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Hangover-News

Ein Update für alle, die das ganze Wochenende gefeiert und geschlafen haben und sich um die Dinge, die in der Welt da draußen passiert sind, nicht kümmern konnten.

Während du dir am Freitag die ersten Drinks hast einschenken lassen, ist der Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen angekommen. „Haiyan“ ist kein x-beliebiger Taifun, sondern scheint einer der gewaltigsten Taifune zu sein, die je irgendein Land erreicht haben.

„Haiyan“ hat eine riesige Sturmflut durch die 220.000-Einwohnerstadt Tacloban auf der philippinischen Insel Leyte gedrückt und sie dabei völlig zerstört. Es gibt noch keine genauen Zahlen, aber Schätzungen gehen von 10.000 Todesopfern allein auf dieser Insel aus. Die Situation in der Stadt Tacloban kann man sich nur schwer vorstellen: Die Infrastruktur ist völlig zusammengebrochen, die Regierung will Massengräber ausheben lassen, es wird geplündert. „Es gibt so viele tote Menschen und wir haben keine Leichensäcke mehr“, sagt eine betroffene Frau in der Tagesschau. Im Moment liegen die gefundenen Körper noch mit Decken und Plastikplanen zugedeckt auf den Straßen. Ein lokaler Radiosender berichtete, Präsident Beningo Aquino hätte sich darüber geärgert, dass die Katastrophenschutzbehörden trotz der Wetterwarnungen nicht besser vorbereitet gewesen seien.

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Der britische Geheimdienst hackt Internetanbieter, um das mobile Netz kontrollieren zu können

GCHQ Gebaeude in Cheltenham, Gloustershire—von Defence Images

Seinen prominentesten Auftritt hatte der britische Geheimdienst GCHQ wohl, als herauskam, dass er ungefähr alles mitliest, was wir so im Internet treiben. Der GCHQ hatte sich das ganze sehr bequem eingerichtet: Er konnte über Schnittstellen in den zentralen Glasfaserkabeln unserer Internet-Infrastruktur einfach alles kopieren und speichern.
Mit dem mobilen Internet schien das Ganze nicht so gut zu funktionieren, und der GCHQ schien etwas dagegen unternehmen zu wollen:
Laut neuen Snowden-Dokumenten, die der SPIEGEL diese Woche veröffentlicht, bastelte sich der GCHQ einfach eine täuschend echte Kopie des Business-Netzwerks LinkedIn und hackte damit bestimmte Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens Belgacom. Die Technik nennt sich „Quantum Insert“ und wird sonst eigentlich nur von so zwielichtigen Gangs wie der NSA verwendet. Laut den neuen Snowden-Dokumenten soll es den GCHQ-Leuten darum gehen, im mobilen Internet genauso gut kopieren zu können, wie ihr Programm „Tempora“ das bereits bei den Festnetzanschlüssen macht. LinkedIn was not amused.

Ein Aktivist hat seinen Hoden aus Protest auf den roten Platz in Moskau genagelt

Roter Platz Moskau—Arian Zwegers

Der Performancekünstler Pjotr Pawlenski protestierte mit der Aktion gegen die Begrenzung der Bürgerrechte durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Am Sonntag wurde in Russland der „Tag der Polizei“ gefeiert. Der 29-jährige Pjotr Pawlenski setzte sich zu diesem Anlass nackt auf das Pflaster vor dem Lenin-Mausoleum und trieb einen langen Nagel durch seinen Hodensack in die Spalte zwischen zwei Pflastersteinen. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Moskauer Polizisten verwirrt um ihn herumstehen und ihn dann in eine Decke einwickeln.
Pjotrs Protestaktionen sind öfters etwas radikal: Im Mai wurde er festgenommen, als er nur mit einer Rolle Stacheldraht bekleidet vor einem Regierungsgebäude in St. Petersburg demonstrierte. Aus Protest gegen das Wegsperren der Punkband Pussy Riot hat er sich auch schon den Mund mit 10 sauberen Stichen zugenäht.

