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Sex

Ich habe meine Pussy mit THC-Gleitgel stoned gemacht

Foria soll dir angeblich zu einem entspannteren Umgang mit Sex und intensiveren Orgasmen verhelfen. Wir haben es ausprobiert.

von Mish Way
14 August 2014, 12:28pm

Titelbild: Die Hände voller Pussy-Pot-Produkte / Mish Way

Ich war noch nie ein großer Fan von Gras. Mir ist es irgendwie nicht möglich, beim Rauchen meine „therapeutische Breite" zu finden. Ich weiß genau, wie viel Kokain oder Meth ich vertrage; bei Morphium kommt es auf die Beständigkeit meines Konsums an. Beim Rauchen von Marihuana ist das allerdings eine ganz andere Geschichte: Jeder einzelne Zug ist zu viel und am Ende bin ich dann einfach nur fertig. Ich klinge jetzt vielleicht wie mein Vater, aber das Gras heutzutage ist echt krank. Es ist verdammtes Super-Gras. Gras auf Drogen. Gras, das mit noch mehr Gras gestreckt und dann mit THC vermischt wurde, um noch stärker zu zünden. Ich nehme jede Droge der Welt, aber wenn man mir eine Bong reichen will, schüttle ich normalerweise den Kopf und verneine.

Als ich zum ersten Mal von Foria hörte, dem allerersten Cannabis-Gleitgel speziell zur Verbesserung des sexuellen Vergnügens von Frauen, sah ich die Chance, meine Angst vor Gras zu besiegen. Mein Kopf hätte nichts zu tun, meine Vagina würde die ganze Arbeit übernehmen—und der vertraue ich mehr als meinem Kopf.

Letzte Woche traf ich mich in Los Angeles mit Matthew Gerson (von seiner Gemeinschaft, der Aphrodite Group, wird er auch „Wellness Director" genannt), dem Schöpfer von Foria. Nachdem ich der Firma eine Mail geschrieben und nach Testmaterial für meinen Artikel gefragt hatte, wollte Gerson mich unbedingt sehen und über seine Erfindung reden.

Gerson hat seine eigene Theorie über Frauen, Sexualität und Pflanzen aufgestellt. Ich glaube, dieser stimme ich zu.

„Gerade wachsen bei mir ein paar Marihuana-Pflanzen", erklärte er. „Wenn du Zeit mit der Pflanze verbringst, dann bist du fasziniert von Weed. Marihuana ist im Grunde eine sehr wuschige, weibliche Pflanze. Der weibliche Teil wird geerntet, sondert die Flüssigkeit ab, will bestäubt werden und ist bei der Bestäubung dann total gestresst und produziert immer mehr. Es gibt da diese komisch anmutende Beziehung zwischen weiblichen Menschen und weiblichen Pflanzen. Wir haben uns mit den Pflanzen entwickelt. Wir besitzen Rezeptoren, die THC erfolgreich absorbieren. Wir haben diese Fähigkeit, die von der Pflanze abgesonderten Pollen zu absorbieren, weil sich unsere Physiologie gleich entwickelt hat."

Gerson kommt nicht wie der typische Befürworter von Marihuana rüber, was vielleicht daran liegt, dass er keiner ist. Rein äußerlich betrachtet hat er überhaupt nichts Hippiemäßiges an sich und er gibt zu, dass er nur durch die Idee von Foria in das Cannabis-Geschäft eingestiegen ist. Früher wollte Gerson ein buddhistischer Mönch werden, aber schon bald wechselte sein Fokus vom Kloster zum Streben nach Gesundheit und Wohlbefinden. Gerson gründete dann zusammen mit seinem Freund Mark Batiste die Sir Richard's Condom Company, wobei sie dabei durch den TED-Talk eines Bekannten inspiriert wurden. Ein Experiment mit Markenentwicklung und Safe-Sex brachte ihn und Sir Richard's anschließend nach Haiti.

„Ich war drei Jahre lang bei diesem Unternehmen tätig", erklärte Gerson. „Dadurch wuchs mein Interesse an der sexuellen Seite von Gesundheit."

„Ich bin kein langjähriger Kiffer. Für mich ist es ein starkes Arzneimittel. Das Gras ist besser geworden und inzwischen weiß man darüber viel mehr. Man kann sich damit selbst medizinisch behandeln, es aber auch komplett falsch einsetzen. Ich habe schon zusammen mit meinen Partnerinnen Marihuana geraucht, als wir intim wurden. Weißt du, das hat irgendwie was. Ich fing an, Nachforschungen anzustellen, und Marihuana wurde schon oft als Aphrodisiakum genutzt—in der chinesischen Medizin, bei Hindu-Behandlungsmethoden und auch in vielen anderen Kulturen", sagte Gerson. „Niemand raucht mehr einfach nur Gras; inzwischen gibt es all diese total ausgeklügelten Anwendungen. Schon bald stieß ich auf die Öle. Da ich aus der Welt der Kondome und der sexuellen Gesundheit komme, dachte ich bei Öl natürlich sofort an Gleitgel. Bei Foria verwendete ich Kokosöl, denn das ist auch richtig gut für die weibliche Hygiene. Es sorgt ebenfalls für eine tolle Feuchtigkeit."

