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Nordkorea ist so langweilig, dass es einem Angst macht

Nordkoreas Regime will mithilfe deutscher Experten Investoren ins Land locken und einen wirtschaftlichen Boom einläuten, denn im Moment ist es wohl das langweiligste und sterilste Land der Welt.

Maxime Delvaux besuchte im letzten November Nordkorea, was für einen Fotografen nicht gerade einfach ist. Es gelang ihm, als Tourist mit einem ständigen Reiseführer und Fahrer reinzukommen. Wie die meisten Touristen durfte er nur zu den genehmigten Standorten. Solche und ähnliche Touren dienen hauptsächlich als Propaganda, um Außenstehende von Nordkoreas Beständigkeit, Höflichkeit, Macht und Größe zu überzeugen. Die dabei entstandenen Bilder belegen diese umheimliche Sterilität. Der Betrachter erkennt, dass hinter den Türen der Gebäude kuriose Dinge vor sich gehen.

In einem einführenden Text zu den Bildern schreibt Mikhail Kissine: „Die wenigen Menschen, die sich in der Nähe der Gebäude aufhalten, zeigen das wahre Ausmaß. Die nüchternen Erläuterungen, die das Regime selbst liefert, zeigen erst recht deren Dummheit ... Wir sollten Angst vor Regimen kriegen, die Monumente nur zur Täuschung der Besucher bauen. Was die Bilder von Maxime Delvaux zeigen, ist sehr real. Sie sind in der Tat real genug, um ein komisches Gefühl zu verursachen, das an eine Mischung aus Borges‘ Literatur und Orwell‘scher Angst erinnert.“ Obwohl Maximes Bilder friedlich und schockfrei sind, gehen sie unter die Haut und zeigen die wahre Beschaffenheit des Landes. Wenn ein Besuch so streng kontrolliert wird, mit was für einem kranken Scheiß müssen wir dann rechnen, wenn keine Besucher da sind?

Kim-Il-sung-Platz. Das ist der wichtigste Platz von Pjöngjang und ein allgemeiner Versammlungsort für Kundgebungen, Tänze und Militärparaden. Die weißen Flecken auf dem Boden sind Positionsmarkierungen.

Pjöngjangs Eislaufbahn.

Eingang der DMZ im ehemaligen Dorf Panmunjeom, wo der Waffenstillstand des koreanischen Krieges zwischen Korea und den Vereinigten Staaten unterschrieben wurde. Das Bild symbolisiert Nordkoreas Willen zur Wiedervereinigung.

Mosaike auf dem Jangdae-Hügel in Pjöngjang, die Kim II-sung und Kim Jong-iI abbilden.

Der Schülerpalast Mangyongdae, eine öffentliche Einrichtung in Pjöngjang, wo Kinder Aktivitäten unternehmen können; Musik machen, Fremdsprachen lernen, Computerkenntnissen erwerben oder Sport treiben. Es gibt außerdem einen Saal mit 2000 Plätzen, wo man s

Das Großmonument Mansudae mit den 20 Meter hohen Statuen von Kim II-sung und Kim Jong-iI vor dem 70 Meter langen Mosaik des heiligen Paektusan.

Ein Geschäft, in dem lokale Produkte eines Genossenschaftsbetriebs nahe Hamhung verkauft werden.

Das 2001-Zeichen am Ulim-Wasserfall entstand zu Ehren des Besuchs von Kim Jong-iI und wurde in den Stein gemeißelt, um seine Handschrift nachzustellen.

Eingang der Großen Studienhalle des Volkes, Pjöngjangs Zentralbibliothek, die zu Ehren von Kim II-sungs 70. Geburtstag gebaut wurde. Die Gesamtfläche von 100.000 Quadratmeter erstreckt sich auf 600 Räume.

Studiensaal der Großen Studienhalle des Volkes in Pjöngjang.

Das Mansudae-Kunsttheater in Pjöngjang

Weltkarten-Mosaik des Internationalen Camps der Kindervereinigungen. Auf den nordkoreanischen Karten ist das Korea immer vereint vertreten, um den Willen zur Wiedervereinigung zu zeigen.

Das angebliche Geburtshaus von Kim II-sung in Mangyŏngdae-guyŏk, das als Nordkoreas heiligster Ort gesehen wird.

Eingangshalle der Entbindungsklinik in Pjöngjang.

Pjöngjangs Turm der Unsterblichkeit für Kim II-sung. Ein solcher Turm befindet sich in jeder Stadt des Landes, zum ewigen Gedenken des DPRK-Präsidenten Kim II-sung.

Die koreanische demilitarisierte Zone ist ein 250 Kilometer langes und 4 Kilometer weites Niemandsland zwischen den zwei Staaten mit einer Betonwand dazwischen.

Bei der nationalen Blumenausstellung werden die Kimilsungia und die Kimjongilia, die offiziellen DPRK-Blumen, ausgestellt.

Denkmal für die Parteistiftung, das unter Kim Jong-iI errichtet wurde, um an den 50. Geburtstag der Gründung der regierenden koreanischen Arbeiterpartei zu erinnern.

Das 330 Meter hohe Ryugyong Hotel ist das höchste Bauwerk in Nordkorea. Der Bau begann 1987 und läuft bis heute.