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Eine texanische Firma hat eine neue Pistole für 3D-Drucker entwickelt

Das Unternehmen ist stolz darauf, dass die Knarre „wunderschön funktioniert und bereits 50 Schuss abgefeuert hat“.
Anfang des Jahres gab es schon einmal Nachrichten über die „Liberator“, den Bauplan einer Pistole, die man sich selbst mit einem 3D-Drucker ausdrucken konnte. Das Problem dabei war nur, dass die „Liberator“ einem nach ein paar Schuss immer um die Ohren flog, weil das Plastik dem Druck der Explosionen nicht stand hält.

Die texanische (wie sollte es anders sein) Firma „Solid Concepts“ hingegen benutzt einen 3D-Drucker der Metall aus Metallpulver formen kann. Damit, berichtet „Solid Concepts“ freudig, hätten sie bewiesen, dass der 3D-Druck längst reif für den Mainstream ist. Na, dann kann es ja losgehen, liebe Texaner.

Das Olympische „Feuer“ wurde von russischen Kosmonauten ins All getragen

Foto von NASA/Bill Ingalls

Weil es im All keinen Sauerstoff gibt und offenes Feuer auf der internationalen Raumstation zu gefährlich ist, wurde nur die erloschene Fackel im All herumgereicht.

Am 7. Februar 2014 soll mit der Olympischen Fackel das Olympische Feuer der Olympischen Winterspiele in Sotchi angezündet werden. Russland hat sich dafür den „Fackellauf der Superlative“ ausgedacht. Dabei scheint es vor allem wichtig zu sein, den futuristisch gestalteten Gegenstand ,Fackel‘ an möglichst verrückten Orten zu fotografieren—mit oder ohne Flamme. Die Fackel wurde dafür bereits an den Nordpol getragen und soll vor der Eröffnung der Winterspiele im Februar noch auf den Gipfel des Elbrus im Kaukasus-Gebirge und auf den Grund des Baikalsees in Sibirien. Man darf gespannt sein, ob sich Russland etwas einfallen lässt, die Fackel auch unter Wasser brennen zu lassen oder ob sie dann einfach wieder ausgeht. Ganz neu ist die Weltraumidee übrigens nicht: In den Jahren 1996 und 2000 waren auch schon Olympische Fackeln im Weltall.

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Und was ist am Wochenende bei uns vor der Haustüre passiert, als ihr verkatert im Bett gelegen seid?

Foto von Trey Ratcliff

Josef Bucher hat den Vorwurf zurückgenommen, Frank Stronach habe ihn für 500.000 Euro in sein Team holen wollen. Da er abgelehnt hat, ist Bucher vermutlich der einzige Nationalratsabgeordnete des BZÖ, der nicht vom einen sinkenden Schiff ins andere gewechselt hat. Bucher lag es „fern, der Ehre von Frank Stronach jemals nahezutreten.“ Das mit der Ehre hat der sowieso selbst erledigt. Während sich die Reichen im 1. Bezirk um ein paar tausend Euro gestritten haben, gab es auch anderen Orts im 1. Probleme:

Von den Obdachlosen im Stadtpark sollte mittlerweile jeder gehört haben, egal wie lange die Party oder der darauffolgende Kater war. Auch einen Toten gab es vor dem Wochenende schon. Nun haben drei Obdachlose die Polizei angezeigt. Im Oktober habe die Polizei nachts „Herrn Friedrich“ eine halbe Stunde Zeit gegeben seine Sachen zu packen und den Park zu verlassen. Die Polizei habe daraufhin die MA48 aufgefordert, den „Müll“, den der Mann in den 30 Minuten nicht mehr mitnehmen konnte, zu entsorgen. Dass es sich bei dem „Müll“ um das einzige Eigentum von Herrn Friedrich gehandelt hat, ist der Polizei dabei entgangen.

Vielleicht ist euch ja schon aufgefallen, dass HC Strache seit kurzem eine Unterlassungserklärung als Facebook-Titelbild verwendet. Wir haben beim Kläger, dem Karikaturisten Bernd Ertl, nachgefragt, was es damit auf sich hat.

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