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Reisen

Unser König ist ein Arschloch

Der König von Schweden, Carl Gustaf Folke Hubertus Bernadotte, befindet sich in einer sehr heiklen Situation.
12.11.10
Foto: imago | Future Image

Der König von Schweden, Carl Gustaf Folke Hubertus Bernadotte, befindet sich in einer sehr heiklen Situation. Letzte Woche wurde das Buch "Carl XVI: Der zögernde Monarch (Aussage des Autors)" in Schweden veröffentlicht. Dieses Buch schildert sehr genau, alle möglichen und eher gefährlich dümmlichen Skandale des Königs und seiner Untertanen.

Es ist kein Geheimnis, dass des Königs Fähigkeiten nicht gerade Respekt ernten. Die Autoren Thomas Sjöberg, Deanne Rauscher und Tove Meyer widersprechen diesem Fakt auch in keinster Weise. Hier sind einige Aussagen die belegen, dass der König nicht wirklich eine Autoritätsperson ist:

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Bezahlen für Sex – Er bezahlt Frauen, damit sie mit ihm vögeln. Kein Prostituierten (obwohl das keiner wirklich überwachen kann), einfach Partygirls, die dem König ein wenig das Leben versüßen. Mit der Königin von Schweden kann man das natürlich nicht machen, du Trottel.

Eine einjährige Affäre mit einer Musikerin – Während der Neunziger, als diese Affäre angeblich stattfand, war sie die Anführerin des größten Eurodisco-Trashtrios, dass die Welt je gesehen hat.

Saufen in billigen Kneipen – Wegen der restriktiven Alkoholpolitik in Schweden, werden billige Kneipen, oder auch „Black Clubs“ gerade sehr populär. Der König wusste einfach, dass dort ordentlich die Post abgeht. Er ist ein großer Mann in Schweden, er weiß welche „Black Clubs“ richtig gut sind. Solange die Mafia ihre Finger noch nicht im Spiel hat, sollte man sie genießen.

Er beschäftigt fragwürdige Sicherheitsleute – Jeder seiner Sicherheitsmänner ( alle von der SÄPO, das schwedische Pendant zum FBI) sind sich ihrer Ausstrahlung bewusst. Den König mit organisierter Kriminalität zusammen zu bringen ,ist keine gute Idee. Die Lösung der SÄPO? Einfach einen Deckel auf die Geschichte machen.

Er geht in Strip-Clubs – Er ging einmal in den „Gold Club“ in Atlanta, als er die Olympischen Spiele besuchte. Er verbrachte dort vier Stunden mit einer Stripperin und bezahlte dafür 10.000$, sein Trinkgeld viel mit 2.000$ auch nicht gerade gering aus.

Nun die Frage aller Fragen: ist das alles wahr? Oder ist das überhaupt eine Frage? Jeden der in den letzten 20 Jahren in  Stockholm in der Nähe des Königs gewohnt hat, weiß das dies eher alte Neuigkeiten sind. Nicht einmal Journalisten bringen so müde Fragen. Es ist alles alter Klatsch rund um Clubs, Schlampen und Affären. Aber irgendwie wollte niemand mit dem Finger auf den König zeigen. Stellt euch solche Vorwürfe doch mal in England vor!

Nun will aber auch keiner der Dumme sein, der keine Antworten auf diese brisanten Fragen hat. Gerade jetzt wo das Buch veröffentlicht ist. Allgemein lässt sich schon sagen, dass wir uns nicht unbedingt für den Scheiß interessieren. Trotzdem wird über ihn geredet, ob er es getan hat oder eben nicht.

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Bis jetzt ist der König der einzige, der das Buch noch nicht gelesen hat – es war nach kurzer Zeit ausverkauft. Der Verlag bot ihm die Chance, dass Werk noch vor der Erscheinung zu lesen, doch gerade ist Elch-Saison, so entschied er sich lieber für die Jagd. Nach seiner Rückkehr aus dem Wald, gab es gleich einen ordentlichen Medienrummel. Auf die nervigen Fragen der Journalisten konnte er nur eins antworten: „Ähm, ich habe das Buch nicht gelesen und ähm … ich kann ihre Fragen nicht beantworten.“ Und dann „Ich habe mit meiner Familie gesprochen und auch mit der Königin. Wir werde ein eigenes Buch herausbringen. Ich werde mit der Vergangenheit aufräumen. Es wird gut.“ sagte er in seiner bekannten und albernen Weise und verschwand nach China oder wohin auch immer.

Geht es nur mir so, oder weiß da jemand nicht was über ihn erzählt wird? Unsere Vermutung ist, es wird noch schlimmer kommen. Eine Schwemme schlechter Bücher und Sonderausgaben wird uns bevor stehen.

Hier einige unserer persönlichen Favoriten der letzten Skandale im schwedischen Königshaus:

- Dart spielen mit schwedischen Nazis

- Seine erstgeborene Tochter darf nicht seine Nachfolgerin werden. (Er argumentierte, es wäre zu hart für sie.)

- Während einem Nobel-Essen heimlich zu rauchen. Er scheiterte an seinen trockenen Lippen.

- Total besoffen zur Jagd gehen