Der Geschmack Sardiniens in seiner reinsten Form

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Fotografie

Der Geschmack Sardiniens in seiner reinsten Form

Meistens siehst du dein Essen erst auf dem Teller—schon fertig garniert und drapiert und für dich hübsch gemacht. MUNCHIES Fotograf Martin Fengel ging einen Schritt zurück in die Küche und knipste Ungewöhnliches.
12 Januar 2015, 8:35am

MUNCHIES Autor und Fotograf Martin Fengel ist verheiratet mit einer Sardin und verbringt dementsprechend immer wieder Zeit mit seinen Verwandten auf einer der schönsten Inseln des Mittelmeers. Wenn er dort nicht gerade mit seinen Schwägern spätnachts in einem japanischen Billigjeep eine zweispurige Straße am Meer entlang rast und Rockopern oder indische Meditationsmusik hört, isst er.

Und muss essen, denn Sarden essen gerne.

Wenn du in Sardinien glaubst, du bist satt, dann ist das bestimmt erst die vorvorletzte Sache, die auf den Tisch kommt. Und dann noch Nachtisch, in Honig gemantelte Frischkäsetaschen, die sich in ihrer Größe an Handtaschen orientieren. Die Sarden reden auch gerne über Essen. Sie können sich auch, wegen einer Zutat die man verwendet oder nicht, in großen Streitigkeiten verlieren. ,,Irgendjemand sagt: ,Wildschwein' und das Gesprächsthema für die nächste Stunde ist gefunden.", so Martin über die Sarden.

Um keinen Sarden mit der einen oder anderen Zutat, die seiner Meinung (nicht) dazugehört, zu verärgern, zeigen wir dir das Essen und den Geschmack Sardiniens in Reinform.

Sardinen wurden nach Sardinien benannt, denn vor der Küste war das Vorkommen der Fische früher besonders stark.

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Lamm agnello und Sardinen sardine Wildschwein cinghiale und Lammfüße piedini d'anello

Typisch für Sardinien:

Eine Art sardischer Haggis namens c_ordula:_

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,,Die Chinesen essen Hunde, sie essen Hunde und das Fell verkaufen sie.", erzählte eine Sardin, ganz aufgebracht mit noch auftoupierteren Haaren. Ich sagte, gut, vielleicht schmecken ihnen ja die Hunde, ihr Sarden esst ja sehr gerne Schnecken, das mögen vielleicht die Chinesen nicht. Oder Hirn. Oder Darm. Die Dame sagt: „Ahhh Schnecken, ich könnte jetzt ein Kilo davon essen."

Fotos: Martin Fengel