Gerson, umgeben von dem Grünzeug, mit dem er nichts mehr am Hut hat. Foto: Facebook

Gerson sprach mit Ärzten (seine Eltern waren auch welche) und stellte sicher, dass sein Produkt ungefährlich ist. Und das war es auch. Foria durchlief viele Entwicklungsphasen und Gerson fand schließlich die beste Mischung für die Vorstufe von Gleitgel (Foria sollte eigentlich nicht direkt als Gleitgel verwendet werden—eine kleine Dosis eine Stunde vor dem eigentlichen Sex ist die richtige Anwendung). Dabei arbeitete er eng mit den firmeneigenen Wissenschaftlern zusammen, die ihm beim Bestimmen der korrekten Dosis und Wirksamkeit halfen. Bei all dem wurden keine Pestizide, kein Schimmel, nichts dergleichen eingesetzt. Bis jetzt können nur Menschen aus Kalifornien, die im Besitz eines Ausweises für medizinisches Marihuana sind, Foria kaufen (bis das Produkt auch in anderen Staaten und Ländern verfügbar ist, will Gerson Leuten dabei helfen, es zu Hause selbst herzustellen—quasi ein DIY-Foria).

Viel wichtiger aber noch: Gerson wollte etwas an der Tatsache ändern, dass es keine Produkte auf dem Markt gibt, die den Frauen helfen, die keinen Orgasmus bekommen können—Frauen, für die das Vergnügen ein Problem darstellt und die dafür nicht mal beim Sex entspannen können. Für eine von Sex besessene Kultur sind wir ziemlich unreif, wenn es darum geht, wirklich über Vergnügen, unsere Körper und Orgasmen zu reden. Viagra und Cialis sind nur erhältlich, weil Männer bis ins hohe Alter in die Kiste steigen können. Frauen kommen in die Wechseljahre und ihr sexuelles Vergnügen wird dann für ihre Gesundheit irrelevant. Ich möchte schreien, wenn ich daran denke, dass manche Frauen noch nie einen Orgasmus hatten.

Gerson stellte mir genügend Foria zur Verfügung, damit meine Vagina super-high werden konnte. Dafür war ich ihm sehr dankbar.

„Ich mache jetzt erstmal meinen verdienten Urlaub", sagte er. „Wenn du noch irgendetwas brauchst, kann du mir aber eine Mail schreiben."

Auf dem Nachhauseweg wurde ich neugierig und konnte nicht mehr warten. Ich entschied mich dazu, Foria zuerst oral zu testen. Ich sprühte fünf Mal in meinen Mund und zehn Minuten später weitere vier Mal. Gerson hatte auch erwähnt, dass Frauen bei den ersten Studien ein richtiges High erlebten, als sie Foria im Mund testeten. Beim Sprühen in die Vagina war dies nicht der Fall. Ich wollte sehen, wie stark der Rausch sein würde.

Ich ging noch einkaufen und fuhr dann nach Hause. Mein Mitbewohner hatte Besuch, also saßen wir noch eine Weile beisammen und nach ein oder zwei Stunden wurde mir klar, dass ich high war. Das war jetzt aber nicht das übliche, schreckliche Gefühl, das mich nach dem Rauchen von Gras beschleicht—ich war einfach nur richtig locker und entspannt. Es fühlte sich leicht und ruhig an, wie die erste Welle bei Pilzen, bevor es ernst wird, oder wie der Unterschied zwischen dem Zerstoßen plus Schnupfen und dem Schlucken einer Oxycodon-Pille. Das war ein langsam wachsender Rausch. Vielleicht können Gras und ich doch noch Freunde werden—also richtig gute Freunde.

Nach dem oralen Testversuch sprang ich von der Couch und ging in mein Zimmer, um Foria auf meine Vagina zu sprühen. Ich wusste, dass mein Freund schon bald von der Arbeit kommen würde und ich wollte dem THC genügend Zeit lassen, um meine Muschi schön high zu machen.

Ich erwartete von Foria keine sofortigen Ergebnisse. Wie Gerson schon sagte, es kann auch keine Wunder vollbringen. Als sein Team Frauen zum ersten Mal Foria ausprobieren ließ, waren dabei alle Altersgruppen vertreten: Frauen zwischen 20 und 30 berichteten von intensiveren und multiplen Orgasmen sowie einem Erlebnis für den ganzen Körper, während ältere Damen (manche sogar schon über 70) sagten, dass ihnen Foria ein schönes Gefühl bescherte, das sie so seit Jahren nicht mehr gespürt hatten. Aber es bewirkte noch mehr. Sie schliefen auch besser.

