18 Leute umgebrachte, indem er sie vor heranfahrende U-Bahnen schubste.

In seinem Buch The London Underground Serial Killer schreibt der 60-jährige Geoff Platt, dass ein Mann namens Kieran Kelly 1984 wegen Trunkenheit und ungebührlichen Benehmens verhaftet wurde—anschließend ermordete Kelly seinen Zellengenossen William Boyd.

Laut Platt bekannte sich Kelly während des Verhörs zu diesem Vorfall zu den Mordfällen in der Londoner U-Bahn. Die damit zusammenhängenden Todesfälle wurden als Selbstmorde eingestuft. Das soll zum Teil auch daran gelegen haben, dass die Polizei keine Panik auslösen wollte. Außerdem sollte natürlich nicht ans Licht kommen, dass die Beamten einfach so 18 Morde in der U-Bahn geschehen ließen.

„Man muss doch nur mal darüber nachdenken: Natürlich will die Polizei nicht, dass das alles an die Öffentlichkeit gelangt, denn dann wäre eine Massenpanik vorprogrammiert", meinte Platt gegenüber der Zeitung Daily Star. „Außerdem durfte niemand erfahren, dass ein Serienmörder einfach so damit davongekommen ist, unschuldige Menschen auf die Gleise zu stoßen. Sie hatten Angst, dass es wieder passieren könnte."

Eine Pressesprecher der British Transport Police sagte, dass es sich aufgrund des langen Zeitraums, der zwischen dem jetzigen Zeitpunkt und den angeblichen Verbrechen liegt, ziemlich schwierig gestalten würde, diesen Verdacht ohne weitere Beweise zu erhärten.

Mehr VICE
VICE-Kanäle