„Sex kann man nicht genau nachbilden. Wir machen alles genau gleich und es wird sich auch genau gleich anfühlen—so funktioniert das nicht. Mit der gleichen Einstellung müssen wir die Pflanze sehen. Wir müssen mit diesen Voraussetzungen arbeiten", hat Gerson gesagt. „So viele Faktoren spielen eine Rolle: Essen, Alkohol, die Beziehung zu deinem Partner, deine Stimmung und so weiter. Es ist Teil unseres Jobs, mit dieser Ungewissheit klarzukommen. Die Leute wollen wissen, was genau bei der Anwendung von Foria passiert. Das kann ich nicht sagen. Wir drücken es so aus: ‚Hier haben wir die Berichte von den Frauen, die es schon benutzt haben. Vielleicht werden deine Erfahrungen ähnlich sein.' Wir versuchen, auf eine sichere Art und Weise mit diesem nachgewiesen medizinischen Kraut zu experimentieren."

Als mein Freund und ich zum ersten Mal mit Foria Sex hatten, war ich bereits high und alles hat sich toll angefühlt. Er befriedigte mich oral und wurde dann selbst high, weil er das Zeug ableckte—der Hammer. Unser Liebesleben ist aber sowieso schon sehr erfüllend und ich hatte noch nie Probleme, einen Orgasmus zu bekommen. Ich hatte bloß ein Problem mit Gras.

Eine Woche lang habe ich meine Vagina streng nach Plan mit Foria bedeckt.

Jeden Morgen und jeden Nachmittag wurde vier Mal gesprüht. Mein Freund und ich hatten viel Sex und wir achteten darauf, ob und wie sich etwas veränderte. Es war sehr intensiv. Mir fiel auf, dass sich bestimmte Dinge anders anfühlten und die Orgasmen länger andauerten und viel verrückter und stärker waren. Wenn wir nur auf die gute alte Art und Weise vögelten, erlebte ich den ganzen Akt viel fokussierter, so als ob alles von meiner bekifften, kleinen Muschi ausging. Ich meine, ich will hier jetzt nicht wie eine Ökotussi klingen, aber es war echt ziemlich gut—ich weiß aber nicht, ob das nun am Foria zwischen meinen Beinen und in meinem Mund lag.

Im Laufe der Tage sind auch noch andere komische Dinge passiert. Als ich wandern ging und Sprints mit einem Bekannten durchführte, der mich in Form bringen sollte, spürte ich plötzlich (mitten während dem brutalen, anstrengenden und schweißtreibenden Training), wie meine Vagina ganz feucht wurde. Mein ganzer Körper wurde geschunden und mein Geschlechtsteil war vollkommen aufgegeilt.

Ich fand es allerdings aufregender, im Kopf high zu werden und dann zu ficken, als nur meine Vagina zu besprühen. Aber war das nicht immer noch der Sinn und Zweck? Gerson stellte doch diese ganze Theorie darüber auf, wie wir alle mal einen Gang runterschalten und entspannen müssen und uns der allgemeinen Gesundheit und dem Wohlbefinden in unserem täglichen Leben bewusst werden sollen, denn gesunder Sex und Vergnügen können dabei eine wichtige Rolle spielen.

„Ich verstehe nicht, warum die durch unsere Sexualität hervorgerufene sexuelle Reaktion und vergnügliche Erfahrung irgendwie in nur einen Aspekt unserer menschlichen Erlebnisse verbannt wurden—entweder mit einem Partner oder durch Masturbation mit einem sehr beschränkten Zweck", sagte er. „Dann gibt es jedoch noch diesen großen Teil eines ausgeglichenen, glücklichen Lebens und unsere Sexualität schleicht sich da rein. Es scheint aber viel Sinn zu machen, wenn wir zulassen, dass sexuelles Vergnügen unser Streben nach Gesundheit und Wohlbefinden anregt. Diese sind die Kraftzentren unserer Körpers."

Orgasmen machen dich glücklich. Wir brauchen dieses Vergnügen und dieses Loslassen. Sind wir vielleicht an einem Punkt angekommen, an dem wir ein mit THC versetztes Öl brauchen, das uns entspannen und genau das machen lässt?

Ich bin mir nicht sicher, ob Foria mein Sexleben komplett verändert hat, denn mein Sexleben war schon vorher ziemlich gut. Es ließ mich aber erkennen, dass Cannabis als Aphrodisiakum doch sehr viel Spaß macht, wenn man es nicht gerade durch eine Cola-Dose raucht. Die richtige Dosis und ein Verständnis dafür, was bei mir wirkt, vertiefte meine Entspannung.

Ich wende Foria immer noch an. Ich werde meine Muschi auch weiterhin high machen. Wie Gerson schon sagte, das Ganze wächst langsam und ich will nicht, dass die Erfahrung endet. Dazu kommt, dass Ficken ziemlich spaß macht, wenn dein Geschlechtsteil zugedröhnt ist!